Die Abbildung zeigt das Ölgemälde Luise von Joachim Tietze mit freundlicher Genehmigung der berlin story

Am 10. März 1776 war Luise zur Welt gekommen. In Hannover war die Mecklenburgerin geboren worden, weil ihr Vater, bevor er regierender Großherzog von Mecklenburg - Strelitz wurde, als Gouverneur der Stadt in englischen Diensten gestanden hatte, und ins Hessische war sie mit 6 Jahren geraten, als ihre Mutter gestorben war.

Bei der Großmutter war sie im Darmstädter Palais aufgewachsen und mit 17 Jahren in Frankfurt am Main gezielt mit dem preußischen Kronprinz zusammengebracht worden.

Am 22. Dezember 1793 kam sie als Braut nach Berlin, getraut wurde Luise am 24. Dezember im Weißen Saal des Berliner Stadtschlosses. Ihr Domizil wurde das Kronprinzenpalais Unter den Linden.Im November 1797 wurde Luise Königin von Preußen. Sie brachte 10 Kinder zur Welt, davon hatten 5 eine sehr kurze Lebensphase.

Einer ihrer lebenden Söhne wurde 1871 zum ersten deutschen Kaiser ernannt. Zu den Vorzügen der Legendengestalt Luise zählte neben ihrer Anmut und Schönheit auch das, was man ihre Natürlichkeit nannte, dem Hofzeremoniell entgegensetzte und als Ausdruck von Güte und Menschlichkeit sah. Im Alter von 34 Jahren, am 19. Juli 1810 verstarb sie in Gegenwart ihres Mannes in Hohenzieritz, Mecklenburg-Strelitz.

(aus: Günter de Bruyn: "Preußens Luise")