peiser bibliothek
Bona Peiser (1864-1929) war die Pionierin der Frauenarbeit in Bibliotheken und Wegbereiterin der Bücher- und Lesehallen-Bewegung in Deutschland. Sie lebte von 1875 bis zu ihrem Tod in der Brandenburgstraße 11 (heute: Lobeckstraße).

 

Die von Bona Peiser geleiteten Bibliotheken befanden sich ab 1908/09 in der Rungestraße 25 (Lesehalle der Deutschen Gesellschaft für Ethische Kultur) und Köpenicker Straße 74 (Bibliothek des Kaufmännischen Verbandes für weibliche Angestellte).

Bona Peiser wurde zur Ausbilderin einer ganzen Generation bibliothekarisch arbeitender Frauen und engagierte sich lebenslang für die Interessenvertretung ihrer Kolleginnen und später auch Kollegen.

Schließung?

Nun im Jahr 2014 droht der Bona-Peiser-Bibliothek durch einen Beschluss des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg die Schließung, bzw. die "Verlagerung" an den Bilbiotheksstandort am Kottbusser Tor zum 1. September 2014. Dagegen hat sich Bürgerprotest gebildet, der mit dem Sammeln von Unterschriften versuchen wird, die Schließung zu verhindern.
Siehe auch dazu eine Kurzreportage der Berliner Abendschau, die Sie in der Mediathek online schauen können:

www.rbb-online.de/abendschau/archiv/20140113_/1930/buecherei.html

Und in der Berliner Zeitung: "Marianne Hopfer: 71-Jährige kämpft um ihre Kiezbibliothek"

Bona Peiser - Die erste deutsche Bibliothekarin

Lesung von Frauke Mahrt-Thomsen (Autorin)

Donnerstag 30. Januar 2014, 20.15 Uhr

Veranstaltungsort: Aufbau-Haus, Prinzenstr. 85, 10969 Berlin



Frauke Mahrt-Thomsen
1943 geboren, aufgewachsen in Schleswig-Holstein. Ausbildung zur Bibliothekarin in Berlin. Von 1967 bis 2008 als Bibliothekarin in der Luisenstadt tätig (Bona-Peiser-Bibliothek in der Oranienstraße).

Die Bona-Peiser-Bibliothek in der Oranienstraße 72 heute:

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