Patentamt

1877 als Kaiserliches Patentamt in der südlichen Berliner Luisenstadt gegründet, ist das Deutsche Patent- und Markenamt als Zentralbehörde für den gewerblichen Rechtsschutz für geistiges Eigentum gegen unerwünschte Nachahmung zuständig.
Hier wurde das erste deutsche Patent für ein „Verfahren zur Herstellung einer rothen Ultramarinfarbe“ erteilt, die erste Marke wurde 1894 für einen Berliner Lampenproduzenten eingetragen.

Im November haben wir für die FreundInnen der Luisenstadt eine einmalige Gelegenheit zum Besuch dieser ansonsten nicht so richtig öffentlichen Behörde organisiert. Melden Sie sich gleich an - es sind nur noch wenige "Plätze" verfügbar!

 Kurzgeschichte des Patentamtes

1905 bezog man das von den Architekten Solf und Wichards entworfene Gebäude in der Gitschiner Straße. In nur drei Jahren Bauzeit wurde das Gebäude fertiggestellt. Die sechs Stockwerke des Gebäudes waren damals aufgeteilt in rund 700 moderne Dienstzimmer, zwölf Sitzungssäle, elf Kassenräume, drei Kanzleisäle, eine große dem Publikum zugängliche Auslegehalle und eine Bibliothek.

Die Bibliothek galt bis in die 1950er Jahre hinein als die größte technische Bücherei Deutschlands. Außerdem waren 15 Dienstwohnungen und die Dienstwohnung für den Präsidenten – einschließlich Tennisplatz im Hof –  untergebracht.

In den letzten Kriegstagen des 2. Weltkrieges wurde das Gebäude schwer beschädigt. Der größte Teil der Bibliothek konnte jedoch durch die rechtzeitige Auslagerung in ein Salzbergwerk vor der Vernichtung gerettet werden.

1945 musste das Reichspatentamt - wie alle Reichsbehörden - seine Tätigkeit einstellen, die Alliierten beschlagnahmten aufgrund des Kontrollratsgesetzes u.a.Patente, Marken und Schutzzeichen und nutzten diese technologisch und wirtschaftlich bis  zur Außerkraftsetzung dieses Gesetzes im Jahr 1951.

1949 eröffnete das Deutsche Patentamt seine Räume in München,  1951 wurde eine Außenstelle im alten Reichspatentamt in West-Berlin eröffnet. 1990 fusionierte das Deutsche Patentamt mit dem Amt für Erfindungs- und Patentwesen der DDR in Ost-Berlin mit etwa 13,5 Millionen Patentdokumenten.

Heute wird das historische Gebäude überwiegend vom Technischen Informationszentrum des Deutschen Patent- und Markenamts und einer Dienststelle des Europäischen Patentamts genutzt.


Foto oben: Das Deutsche Patentamt in der Gitschiner Straße 97 / Ecke Lindenstraße - nahe Hallesches Tor

 

Einladung zur Historische Führung:

Das Deutsche Patent- und Markenamt - seit über 100 Jahren im Einsatz für das geistige Eigentum

Termin: Mittwoch, 16. November 2016
Zeit: 18-19.30 Uhr

Ort: Deutsches Patent- und Markenamt, Gitschiner Str. 97, 10969 Berlin - Anfahrt: U1, U6, Bus M41, 248

Webseite: www.DPMA.de

Eine Veranstaltung des Bürgervereins Luisenstadt. Die Teilnahme ist kostenlos - Spenden sind willkommen.

WICHTIG: Aus Sicherheitsgründen verlangt das Amt eine Voranmeldung mit Namen und Personalausweisnummer!

Möchten Sie dabei sein, senden Sie bitte diese Angaben an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Selbstverständlich verwenden wir Ihre persönlichen Daten allein für diese Veranstaltung und vernichten die Daten anschließend.

 

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