moritzpool alas 530
Das Büro ALAS Alarcon Linde Architects machte kürzlich einen intelligenten Vorschlag zur Umgestaltung des Moritzplatzes: weniger Unfälle, mehr Grün, mehr Begegnung. Die Architekten hatten Mitte Oktober 2015 die Möglichkeit, den Vorschlag zur Öffnung des Moritzplatzes mit dem Landesdenkmalamt zu diskutieren. Leider stellt sich der Denkmalschutz vor den unterirdischen U-Bahnhof und schließt eine Umgestaltung kategorisch aus. Ist damit diese Idee erst einmal vom Tisch? Die Arbeit an der Idee geht weiter ...

Dennoch hat das Landesdenkmalamt die Architekten ermuntert, ein Nutzungskonzept für die nicht von der BVG okkupierten Räume in dem komplexen Bauwerk zu entwickeln und dafür auch seine Unterstützung zugesagt. Eine Begehung der verschlossenen Räume zwecks Bestandsaufnahme und Dokumentation mit der BVG und Referenten aus dem Landesdenkmalamt ist in Verabredung.

Für die oberirdische Situation des Platzes ist damit natürlich zunächst nichts gewonnen. ALAS ist der Meinung, dass letzten Endes nur ein Rückbau des Kreisverkehrs zu einer "normalen" Kreuzung sowohl die Fußgängersituation verbessern, als auch Platz für urbanes Leben schaffen könnte. Dies soll nun im Weiteren untersucht werden.

Da jedoch das Engagement der Architekten für den Moritzplatz keinerlei finanzielle Basis hat, bleibt der Fortschritt in dieser Sache ein Weg der kleinen Schritte.

Die Bewohner der Luisenstadt sollen über die Arbeit auf dem Laufenden halten werden, verbunden mit der Bitte, das Büro über etwaige Entwicklungen oder Initiativen der Anrainer zu informieren.

Am Freitag, den 13. November 2015, gibt es eine Diskussion über Architektur und Bürgerbeteiligung, zu der jedermann und auch ALAS eingeladen ist. Es ist eine "Pan-Europäische" Veranstaltung, die aus einer Kooperation zwischen den verschiedenen europäischen Kulturinstitute besteht.
Es werden Beiträge aus der Tschechische Republik, Bulgarien, Portugal und Berlin stattfinden. ALAS wird ausführlich das Moritzpool-Projekt vorstellen.

Hinweis: Weder Pro - noch Contra. Der Bürgerverein Luisenstadt wird diese Projektidee noch intern diskutieren und kann erst dann gfls. eine Stellungnahme dazu abgeben.

Gespräch: Architektur und Bürgerbeteiligung

Zeit: Freitag, den 13. November 2015, 18-20 Uhr
Ort: Tschechisches Zentrum (in englischer Sprache!)

Zur Einladung:
Der öffentliche Raum als Ort der gemeinsamen Identifizierung der Bürger mit ihren jeweiligen Städten. Ein lebendiges Gespräch über Architektur und Bürgerbeteiligung stellt Projekte in Berlin, Guimarães und Prag vor, die uns verschiedene Planungsperspektiven und die zentrale Rolle der Bürger in der stadtplanerischen Entwicklung aufzeigen.

Barbara Hoidn (Hoidn Wang Partner) und Kuratoren der Ausstellung Demo:Polis PeopleSpaces-Cities (Akademie der Künste, 2016) im Gespräch mit Carolina Leite (Portugal), Carlos Alarcón (Spanien), Milota Sidorová (Tschechische Republik) und Pavel Yanchev (Bulgarien).
 
Veranstalter: Bulgarisches Kulturinstitut, Tschechisches Zentrum Berlin, Instituto Cervantes, Botschaft von Portugal

Foto oben: ALAS

Weiterlesen:

Und so könnte ein moderner, zeitgemäßer Moritzplatz aussehen:

- www.Berliner-Woche.de/../fuer-den-moritzplatz-fand-die-erste-stadtteilkonferenz-statt

- Website des Architekturbüros: www.ALAS.berlin/Moritzpool

und

- Die lange Geschichte des Moritzplatzes erläutert bei Wikipedia