ACHTUNG. Die Arbeit unserer Arbeitsgruppe Stadtentwicklung findet derzeit leider NICHT in regelmäßigen Treffen statt. 
----
Das Motto unseres Bürgervereins lautet:

Mitmachen! Teilhaben! Dabeisein!

Lesen Sie hier alles über unsere Arbeitsgruppe Stadtentwicklung ...

Schon bald nach der Gründung des Bürgervereins Luisenstadt e.V. wurden mehrere Arbeitsgruppen ins Leben gerufen, von denen die Arbeitsgruppe Stadtentwicklung seit nunmehr 15 Jahren kontinuierlich arbeitet. Drei unserer Mitglieder sind von Anfang an dabei, Dr. Klaus Duntze, Helmut Hermann und Franz Marczock.

Unsere Aufmerksamkeit konzentriert sich auf:

  • Stadtplanerische Vorstellungen des Senats sowie der Bezirke Mitte und Friedrichshain/Kreuzberg für die Luisenstadt
  • soziale Entwicklungen, die mit städtebaulichen Wandlungsprozessen einhergehen
  • Bewahrung und Pflege von denkmalgeschützten Ensembles und Gartendenkmalen, vor allem des Luisenstädtischen Kanals und des Luisenstädtischen Kirchparks
  • Unterstützung aller Maßnahmen, die zum Zusammenwachsen von Mitte und Kreuzberg beitragen können.

Strukturbestimmende historische Straßenzüge, die durch beide Bezirke führen, wie:

  • von der Spree bis zum Schlesischen Tor (Inselstraße – Schulze-Delitzsch-Platz – Köpenicker Straße)
  • von der Jannowitzbrücke bis zur Gitschiner Straße (Brückenstraße – Heinrich-Heine-Strasse – Moritzplatz – Prinzenstraße)
  • von der Roßstraßenbrücke bis zum Engelbecken (Neue Roßstraße – Annenstraße, Michaelkirchplatz)
  • Dresdner Straße von der Annenstraße bis zum Kottbuser Tor und die Straßenzüge, die beidseitig den Luisenstädtischen Kanal von der Schillingbrücke bis zum Wassertorplatz begleiten

haben unsere ständiges Interesse.

Bereits 1992 wurde auf unsere Initiative hin der Schwerlastverkehr aus der Brückenstraße herausgenommen. Mehrere Fußgängerschutzwege, so in der Alten Jakobstraße und in der Annenstraße, gehen auf unsere nachdrücklichen Forderungen zurück. Das gilt auch für die Ampel an der Kreuzung Annenstraße/Neue Roßstraße – Alte und Neue Jakobstraße.

Schon 1994 hat der Bürgerverein Luisenstadt im Auftrag der Gartendenkmalpflege eine Studie zur denkmalgerechten Wiederherstellung der von Erwin Barth gestalteten Grünanlagen auf der Fläche des ehemaligen Luisenstädtischen Kanals erstellt. Von Anfang an wurde das Anliegen der Wiederherstellung dieser für die Bewohner der Luisenstadt bedeutenden Grünanlage vom Bezirksamt Mitte unterstützt. So konnten zuerst die Abschnitte Rosengarten zwischen Engelbecken und Waldemarbrücke und der Immergrüne Garten zwischen Engebecken und Adalbertstraße neu gestaltet werden. Dieser Anfang, besonders aber die Tatsache, dass seit 1999 das Wasser in das Engelbecken zurückgekehrte ist, haben die Stimmung in unserem Gebiet verändert.

Im Jahre 2001 wurde eine Erhaltungssatzung für das Heinrich-Heine-Viertel im Bezirk Mitte als „Gartenstadt“ beschlossen, um dieses gepflegte, durchgrünte Wohnumfeld zu erhalten, an dessen Rand sich der historische Luisenstädtische Kirchpark befindet. Hier stand die Luisenstadtkirche, am 14. Februar 1945 durch den verheerendsten Bombenagriff, der unser Gebiet betroffen hat, schwer zerstört und 1964 wegen der Grenznähe durch die DDR-Behörden abgerissen. Es ist eines unserer Anliegen, daran stets zu erinnern. (Vgl. Link zur Stele im Luisenstädtischen Kirchpark)

In den letzten Jahren hat sich das Interesse der Bewohner und damit die Identitätsbildung - zumindest in einigen Teilen der Luisenstadt - entwickelt. So wächst auch die Beteiligung an den Führungen, die vor allem am Tag des offenen Denkmals zu verschiedenen Themen durchgeführt werden. Im Jahr 2005 stand der Tag des offenen Denkmals unter dem Motto „Krieg und Frieden in der Luisenstadt“, zu dem der Bürgerverein eine eigene Ausstellung verfertigt hat. Heute geht es darum, den Spannungen gewachsen zu sein, die sich aus den wechselnden Anforderungen an den öffentlichen Stadtraum ergeben.

Am 19. Oktober 2004 haben wir eine Stadtteilkonferenz „Zwischen Spree und Landwehrkanal“ durchgeführt (s. dazu das Abschlussprotokoll). Schon in Vorbereitung darauf hat sich die Zusammenarbeit mit den beiden Bezirken Mitte und Friedrichshain/Kreuzberg deutlich verbessert. Seit Sommer 2004 nehmen an unserer Arbeitsgruppe je ein Vertreter der beiden Stadtplanungsämter ständig teil. Auch die Zusammenarbeit der Bezirke im Bezug auf die Luisenstadt, die wir lange Zeit kritisieren mussten, hat jetzt eine neue Qualität, die sich darin zeigt, dass beide Bezirke erstmalig gemeinsam Planungsaufträge vergeben.

Im Jahr 2005 hat unsere Arbeitsgruppe im Auftrag des Bezirksamtes Friedrichshain/Kreuzberg die Bürgerbeteiligung zur Neugestaltung des Oranienplatzes organisiert. Den Erfolg kann man bereits jetzt sehen. Das erste Viertel des Oranienplatzes ist ausgeführt. Im Jahre 2006 wird weitergebaut. Folgen wird dann zunächst der Abschnitt zwischen Oranienplatz und Waldemarbrücke, um an den Rosengarten in Mitte anzuschließen. Auch die Rekonstruktion des Engelbeckens hat am 31. Oktober begonnen. Im Bau befindet sich der Waldpflanzengarten, der Abschnitt zwischen Adalbertstrasse und Melchiorstraße. Auch hier hat unsere Arbeitsgruppe die in diesem Falle äußerst schwierige Bürgerbeteiligung aktiv unterstützt. (Vgl. Link zu „Waldpflanzengarten“)

Im nächsten Jahr werden im Rahmen der Initiative „Stadtumbau West“ in der Köpenicker Strasse positive Veränderungen zu erwarten sein.

Neue Erhaltungssatzungen wurden beschlossen:

  • im Bezirk Mitte für das Gebiet um das Engelbecken und das Gebiet um das Märkische Museum
  • im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg für die Gebiete Segitzdamm und Bethaniendamm.

Die gemeinsame Auftragserteilung an das Büro TOPOS betrifft die Erhaltungsgebiete in Friedrichshain-Kreuzberg und das Gebiet Engelbecken in Mitte. Hier zeigt sich die zunehmende Kooperation beider Bezirke im Sinne des Zusammenwachsens der historischen Luisenstadt und im Interesse ihrer Bewohner. Siehe auch www.Topos-Planung.de.

Im ständigen Informationsaustausch stehen wir mit MediaSpree, dem Management für das Entwicklungsgebiet beidseitig der Spree zwischen der Jannowitzbrücke und der Elsenbrücke in Treptow, wo sich gegenwärtig das Alte Pumpwerk, die Arena am Ostbahnhof, das Quartier in Orange und die Marmeladenfabrik im Bau befinden. Natürlich liegen nur die Vorhaben links der Spree in der Luisenstadt, aber das Vorhaben MediaSpree wird sich insgesamt auf die angrenzenden Gebiete auswirken. Außerdem gibt es einige verwandte Probleme, z.B. das der Zwischennutzung auf noch nicht in Anspruch genommenen Brachflächen. Weitere Infos unter De.Wikipedia.org/wiki/Mediaspree

Es können hier nicht alle Aktivitäten aufgeführt werden, aber wir möchten einen Eindruck darüber vermitteln, was wir wollen und auch - was wir erreichen können. Wir brauchen noch viele kräftige Mitstreiter!

In unserer Arbeitsgruppe arbeiten zur Zeit:

  • Dipl.-Ing. Siegfried Bracht, Stadtplaner im Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg
  • Dr. Klaus Duntze, Pfarrer i.R.
  • Dipl.-Ing. Steffen Klette, Stadtplaner im Bezirksamt Mitte
  • Dr.-Ing. Dorothea Krause, Stadtplanerin i.R.
  • Volker Hobrack, Vorsitzender des Bürgervereins Luisenstadt e.V.
  • Dr. Klinzing, Mitglied des Bürgervereins Luisenstadt. e.V.
  • Dipl.-Übersetzerin Ina Maria Stengel

Engagierte Gäste sind jedoch jederzeit herzlich willkommen, besonders wenn sie sich für eine ständige Mitarbeit interessieren, denn es gibt noch sehr, sehr viel zu tun!

gez.: Dorothea Krause


...

Die Arbeit des Bürgervereins hinsichtlich der Stadtentwicklung in der Luisenstadt findet auch in einem weiteren Forum statt. Sie sind herzlich eingeladen, sich dort zu informieren und zu beteiligen. Die Betroffenenvertretung Nördliche Luisenstadt kommt jeden 3. Dienstag im Monat zusammen, um 18:30 Uhr im Bürgerzentrum DIALOG 101 in der Köpenicker Straße 101.

Siehe auch www.Luise-Nord.de.

 

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren