Finissage St Nirgendwo 535

Nachtrag im Radio

Am Sonntag, den 3. Januar 2016, hat das Deutschlandradio Kultur ein im letzten Oktober anläßlich unser Ausstellung "St. Nirgendwo" in St. Thomas produziertes kleines Feature über die zerstörten Gotteshäuser in der Berliner Innenstadt gesendet.

Hier der Link zur Sendung (mit Text und Audio): www.deutschlandradiokultur.de/berlin-erinnerung-an-zerstoerte-gotteshaeuser

Der Journalist Adolf Stock hat für das Feature die Pfarrer Boß und Heidler sowie den Historiker Goebel interviewt.

"St. Nirgendwo! Verlorene Gotteshäuser in der Berliner Innenstadt"  war der Name der Ausstellung, die am Sonntag, den 22. November 2015 in der Thomaskirche nach zwei Monaten mit einer Finissage beendet wurde.

"Ach, so sah das aus!? Ach, da war die Kirche früher!? Ach, dieser Kirchturm der Georgenkirche stand noch bis 1950 am Alex...!?"


Immer wieder war dieses "Ach"  zu hören, weil doch mit den großen historischen Fotos erstaunliche Einblicke in die Vorkriegsvergangenheit  vermittelt wurden. Besonders spannend wurde es für die Besucher, wenn sie eine Kirche oder Synagoge in ihrem heutigen Kiez durch die Zeichnungen von Lutz Krause verortet sahen. Er skizzierte jedes frühere sakrale Gebäude in die heutige Stadtsituation. Damit wurde sehr deutlich, was früher das Stadtbild prägte und was uns heute an diesen Stellen in der Stadt begegnet.                                                                  

Die Ausstellung umfasste 13 ehemalige christliche Kirchen, zwei Synagogen und die früheren Kirch- und Friedhöfe innerhalb der Linie der Akzisemauer (bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts die Stadt- und Zollmauer Berlins). Sieben weitere Gotteshäuser konnten aus Platzgründen nicht gezeigt werden, gehörten aber zu den recherchierten Sakralbauten in Berlins Mitte.

Dem "Ach" der Besucher schloss sich fast immer die Frage nach einem Katalog an. Viele Besucher wollten mit nach Hause nehmen und nachvollziehen, wie die früheren städtebaulichen Ansichten waren. Wir mussten sie vertrösten, weil das bisher nicht zu schaffen war. Wir haben uns vorgenommen, eine  Mappe oder eine katalogartige Zusammenfassung zu erstellen. Das dauert noch ein wenig, alles entstand und entsteht in ehrenamtlicher Arbeit.

Volker Hobrack


Weitere Informationen, Bilder und ein 360-Grad-Rückblick:

Ausstellung: "St. Nirgendwo hat ein neues Zuhause"

Georgenkirche_Sprengung