Karl Gottlieb Suarez wurde am 27. Februar 1746 in Schweidnitz (Schlesien) als Sohn eines Ratsherren und Advokaten geboren. Er studierte in Frankfurt/Oder Jura und begann 1766 in der schlesischen Justizverwaltung. Dort unterstützte er Johann Heinrich Carmer bei der Reorganisation und dem Wiederaufbau des Landes nach dem Siebenjährigen Krieg (1756 – 1763). Sein finanzpolitisches und bildungspolitisches Talent setzte er vor allem bei der Kreditbeschaffung für die schlesischen Güter und im Schulwesen ein. Diese Erfahrungen leisteten ihm gute Dienste bei der Vorbereitung auf sein Lebenswerk, die Ausarbeitung des großen preußischen Gesetzbuches.

Friedrich Nicolai

Christoph Friedrich Nicolai wurde am 18. März 1733 in Berlin geboren. Er besuchte das Joachimsthalsche Gymnasium und ab 1747 die Schule des Waisenhauses in Halle, wo er zunächst pietistisch erzogen werden sollte. Aber schon bald lehnte er den Pietismus ab. 1748 kam er an die neugegründete Berliner Realschule, deren Unterricht ihm sehr zusagte, vor allem in den naturwissenschaftlichen Fächern.

Heinrich Eduard Kochhann

Ein liberaler Bürger und Christ.

Am 11. Februar 1990 jährte sich zum 100. Mal der Tag, an dem der Berliner Ehrenbürger Heinrich Eduard Kochhann gestorben ist. Ein Luisenstädter, ein Unbekannter, obwohl er sich um das Gemeinwesen Berlin und um die Kirche in dieser Stadt verdient gemacht hat.

Heinrich Runge

Man sieht den Magistrat vor lauter Runge nicht.

Die Rungestraße in Mitte wurde nach dem am 26.11.1886 verstorbenen Stadtrat und Kämmerer Heinrich Runge benannt. Sein Ehrengrab liegt auf dem Luisenstädtischen Friedhof am Südstern. Warum gab man einer Straße seinen Namen? Warum hat Heinrich Runge ein Ehrengrab auf dem Luisenstädtischen Friedhof?

Friedemann Bach

Ab 1723, nachdem der Vater in Leipzig zum Thomaskantor berufen worden war, besuchte Wilhelm Friedemann die Thomasschule und studierte dann Rechtswissenschaften. 1733 ging er nach Dresden und erfüllte hier - wie auch später in Halle - als überragender Organist auf das Schönste die vom Vater in ihn gesetzten Hoffnungen.  Nach dem Tod Johann Sebastian Bachs im Jahre 1750 versuchte Friedemann Bach, sich von den täglichen Zwängen zu befreien.

Die Abbildung zeigt das Ölgemälde Luise von Joachim Tietze mit freundlicher Genehmigung der berlin story

Am 10. März 1776 war Luise zur Welt gekommen. In Hannover war die Mecklenburgerin geboren worden, weil ihr Vater, bevor er regierender Großherzog von Mecklenburg - Strelitz wurde, als Gouverneur der Stadt in englischen Diensten gestanden hatte, und ins Hessische war sie mit 6 Jahren geraten, als ihre Mutter gestorben war.

Die Luisenstadt im 19. Jahrhundert – ein Stadtteil macht Geschichte. Nicht Weltgeschichte, versteht sich, aber Berlin-Geschichte; die Luisenstadt wurde durch ihre Persönlichkeiten zur Schule der bürgerlichen Selbstverwaltung, wie sie durch die Steinsche Städteordnung den Kommunen in den preußischen Landen auferlegt worden war.

Weg vom fürsorglichen Verwaltungshandeln einer königlichen Obrigkeit, hin zur Selbstbestimmung in Wirtschaft, Sozialwesen und lokaler Politik und kirchlichen Angelegenheiten, das brauchte Mut, Einübung und Erfahrungswissen, das erst allmählich zu erwerben war.