radiogeschichte 535
Vor fast genau 90 Jahren, am 29. Oktober 1923, wurde in Deutschland das erste Radio-Unterhaltungsprogramm gestartet. Die Radiotechnik, die sich rasant entwickelte, eröffnete vielen Firmen neue Absatzfelder. Ein großer Schwerpunkt der Berliner Wirtschaft war ohnehin die Elektroindustrie und so entwickelte sich Berlin auch zum Schwerpunkt der Radioherstellung.

Zahlreiche Firmen in der Köpenicker Straße produzierten Sender, Radioapparate, Teile und Zubehör aller Art. Vorübergehend war sogar geplant, dort einen Rundfunksender zu errichten...

radio hoeren 1924Der weitaus größte Teil dieser Branche befand sich in den 20er Jahren in Berlin.

So produzierten in der Köpenicker Straße zahlreiche Firmen Sender, Radioapparate, Teile und Zubehör aller Art. Vorübergehend war sogar geplant, in der Köpenicker Straße einen Rundfunksender zu errichten.

Hier waren u.a. die Radio-Firmen Roland Brandt, Schuchhardt und Huth ansässig, hier stand auch die Wiege der späteren Firma Blaupunkt. In vielen Werkstätten und Fabriken wurden Spulen, Isolierstoffe, Drehkondensatoren und später auch Lautsprecher gefertigt.

Der technikhistorische Spaziergang, der am U-Bahnhof Heinrich-Heine-Straße beginnt, erinnert fast auf den Tag genau 90 Jahre nach der Geburt des deutschen Unterhaltungsrundfunks an die frühen Jahre des Radios in Berlin.

Eine Veranstaltung des Bürgervereins Luisenstadt:

Führung von Dr. Andreas Splanemann - Historiker

Samstag, 26. Oktober 2013, 10.30 - 12.00 Uhr

Treffpunkt: U-Bahnhof Heinrich-Heine-Str., Ausgang Nord, Köpenicker Straße neben dem türkischen Imbißstand