160624 BVL Sommerfest 033

Redakteurin Ulrike Steglich von der "ecke köpenicker" besuchte unser diesjähriges Sommerfest und schildert ihre Eindrücke in der neuen Ausgabe der ecke...

Lesen Sie hier bitte ihren Original-Bericht vom Fest ...


Heiß war’s: Am Freitag, dem 24. Juni 2016, kletterte das Außenthermometer auf bis zu 36 Grad. Und schön war’s auch: das diesjährige Sommerfest des Bürgervereins Luisenstadt, das wie jedes Jahr auf dem Michaelkirchplatz stattfand. Auch wenn – wegen der großen Hitze – wohl doch einige das Schwimmbad, den Badesee oder die eigenen vier Wände vorzogen, waren dennoch viele gekommen, um sich das Bühnenprogramm anzuschauen, sich an zahlreichen Ständen oder bei Gesprächen mit Bezirkspolitikern zu informieren oder einfach bei Kaffee und Kuchen, kalten Getränken und Bratwurst zusammenzusitzen und zu plaudern.

Der Fotograf Klaus Bädicker, der seit vielen Jahren die baulichen Veränderungen in Mitte dokumentiert, zeigte eine kleine Fotoausstellung an der Wäscheleine, Kinder und Erwachsene amüsierten sich beim Kirschkernweitspuckwettbewerb.

Beim Bilderrätsel »Kennen Sie die Luisenstadt?« konnte man sein Kiezwissen testen und tolle Bücher gewinnen, die alevitische Gemeinde, die Musikschule des Bezirks Mitte und Jugendliche des Betreuten Wohnens bei der Caritas steuerten musikalische Darbietungen bei, Polizisten vom Abschnitt 32 gaben Tipps zur Prävention u.a. von Fahrraddiebstählen.

Das Koordinationsbüro KoSP als Gebietsbetreuer und die Betroffenenvertretung informierten über Planungen und aktuelle Themen im Sanierungsgebiet Nördliche Luisenstadt, die Stelltafeln zogen viele interessierte Bürgern an, die auch das Gespräch suchten.

Ein Pony war zu Besuch und holte sich jede Menge Streicheleinheiten und kindliche Bewunderung ab. Architekturinteressierte waren zu Führungen durch die Annenkirche und das Tauthaus eingeladen.

Das Fest wurde vom Bürgerverein Luisenstadt zusammen mit der örtlichen CaritasWohnen, dem Pflegewerk Senioren Centrum (Slogan auf einem Werbeflyer: »Lernen Sie uns kennen, bevor Sie uns brauchen!«) und dem Tauthaus am Engeldamm organisiert. Und auch in diesem Jahr bot das Fest nicht nur Unterhaltung, Spiele und Kulinarisches, sondern hat durchaus auch einen politischen Anspruch und bietet deshalb den Bürgern Gelegenheit, Raum und Anlass für viele bezirkspolitische Gespräche – nicht nur, weil die Berliner Wahlen bevorstehen und mehrere Parteien mit eigenen Info-Ständen vertreten waren.

Volker Hobrack, sowohl Mitglied des Bürgervereins als auch der Betroffenenvertretung, nutzte die Gelegenheit, um auf dem Podium Bezirkspolitiker zu aktuellen Themen zu befragen, die die Bürgerinnen und Bürger im Gebiet beschäftigen. So gab Mittes Stadtrat für Soziales und Bürgerdienste, Stephan von Dassel, Auskunft zum Vorgehen gegen illegale Ferienwohnungen.

Bezirksbürgermeister Christian Hanke äußerte sich zum Bevölkerungswachstum des Bezirks und wie man darauf auch planerisch reagiert. So wird es notwendig sein, die Infrastruktur dem gestiegenen Bedarf anzupassen. Darum drehten sich auch etliche Gespräche am Rande: Schulstadträtin Sabine Smentek, die das Fest ebenfalls besuchte, musste viele Fragen zu den Plänen für den Schulstandort Adalbertstraße beantworten.

Auch das erst kürzlich bekannt gewordene Blockkonzept zur möglichen Verdichtung des Heinrich-Heine-Viertels wurde von Bürgern aufmerksam studiert und heiß diskutiert. Gewünscht hätte man sich schon, dass sich noch mehr der zahlreichen Akteure im Gebiet am Fest beteiligen. Man vermisste beispielsweise Initiativen wie den Spreeacker e.V., die Spreefeld eG, die Berolina-Genossenschaft oder die WBM als wesentliche Eigentümer im Gebiet, auch Vertreter des Märkischen Museums mit seinen interessanten Vorhaben und Aktivitäten wären hier gewiss vielen Neugierigen begegnet.

Dennoch: die Mischung war bunt. Junge und Alte, Familien mit Kindern, Menschen mit und ohne Handicaps, Luisenstädter von Kreuzberger und von Mitte-Seite waren gekommen.

Und auch die Clubszene war vertreten: Dimitri Hegemann, Betreiber des Technoclubs »Tresor« im Heizkraftwerk an der Köpenicker war da, hielt sich lange am Stand des KoSP und der Betroffenenvertretung auf und legte am Ende noch prima Musik vom Band auf. Neben dem bejubelten Auftritt von Toni, der mit dem Charisma eines Rockstars seine Songs schmetterte, gehörte es zu den schönsten Szenen des Festes, wie die Kids vom CaritasWohnen selig zu Songs von Billy Idol und Iggy Pop tanzten und Hegemann vergnügt die Regler bediente.

Tolles Fest.

 

Ulrike Steglich in der ecke 5/2016 (hier herunterladen)

Bild oben: Volker Hobrack vom Bürgerverein stellt kritische Fragen an Dr. Hanke, Bezirksbügermeister Berlin Mitte

Collage_BVLSommerfest_2016

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