SpreeRundgang 2017 600

Unsere Vereinsmitgliederin und aktive Teilnehmerin der AG Geschichte Frauke Mahrt-Thomsen - seit Gründung 1991 dabei! -  hat an dem Rundgang "Spreeufer für Alle" am 13. Mai 2017 teilgenommen und teilt nun hier ihre Eindrücke mit uns.

Der Rundgang wurde organisiert von Herrn Bachmann und Frau Schwedler vom Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement (KOsP) sowie Herrn Eberhard Elfert von elfkonzept/kommunikationskonzepte.

Auch dank unserer eifrigen Vorberichterstattung gab es eine Riesenbeteiligung - etwa 70 Leute folgten dem Rundgang - der ja tatsächlich und leider ein Rundgang im Zickzack sein musste - bitte lesen Sie weiter ...

Herr Bachmann berichtete ausführlich über die Ergebnisse bisheriger Recherchen und Workshops zur Bau-, Zeit- und Kulturgeschichte entlang der Spree.

Der Traum geht weiter: mit "Infostationen" an der Spree

Nun sind Planungen für die Einrichtung von ca. 5 nicht nur textlastigen, sondern poppig-modern gestalteten Infostationen an den markantesten Punkten des Spreeufers vom Märkischen Museum bis zur Schillingbrücke in Arbeit.

Der Rundgang führte uns vom Köllnischen Park am Museum zur Spree, an der Jannowitzbrücke vorbei, um das Kraftwerk Berlin herum mit vielen Informationen zur Clubszene, die sich dort in der Nachwendezeit ausbreitete (Tresor u.a.), zur Michaelbrücke, dann erneut von der Köpenicker Straße her über den frisch gepflasterten Wilhelmine-Gemberg-Weg wieder zur Spree an der Alten Seifenfabrik.

Danach ging es sozusagen über Stock und Stein auf dem holprigen Weg am Fluss entlang, durch das bunt gewürfelte Spreefeld-Areal mit vielen Tipi- und sonstigen ZeltbewohnerInnen, vorbei an den Resten der ehemaligen Grenzsoldaten-Station und Hinterlandmauer.

Ganz nah ging es dann an dem mächtigen, bereits einsturzgefährdeten Koloss der ehemaligen Eisfabrik vorbei, über deren frühere Bedeutung und möglicherweise künftige Rettung durch Bürgerengagement und neue Investoren-Pläne Herr Bachmann und Frau Schwedler in Wort und Bild berichteten.

Ich ließ es mir nicht nehmen, darauf hinzuweisen, dass es insbesondere der Bürgerverein Luisenstadt ist, der sich für den Erhalt der Eisfabrik engagiert und dessen Geschichts-AG für alle InteressentInnen offen steht.

Das war in Mitte. Wie sieht`s in Kreuzberg aus?

Erst kurz vor 17 Uhr endete der Rundgang an der Bezirksgrenze zu Kreuzberg, nicht ohne den Hinweis, dass dort die BürgerInnen ("Mediaspree Versenken") schon seit langem für ein Offenhalten des Spreeweges kämpfen, aber die Schwierigkeiten eher größer sind als in Mitte, da einige Privatgrundstücke bis zum Fluss reichen.

Im nächsten Jahr wird der Rundgang wiederholt, die Arbeiten zum Ausbau des Spreeufer-Weges werden in Mitte aber erst 2019 beginnen.

Frauke Mahrt-Thomsen

 

SpreeRundgang 2017 600

Viele Zäune bestimmen weiterhin das Ambiente am Spreeufer - Obige Fotocollage hier groß anschauen

(Fotos: Frauke Mahrt-Thomsen)


Hier ging`s entlang:

Spreeufer_Rundgang_Mai_2017_Weg.jpg

Grafik: KOsP


Mehr: www.Luise-Nord.de/2017/allgemein/2486-samstag-13-mai-2017-rundgang-am-spreeufer-fuer-alle

Der Termin fand nach Redaktionsschluss der gerade erschienen "ecke köpenicker" No 3 statt, daher finden Sie dort keinen Bericht über diese Spreerundgang. Dennoch immer wieder lesenswert ist die ecke hier in unserem ecke-Archiv.

Ein weiterer Rundgang an der Spree hat die Baugemeinschaft Spreeacker organisiert. Am Samstag, den 20. Mai 2017 beginnt um 14 Uhr ein "Spreeufer-für-alle"-Spaziergang mit Baustadtrat Gothe. Um Anmeldung wird gebeten: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Waren Sie dabei?

Bitte schildern Sie Ihre eigen Eindrücke des Spreeweg-Rundgangs einfach hier in unseren Leserkommentaren: