• Die Blindenanstalt in der Oranienstraβe

    ABGESAGT

    Veranstaltung muss aufgrund der Corona-Situation leider ausfallen und wird im zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

     
    Samstag, 22. Januar 2022 -  11.00 - 13.00 Uhr

    Führung durch Frank Schönfeld (Betriebsleiter)

    Treffpunkt: Verkaufsladen der DIM 26, Oranierstr. 26, 10999 Berlin


    Mitarbeiter der Werkstatt. Foto: Claudia Hertel
    Die Blindenanstalt in der Oranienstraße 26 geht auf das Jahr 1902 zurück. Das Gebäude stammt aus den Jahren 1863/64 und diente vorher als Gemeindeschule. Im Haus der nun ehemaligen "Blindenanstalt" werden heute unterschiedlichste Nutzartikel wie Bürsten und Besen, Körbe und Flechtwaren in erstklassiger Handwerkstraditon hergestellt.
     
    Seit 1998 sind die Werkstätten weltweit bekannt, denn seitdem werden hier Designprodukte - wie Lampenschirme, Bilderrahmen oder Kartonkästchen - aus Natur- und Kunststoffmaterialien hergestellt, die sogar in Museumsshops in New York, London und Tokio zu finden sind und die im hauseigenen historischen Laden DIM 26, aber auch direkt in den Werkstätten an Kunden oder Händler verkauft werden.
     
    Im letzten Sommer feierte DIM Die imaginäre Manufaktur ihr zehnjähriges Bestehen.Die Werkstätten werden heute von der Union Sozialer Einrichtungen gGmbH betrieben.
     
    Bei der Führung werden sowohl der Verkaufsladen als auch die Werkstätten besichtigt
     
     
    Die Anzahl der Teilnehmer ist coronabedingt leider begrenzt. 
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    Eine Anmeldebestätigung wird erst kurz vor dem Veranstaltungstermin (ca. 7 Tage vorher) erteilt. 
    Alle Corona-Bestimmungen sind einzuhalten.
     
     
  • Das Cemevi und die Alevitische Gemeinde zu Berlin

    Samstag, 5. Februar 2022 -  10.30 Uhr

    Präsentation durch ein Mitglied der Gemeinde

    Treffpunkt: Foyer des Cemevi (Gemeindezentrum), Waldemstraße 20, 10999 Berlin
     

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    Innenbereich Alevitische Gemeinde zu Berlin e.V. Foto: Claudia Hertel 2021
    Seit 1979 gibt es die Alevitische Gemeinde zu Berlin e.V.
    Seit 1999 befindet sich das Cemevi, wie die Aleviten ihr Gemeindezentrum nennen, in der Kreuzberger Waldemarstrasse. Das Alevitentum ist eine dem Islam nahestehende Glaubensrichtung. Zu seinen Maximen gehört die Gleichwertigkeit aller Menschen, der Respekt vor jedem Einzelnen und Respekt aller Kulturen. Humanistische Aspekte wie die Bekämpfung von Armut und ein Zugang zu Bildung und Erziehung spielen eine wichtige Rolle.
     
    Die Religionsgemeinschaft der rund 70.000 Berliner Aleviten befasst sich mit Kultur, Bildung und Glaube, aber auch mit den Problemen und Interessen ihrer Mitglieder. Diese kommen aus verschiedenen Landesteilen der Türkei mit jeweils eigenen Traditionen und Sprachen. Die Gemeinde ist sich dieser Pluralität bewusst und setzt sich für die Erhaltung und Pflege dieser Vielfalt ein.
     
    Durch gesellschaftliches Engagement besteht seit vielen Jahren eine enge Zusammenarbeit mit der Berliner Verwaltung und mit anderen gesellschaftlichen Initiativen.
     
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  • AG GRÜN FÜR LUISE: „Landunter“ im Engelbecken… und Wassermangel an Land 

    Reiher: Foto: Petra Falkenberg
     
     


    Schwanenpaar mit einem Jungschwan. Foto: Petra Falkenberg
    Engagement für die Stadtnatur in der Luisenstadt wird bekanntlich schon seit Jahren ausgeübt. Gerade kürzlich haben tierschützende Aktivisten wieder Schwäne vom Engelbecken zum Landwehrkanal transportiert, weil das im Engelbecken lebende Elternpaar, wie in den Jahren davor, anfing, seine Jungen aus dem begrenzten Lebensraum „wegzubeißen“.  Wasser ist ja im Moment im Engelbecken, der Jahreszeit entsprechend, ausreichend vorhanden. Ob seine Qualität sich verbessert hat und ob die vom Bezirksamt Mitte letzten Herbst in den Teich eingebrachten Röhrichtinseln von Nutzen sind, können wir als Laien schlecht einschätzen. Nur so viel: Die Gabionengitter auf den Inseln haben dem Druck der darauf sitzenden größeren Wasservögel nicht standgehalten und sind nun ziemlich demoliert. Auch das Röhricht scheint nicht so richtig zu gedeihen. Da sieht die Röhrichtinsel im Urbanhafen deutlich besser aus. 
     
     
      
     


    Röhrichtinsel im Urbanhafen. Foto: Petra Falkenberg

    Über den Wasserhaushalt an Land machen wir uns viele Gedanken. In den vergangenen drei Sommern haben wir uns – aufgefordert durch die Umweltämter - bemüht, möglichst viele Straßenbäume, die für unser Stadtklima so wichtig sind, mit ausreichend Wasser zu versorgen. Dabei haben wir größtenteils Hydranten angezapft. 

    So konnten bei festen Gießterminen viele Kubikmeter Wasser an Straßenbäume, z.B. am Heinrich-Heine-Platz, gebracht werden. Einzelne, die Wasser in Gießkannen oder Eimern zu „ihrem“ Baum tragen wollen, wenn sie gerade die Zeit dazu haben, fragen sich weiterhin, woher sie das Wasser nehmen sollen.  Das Anbringen von Gießsäcken hat sich u.a. aus diesem Grund nur teilweise bewährt. Manche Säcke wurden auch entwendet oder haben die Saison wegen Beschädigungen nicht überstanden. 

    Ein Problem ist andererseits, dass wir aus den Hydranten wertvolles Trinkwasser entnehmen, welches wegen starker Untergrundverdichtung oder verwilderter, vermüllter oder völlig fehlender Baumscheiben beim Gießen direkt in den nächsten Gully läuft. Die wenigen Notwasserbrunnen in der Luisenstadt muss man mit der Lupe suchen und von denen ist auch noch die Hälfte nicht nutzbar. Die Notwasserentnahmestellen mit den von Hand zu bewegenden Schwengelpumpen, die unabhängig vom Trinkwasserleitungsnetz Grundwasser fördern, werden aber dringend benötigt, nicht nur weil sie die Wasserversorgung aus Zivilschutzgründen garantieren, sondern auch Stadtnatur-Aktivisten in die Lage versetzen, Straßenbäume oder kleine grüne Oasen in Wohnnähe vor dem Vertrocknen zu bewahren. 

    Wir fordern deshalb von den Straßen- und Grünflächenämtern die dringende Sanierung und auch eine Erweiterung des Netzes der Notwasserbrunnen in der Luisenstadt.  

    Bis dies hoffentlich bald passiert, müssen wir uns etwas einfallen lassen. Vielleicht sollte man an mehreren Orten große Regentonnen aufstellen?  

    Ihre Ideen sind gefragt (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). 

     PF
     
     
  • GRUN FÜR LUISE dankt allen fleißigen Helfern…

    Vielen Dank allen fleißigen Helfern, die kürzlich an einem Samstagvormittag unserem Aufruf zur Götterbaum-Razzia gefolgt sind.  Bei der Aktion des Bürgervereins Luisenstadt e.V.  konnten viele unerwünschten Sämlinge des hier nicht heimischen und stark wuchernden Gehölzes – im dritten Jahr in Folge – aus verwilderten Ecken öffentlicher Grünanlagen in der Luisenstadt erfolgreich entfernt werden.  20 Säcke Laub, vor allem von den durch die Miniermotte geschädigten Kastanien neben einem Spielplatz, kamen dann auch noch zusammen.

     

     
  • Info-Website des Umwelt- und Naturschutzamtes (Mitte) zum Engelbecken

    Die Info-Webseite des Bezirksamtes Mitte für das Engelbecken wurde freigeschaltet.
     
  • AG Grün für Luise

    Unsere AG Grün für Luise startet die Saison "Wir gießen mit Ihnen die Bäume in der Nachbarschaft". Termine im Programmkalender (rechts)

2021 ThomaskircheBild: Für Pfarrer Christoph Heil war eine seiner ersten Aufgaben die Segnung des Turmkreuzes beim Aufsetzen auf die Laterne am 31. März 2021 - in 55 Metern Höhe (Foto: Claudia Hertel)Weihnachts- und Winterpause erzwangen die Unterbrechung der Bauarbeiten. Die Wetterplanen wurden erst Ende Februar 2021 gelüftet für die Wiederaufnahme der Maurerarbeiten. Sie müssen allerdings zu jedem Feierabend erneut festgezurrt werden, weil immer wieder Frostnächte drohen.

Erst der März lässt längere Arbeitsperioden zu. Das sichtbare Sockelmauerwerk schließt in 3 Metern Höhe in einem dickeren Ring von Formsteinen ab. Hier endet der zweischalige Aufbau des Mauerwerks, das nun einschalig weiter aufgeführt wird.

Der Formsteinring bildet einen wulstförmigen Verzierungsring, der an der dicksten Stelle einen Durchmesser von 1,68 Meter aufweist. Die Formsteine sind speziell nach den abgebrochenen Originalen gebrannt worden. Auch die zur vertikalen Verzierung hochgeführten Halbrundsteine sind nachgefertigt und den Originalen gleich. Sie bilden 12 aufstrebende Verzierungslinien, die die konische Gestaltung des Schaftes betonen.

Insgesamt sind 5 verschieden Formsteine originalgetreu nachgebaut und verarbeitet worden. Ab dieser Höhe wird der weitere Mauerwerksaufbau auch mit Klinkern fortgeführt, aber die Außenfläche nicht mehr als Klinkersichtfläche gestaltet, sondern mit frostfestem Mörtel geglättet.

Für die Spezialisten vom Klinkerbau ist damit fast alles getan. Ihnen folgen die Klempner, um auf dem letzten Teil des Schaftes ihre Verblechungen anzubringen. Sie bestehen aus Kupferblech. Das muss konisch zugeschnitten und an den Kanten umgebogen werden und wird durch Falzungen gesichert. Sie machen das als Witterungsschutz und fangen damit im Sockelbereich an.

 


Danach geht es am oberen Schaftmauerwerk weiter


Bei dem ständigen Wind und den jetzt noch im April herrschenden niedrigen Temperaturen eine anstrengende Arbeit. Die Metalloberfläche ist jetzt sehr schön anzusehen in ihrer glänzenden, rotbraunen Färbung. In ein paar Jahren wird sie verwittert sein und sich grünlich darstellen. So sieht nämlich die historische Turmkugel aus Kupferblech aus, die als altes Bauteil der abgetragenen, brüchigen Laterne wieder verwendet wird. Ein schöner Farbkontrast und ein gutes Beispiel gelungener Rekonstruktion.

Vorher werden noch die Führungshülsen für das Turmkreuz in den Laternenkopf eingepasst. Sie müssen das Turmkreuz aufnehmen, das selbst noch einmal 3,5 Meter hoch ist. Doch vor dem Einfädeln des Turmkreuzes werden die Kartuschen in die Turmkugel eingefügt.

Das sind drei Kartuschen, historische Metallzylinder aus Kupferblech, und eine neue Kartusche der jetzigen Thomasgemeinde aus demselben Material. Die drei alten Kartuschen kommen ungeöffnet wieder an ihren alten Aufbewahrungsort.


Die vierte, neue Kartusche enthält Zeitzeugnisse der St. Thomas-Gegenwart mit den Bauzeichnungen der neuen Laterne von 2020, dem letzten Exemplar des Thomasboten und diversen Fotos.


Um danach im vorletzten Arbeitsgang das Turmkreuz mit über 150 Kg montieren zu können, muss ein zusätzliches Hebezeug über dem obersten Arbeitsgerüst angebaut werden. Nur mit dessen Hilfe lässt sich die schwere Last millimetergenau einfädeln.

Das Turmkreuz ist das zweite historische Bauteil, das von der alten Laterne übernommen und wieder eingebaut wird. Es leuchtet bei Sonnenschein wieder in Goldgelb, nachdem es über den Winter eine Metallrestauration mit Entrosten, Verzinken, Korrosionsschutz und neuem Farbauftrag erfahren hat.

Eine Besonderheit der Gesamtkonstruktion der Laterne aus der Bauzeit vor über 150 Jahren wurde erst beim Abbau des brüchigen Mauerwerks entdeckt. Ein schmiedeeisener Anker, als gewichtsbelastete mittige Seele der Laterne, sorgte für eine gewisse Vorspannung und damit Stabilität des gemauerten Aufbaus.


Doch, wo war das Gewicht geblieben am unteren Haken?


Es war nicht aufzufinden. Um beim Wiederaufbau diese Vorspannung wieder aufzubauen, wurde vom Statiker festgelegt: Einbau einer neuen Gewindestange als mittige Seele, oben und unten mit Befestigungsplatten gesichert und mit einer definierten Vorspannung justiert. Damit ist der ursprünglich vom Baumeister vorgesehene Aufbau nachempfunden und ohne zusätzliche Baumasse wieder hergestellt.

Nun bleiben als restliche Arbeiten noch die Montage des Blitzschutzes und das Anbringen von Taubenvergrämungen, bevor der Rückbau des riesigen Gerüstes erfolgen kann. Auch das erfordert noch einmal ingenieurmäßige Planung und Erfahrung, weil das zweigeteilte Gerüst sowohl an den Fassaden durch Anker arretiert ist als auch durch Aufsetzbohlen auf dem Schrägdach über dem Tambour.

Ankerlöcher müssen wieder geschlossen und Aufdruckstellen der Dachhaut gedichtet werden. Ein Turmdrehkran ist für den Abbau genauso erforderlich wie vorher für den erfolgten Aufbau. Und für seine Aufstellung im Straßenland braucht es auch wieder eine behördliche Genehmigung.

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Ende Mai 2021 könnten die Gerüste fallen (Foto: Claudia Hertel)

Voraussichtlich ist ein Ende der Baumaßnahme im Mai 2021 zu erreichen. Respekt vor den Bauleistungen des Planungsbüros, des Statikers, der Gerüstfirma, der Spezialfirma für Klinkerbau, der Klempner, Schosser und Metallrestauratoren.


Die geistliche Begleitung
des Baugeschehens war von Anfang an gegeben


Der Gemeindekirchenrat, die Pfarrer und viele Gemeindemitglieder zeigten ihr Interesse an den Baumaßnahmen und nahmen Fragen und Probleme mit in ihre Fürbitten.

Über Weihnachten wurde das Turmkreuz in der Thomaskirche seitlich vom Altar aufgestellt. Es war für alle Gottesdienstbesucher und Gelegenheitsbesucher der tagsüber offenen Thomaskirche das sichtbare Zeichen: Die Kirchturmspitze wird erneuert! Eine Spendenbüchse stand daneben.

Mit einer Andacht wurde am 19. Februar 2021 das Füllen und Verschließen der neuen Kartusche für die Turmkugel begleitet. Während der Schlosser die Kartusche luftdicht zulötete, sprach Pfarrerin Friederike von Kirchbach Segensworte.

Es war eine ihrer letzten Aufgaben für die Thomasgemeinde vor ihrem altersbedingten Ausscheiden aus dem Kirchendienst. Für den nachrückenden neuen Pfarrer Christoph Heil war eine seiner ersten Aufgaben die Segnung des Turmkreuzes beim Aufsetzen auf die Laterne am 31. März 2021 - in 55 Metern Höhe.

Volker Hobrack (16. April 2021)

Auch die Website von St. Thomas hält schön illustrierte Informationen bereit:

www.StThomas-Berlin.de