Auf Initiative des Aufbauhauses am Moritzplatz hat am 9. März 2017 eine erste Besprechung mit dem neuen Baustadtrat von Friedrichshain-Kreuzberg, mit Herrn Baustadtrat Florian Schmidt, stattgefunden.

Thema war die Verbesserung der Verkehrssituation am Moritzplatz. Der Chef des Aufbauhauses, Herr Koch, und die Alarcon-Architekten erklärten ihre Ideen und Vorschläge zur Entflechtung der manchmal chaotischen Verkehrsdichte auf dem Moritzplatz.

Obwohl die Fahrradspuren schon verbreitert worden sind, ist es für Fußgänger und Radfahrer ein gefährlicher Verkehrsknotenpunkt.

Wenn in den nächsten Jahren die BVG den unterirdischen U-Bahnhof mit Aufzügen besser erschließen wird, sollte bis dahin geklärt werden, ob eine traditionelle Kreuzung oder ein optimierter Kreisverkehr die Situation für alle Verkehrsteilnehmer verbessert.

Herr Hobrack vom Bürgerverein Luisenstadt machte darauf aufmerksam, dass ab Herbst 2017 mit der Einführung der Parkraumbewirtschaftung in der Luisenstadt Mitte zu rechnen ist und damit belastende Auswirkungen auf die angrenzenden Straßen in Kreuzberg haben wird.

Im Rahmen einer Planwerkstatt Moritzplatz könnten alle diesbezüglichen Fragen und Probleme zusammengefasst werden und Bezirksverwaltung und engagierte Bürger prozessual zu gemeinsamen Lösungen finden.

 

Bild oben:

Dieser Vorschlag des Büros ALAS Alarcon Linde Architects zur Umgestaltung des Moritzplatzes stammt aus dem Jahr 2015. Das Foto ist inwischen in sofern überholt, als es nun neue, rote und breite Radfahr-Sicherheitsstreifen gibt.

 

 

Kommentare   

+1 #1 Oliver 2017-03-11 19:41
Der Kreisverkehr ist prinzipiell die intelligentere Lösung:
- Rückstaus werden vermieden
- Erhöhung die Aufmerksamkeit
- Reduzierung der Diskriminierung schwächerer Teilnehmer
- kostengünstiger als Ampelanlagen

Im Fall des Moritzplatzes muss es jedoch gelingen, dass die Fußgänger die Knotenpunkte nicht zur Überquerung nutzen. Wobei es ihnen nicht zu verübeln ist. Der Mensch geht eben gern den direkten Weg.
+1 #2 Joerg S. 2017-03-11 20:01
Seit dem Umbau des Moritzplatzes mit den breiten Radspuren funktioniert er noch viel weniger als vorher.

Angemerkt sei auch, dass es sich eigentlich nicht mehr um einen Kreisverkehr i.S. der StVO handelt. Statt Zeichen 215 findet man an den Einfahrten Zeichen 209.

Das Problem ist da sehr vielschichtig.Leider fehlen am Aufbauhaus Parkplätze in ausreichender Zahl, nur sie werden gebraucht. Ich finde es ziemlich unverständlich, dass es kein Parkhaus am/im Aufbauhaus gibt. Allein schon durch Modulor besteht starker Publikumsverkehr.

Dazu kommen Besucher der Prinzessinnengärten, Radfahrer auf den Gehwegen, fehlende Abstellmöglichkeiten für Räder, Fußgänger ohne geschützte Überwege und Rückstaus in allen vier Richtungen.

Ich sehe für diese Kreuzung eigentlich nur noch eine Lösung. Die Umwandlung in eine völlig normale Kreuzung mit Ampelregelung, Fußgänger- und Radfahrerampeln (die hoffentlich auch beachtet werden). Und eine Umfahrung...
-4 #3 Dr. Johannes Riedner 2017-03-19 14:25
Leider kann ich Jörg als Radfahrer nicht beipflichten - der Moritzplatz funktioniert für uns im Waldekietz sehr gut und hat sicher schon Tote verhindert. Die Parkraumbewirtschaftung ist für mich ein Offenbahrungseid, denn wenn anders keine Einnahmen für den Bezirk mehr genneriert werden können...
Wo sollen die Aufzüge hin? Mit dem Mittelpunkt des Platzes ist wegen Unzugänglichkeit schlecht wirtschaften. Fahrradständer am Prinzessinengarten, dessen Verstetigung zu sichern wäre, sind eine gute Idee. Johannes Riedner
+1 #4 Joerg 2017-03-19 22:26
Guten Tag Johannes,

sicher ist es gut, dass Unfälle mit Radfahrern vermieden werden. Wenn es so ein Erfolg geworden ist, dann ist das auch gut. NUR: Wir brauchen eine Lösung, die allen Verkehrsteilnehmern gerecht wird. Durch die Errichtung zahlreicher Wohngebäude in der Heinrich-Heine-Straße, auf der Stallmeisterbrache u.a.a.S. haben wir mit Sicherheit eine Zunahme des Individualverkehrs. Auch der LKW-Verkehr dürfte zunehmen, weil es schlicht mehr Geschäfte geben werden muß.

Natürlich gibt es auch das Thema Einhaltung der StVO. Das gilt ebenfalls für alle Verkehrsteilnehmer, wobei mir die Sorglosigkeit vieler Radfahrer ein Dorn im Auge ist. Auch dadurch gibt es Stockungen in diesem Kreisverkehr. Wenn Radfahrer nicht anzeigen, dass sie den Kreisverkehr verlassen, dann hält Autofahrer normalerweise an, weil er eine entscheidende Information nicht hat. Das gilt im übrigen auch für viele Autofahrer.
+1 #5 Joerg 2017-03-19 22:27
Teil 2:

Ich würde dort am Moritzplatz darüber nachdenken, die Bushaltestellen zu verlegen, etwas mehr Distanz. Und dann wie bereits geschrieben, eine normale Kreuzung daraus machen. Die Prinzessinnengärten... schwierig... ganz ehrlich, für mich ist das ein Gerümpelplatz, so wie es da aussieht.
Aufzüge: Die Situation an der U-Bahnstation Heinrich-Heine-Str/Köpenicker ist m. E. sehr schwierig. Allein durch die dort verkehrende Klientel gehe ich davon aus, dass die Überlebenschanchen des Aufzuges eher gering sind. KitKat und Co. Die Brückenstraße ist m. E. auch so ein Thema, dass anzugehen wäre.

Grüße JS
+1 #6 Joerg 2017-03-19 22:28
Die Parkraumbewirtschaftung... Für uns Autofahrer ist es ein Horror, hier einen Parkplatz zu finden. Die Anwohnerparkkarte kostet EUR 20 für 2 Jahre. Reich wird die Stadt davon nicht.

Berlin sollte mehr Parkhäuser bauen, dann würde sich einiges an Problemen lösen.

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