Das Viertel um die heutige Ritterstraße wird von Wohnungsblöcken der Otto-Suhr-Siedlung aus den 1950er und den Gebäuden der Internationalen Bauausstellung von 1984–87 geprägt. Seine frühere Bedeutung als „Goldene Meile“ oder „Exportviertel Ritterstraße“ lässt sich allenfalls am „Ritterhof“ oder dem „Pelikanhaus“ erahnen.
Von den 1880er Jahren bis zum 2. Weltkrieg boten die Musterlager und Messepaläste dieses Handelszentrums von weltweiter Prominenz das Bild einer permanenten Dauermesse. Doch das Exportviertel war nicht nur Schauraum, sondern auch Werkstatt.

Die Exkursion beginnt im Hof des Kreuzberg Museums, führt durch die „Lichtwerkstatt“ der Reichenberger Straße, entlang des Luisenstädtischen Kanals zum „Pelikanhaus“ und den ehemaligen Butzkewerken (Fotos). Entlang der Ritterstraße kommen wir zum Haus des Warenagenten Richard Weckmann, das im imaginären Zentrum des Viertels stand. Letzter Halt ist die Alexandrinenstraße / Ecke Franz-Künstler-Straße, wo einst der Alexandrinenhof, bzw. das „Rotophothaus“ stand.

Die goldene Meile - Das Exportviertel in der Ritterstraße
Führung von Detlef Krenz (Historiker)
Mittwoch, 5. Juni 2013, 18.00 Uhr
Treffpunkt: Kreuzberg Museum für Stadtenwicklung und Sozialgeschichte, Adalbertstr. 95a

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