IG Metallhaus Berlin

Die politischen Verhältnisse im reaktionären Preußen vor 125 Jahren boten keinen Platz für die Vertretungen der Arbeiterverbände in Berlin. Erst als 1908 das Vereinsgesetz in Kraft trat, verlegten diese ihren Sitz in die Reichshauptstadt, so auch der Deutsche Metallarbeiter-Verband DMV.

Joachim Leidig von der IG-Metall erzählt uns vor Ort die ganze Geschichte.

Ein Grundstück in der heutigen Lindenstraße nahe des Belle-Alliance-Platzes wurde erworben und ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben, den Erich Mendelsohn und R. W. Reichel gewannen.

1929 fand die Grundsteinlegung statt, 1930 wurde das Haus vom DMV bezogen.

Mit der Zerschlagung der Gewerkschaften durch die Nazis im Mai 1933 wurde es der Sitz der Arbeitsfront. Alwin Brandes, der damalige Vorsitzende des DMV, kam mit anderen Gewerkschaftern ins Konzentrationslager Oranienburg.

Nach 1945 wurde es das IG- Metall Haus, rekonstruiert nach der Wende erscheint es heute im Stadtbild wie 1930.


Eine Veranstaltung der AG Geschichte des Bürgervereins Luisenstadt. Teilnahme kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


Die politischen Verhältnisse in der Luisenstadt vor 125 Jahren

Das Haus der Deutschen Metallarbeiter und der Architekt Erich Mendelsohn

Vortrag von Joachim Leidig (IG-Metall)

Termin: Mittwoch, 15. März

Zeit: 18-19.30 Uhr

Ort: IG-Metallhaus, Alte Jakobstr. 149, 10969 Berlin

Öffentliche Anreise: U1, U6, M29, 248

 

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