Alter Standort des TRESORDie Entwicklung subkultureller Zellen in der Wendezeit hat gewisse Erkenntnisse hervorgebracht:

Wenn junge Leute mit Ideen geeignete Räume finden, beginnen spannende Prozesse, die das Bild einer Stadt komplett verändern. Die gewachsene Subkultur heißt 20 Jahre später Kreativwirtschaft.

Der "Tresor" in der Köpenicker Straße ist einer der lebendigen Orte der Luisenstadt. Betreiber Dimitri Hegemann erzählt die ganze Geschichte.

Das, was fast alle Beteiligten dieser Subkultur Westberlins damals verband, war der fehlende Raum für ihre Arbeit. Aber das änderte sich dann schlagartig, als die Mauer fiel und Ostberlin mit seinen vorhandenen Freiräumen die geeignete Infrastruktur für einen folgenschweren Wandel für Berlin liefert...

Berlin ist heute im Vergleich zu allen europäischen Metropolen die unangefochtene Nummer 1 bei der Jugend der Welt. Das ist kein Zufall. Ohne Ostberlin hätte es z.B. keine Technoszene gegeben u.v.a. auch nicht. Die Erfahrungen aus dieser Entwicklung können helfen, Probleme kleinerer Städte wie Abwanderung und kulturelle Verarmung abzuwehren.

Dimitri Hegemann by Marie Staggat 07 

Seit den frühen 1980er Jahren ist Dimitri Hegemann in der Berliner Musikszene aktiv. 1982 Gründer des Festivals Berlin Atonal und 1991 Gründer und Club-Betreiber des Tresor, seit 2007 im Kraftwerk in der Köpenicker Straße gelegen, der zu den bekanntesten Techno-Clubs der Welt gehört. Auch mit diesem Projekt bewies Dimitri Hegemann sein außergewöhnliches Gespür für die Magie verlassener Räume.

Eine Veranstaltung des Bürgerverein Luisenstadt:

Donnerstag 21. November 2013, 20.00 Uhr
Stammtisch im Aufbau-Haus in der Buchhandlung am Moritzplatz, Luisenstadt-Kreuzberg
Multimedia-Vortrag: Tresor Berlin - Der lange Weg von der Subkultur zur Kreativwirtschaft (Dimitri Hegemann, Tresor)
Ort: Buchhandlung im Aufbau-Haus am Moritzplatz, Prinzenstr. 85, Berlin-Kreuzberg


Website:  www.Tresor-Berlin.de

 

Foto oben: Der alte Standort des Tresor © tresor berlin

Foto unten: Portrait Dimitri Hegemann © Marie Staggat