Vandalismus Kanal

Die im Offenen Brief von Anwohnerin Liane Bruckhaus und dem Betreiber des Cafés am Engelbecken, Cheena Riefstahl, genannten Beschwerdepunkte sind in jeder Einzelheit schlimm genug und völlig berechtigt.
Ähnliche Beschwerden führen wir vom Bürgerverein seit Jahren gegenüber dem Bezirksamt. Es ist schon ein Erfolg vom Grünflächenamt beim Bezirksamt Mitte (Fr. Tielscher) überhaupt eine Antwort zu bekommen.

Das Grundübel bei allen Grünanlagen sind die sehr knappen Instandhaltungskosten bzw. Pflegekosten.

Unser Verein hat 2015 die Ferdinand-von-Quast-Medaille bekommen für unsere Bemühungen um das Engelbecken. In meiner Erwiderungsrede zur Auszeichnung habe ich ausdrücklich mehr finanzielle Mittel für Instandhaltung und Pflege gefordert, da die in keinem angemessenen Verhältnis zu den Investitionskosten stehen. Darauf gehen weder das Landesdenkmalamt noch die einschlägigen Behördenabteilungen im Bezirksamt und im Senat ein.

Trotzdem wollen wir weiter dran bleiben und unterstützen jegliche konkreten Forderungen zur Verbesserung der Wasserqualität, zur Beseitigung von Vandalismusschäden, zur Beseitigung von Graffity u.a. gern.

Wir haben beim Sommerfest am 30. Juni 2017 die Gelegenheit den Bürgermeister von Mitte zu befragen.

Zu den Bemühungen um ein neues Schwanenhaus gratulieren wir den Erstellern des Offenen Briefes. Das Schwanenhaus sollte gut schwimmen können und fest verankert werden. Schon mehrmals haben wir es aufrichten und festzurren müssen. Vandalismus von jungen Idioten lässt sich wohl nicht verhindern.

Volker Hobrack, Vorsitzender


"Vandalismus" ist ein leider sehr häufig vorkommender Begriff auch auf unserer Website. Lesen Sie dazu hier weiter.

Fotocollage oben:

Nicht nur das Engelbecken, das gesamte Naturdenkmal "Luisenstädtischer Kanal" ist fortwährendem Vandalismus ausgesetzt. Diese Aufnahmen entstanden im Jahr 2016

>>> Fotos groß anschauen


Ein weiterer Anwohner mit direktem Blick auf das Engelbecken ist Wieland Giebel. Wieland betreibt einen Blog im Internet - dort nimmt auch er Stellung zur Vernachlässigung des Engelbeckens. Ihm missfällt besonders, dass sich Grüne-PolitikerInnen vor dem Engelbecken drapieren, um damit in den Bundestagswahlkampf zu starten (Foto: Giebel):

Gruene Ramona Pop am Engelbecken 550

Lesen Sie den Blogbeitrag "Grüne Stadträtin Sabine Weißler kümmert sich um nichts — das Engelbecken verkommt" (Seite etwas scrollen)


Der o.g. Offene Brief im Original (PDF)


Und der Pressespiegel

- Berliner Zeitung (21.6.17): Müll am Engelbecken Anwohner und Café-Betreiber fürchten zweiten Görli

- Der TAGESSPIEGEL (25.6.17): "Berlins Grünanlagen - Trübe Aussichten am Engelbecken"


 

 

 

Kommentare  

#1 Oliver 2017-06-24 00:36
Im Schutz der Dunkelheit ...

Es hat natürlich seinen Charme, wenn ein Gebiet nicht ausgeleuchtet ist wie ein Fußballstadion. Hingegen passieren die allermeisten Delikte dieser Art genau in jener dunklen Stunde.

Ansonsten hätte man bereits bei der Erstausstattung auf vandalismuserprobte Stadtmöbel setzen können: Stahlbänke, einfache dafür fixierte Mülleimer und eine Rundumbeleuchtung welche nicht nur sporadisch funktioniert.
-1 #2 Ben 2017-06-24 13:53
Um Himmelswillen, Stahlbänke, womöglich aus Edelstahl ... nein .. die Begegnungszone in Schöneberg ist gerade deswegen auch daran gescheitert. Auch optisch ... naja.

Warum nicht Arbeitsplätze für Wachschutz schaffen?

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Sa 23·März 2019: Buchvorstellung - "Warum ich Nazi wurde". Biogramme früher Nationalsozialisten

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Professor Abel sprach ausgezeichnet deutsch. Er war, als er im Jahr 1933 seine Familie in Polen besuchte, auch in Berlin und stellte hier fest, dass viele Nazis gern über ihre "Kampfzeit" sprachen.

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Berliner Bürgervereine fordern: Bauherrenvielfalt und Rekonstruktionen am neuen Molkenmarkt!

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Fünf Berliner Bürgervereine finden das überhaupt nicht gut und melden sich mit einer erneuten, dringlichen Forderungen an die Baupolitiker...

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Das Taut-Haus am Engelbecken weiht eine öffentliche Dauerausstellung ein - wir sind dabei

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Als “Kritik am Luxusobjekt” wurden mehrmals die großen Schaufenster im Erdgeschoß zur Zielscheibe von Steine- und Farbbeutelwerfern, Baustellenabzäunungen wurden in unmittelbarer Nähe des Hauses in Brand gesteckt.

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Liebe Freund*innen der Luisenstadt,

mehr als 2.000 historische Litfaßsäulen verschwinden gerade aus dem Berliner Stadtbild. Der Abbau der vertrauten Säulen ist schon ein großer Verlust an Stadtgeschichte.

Am Michaelkirchplatz ist die erste schon weg, an der Michaelkirchstraße ist die zweite schon blind geklebt.

In der Köpenicker Straße sind 5 Litfaßsäulen ebenso mit grünem Papier stillgelegt.

Das Unternehmen Wall muss sie alle abbauen - so will es der Berliner Senat.

Das Irre ist dabei, dass andere neue Säulen von einer Stuttgarter Firma gebaut werden sollen, 1.500 Stück - aber dicker als die Klassiker und mit künstlicher Beleuchtung.
Siehe Berliner Zeitung von heute (29.1.19; Link unten).

Wer macht noch Fotos von den letzten bestehenden Litfaßsäulen in der Luisenstadt? Wer hat noch alte Abbildungen, Ansichtskarten, Fotos.
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