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Liebe Mitglieder und Freunde des Bürgervereins Luisenstadt, liebe Anwohner,

zum Jahreswechsel wünschen wir Ihnen allen alles Gute für Gesundheit, Familie, Arbeitsplatz und Nachbarschaft.

Eine gute Entwicklung wünschen wir uns auch für die Luisenstadt als gemeinsamen Stadtteil von Kreuzberg und Mitte.

  1. Der erfolgreichen Einführung der Parkraumbewirtschaftung in Mitte folgt voraussichtlich in ein bis zwei Jahren dieselbe Maßnahme auf Kreuzberger Seite.
  2. In beiden Stadtbezirken wird jetzt rege gebaut, fast alle Brachen sind inzwischen zu Baustellen geworden. Auf der größten freien Fläche des früheren Grenzstreifens zwischen Sebastianstraße und Stallschreiberstraße steht ein großer Wohnkomplex kurz vor der Fertigstellung.
  3. Mit dem privaten Investor konnten wir vereinbaren, dass auf dem benachbarten Luisenstädtischen Kirchpark die Umrisse der früheren Luisenstadtkirche durch Gehwegplatten und Eckbeflanzungen wieder kenntlich gemacht werden. Im Frühjahr wollen wir gemeinsam eine Einweihungsfeier durchführen.
  4. Zur Entwicklung des Grünzuges Luisenstädtischer Kanal ist anzumerken, dass die notwendigsten Pflegemaßnahmen durch die Grünämter zwar erfolgen, aber eine durchgehende Verbesserung nicht festzustellen ist. Besonderes Augenmerk wäre auf die Wasserqualität des Engelbeckens zu richten, der Verschmutzung und Überpopulationen bei Schildkröten, Fischen und Wasservögeln. Koordiniertes, bürgerschaftliches Engagement ist hier notwendiger als bisher.

  5. Ebenso skeptisch stehen wir den Ergebnissen des Baubooms gegenüber, der bisher weder hier noch dort zu mehr bezahlbarem Wohnraum geführt hat. Die gegenwärtigen Bemühungen der Verwaltungen, den Mietenanstieg zu dämpfen, zeigen eher kümmerliche Ergebnisse.
  6. Für andere große Sanierungsfälle zeichnen sich Änderungen ab. Am Komplex "Eisfabrik" hat der ausländische Investor vor einem halben Jahr mit der Instandsetzung der Wohngebäude begonnen, für das Ruinengelände des früheren Postfuhramtes gibt  es nach Verringerung des Seveso-Sicherheitsabstandes eine Reaktivierung der acht Jahre alten Baupläne und für die seit zehn Jahren leer stehende Grundschule Adalbertstraße ist die Ausschreibung für einen Neubau auf den Weg gebracht worden. Alles verläuft langsam, aber immerhin sind Fortschritte spürbar.
  7. Für das Projekt "Durchgehender Spreeuferweg" ist das Sanierungsziel noch nicht sichtbar. Grundstücksankäufe sind getätigt, doch die Instandsetzung der Uferbefestigungen stehen noch aus, ebenso der Wettbewerb zur Gestaltung des Uferweges. Das angehängte Foto zeigt den Bereich entlang der Spree zwischen der Genossenschaft Spreefeld und Schillingbrücke. Die Luftaufnahme zeigt keine Veränderungen seit mehreren Jahren und ein Rundumfoto aus Fußgängerperspektive würde auch nur Bestehendes widergeben.

Für das vor uns stehende Jahr haben wir uns viel vorgenommen:

  1. Projekt Erinnerungszeichen Lilienthal (Partner: WBM)
  2. Stelen Historischer Pfad Heinrich-Heine-Viertel (Partner: WBG Berolina)
  3. Verkehrskonzept Südliche Luisenstadt (Organisation durch Stattbau Kreuzberg)
  4. Fortschreibung der Geschichte der Luisenstadt in den Jahren nach der Wiedervereinigung
  5. 30 Jahre Mauerfall, Mitwirkung in den lokalen Sanierungsgremien u. a.

Sie haben eigene Vorschläge für unsere Arbeit? Der Bürgerverein Luisenstadt sucht immer gern neue aktive oder fördernde Mitglieder. Beispielsweise suchen wir jemanden mit etwas Zeit für einfache Büroarbeit (etwa 2 Stunden / Woche),  aber auch, um im Kreis unseres Vereinsvorstands mitzuarbeiten. Schreiben Sie uns, besuchen Sie uns.

Ein gutes Neues Jahr wünscht

Volker Hobrack (Vorstand)


 

 

 

Unsere Publikationen · Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Luisenstaedtischer Kanal Cover   Cover Die Luisenstadt
Lange vergriffen, wir haben es wieder herausgebracht: In einer um 24 Seiten erweiterten 3. Auflage. Bestellen Sie bei uns im Büro, im Buchhandel oder in Ihrer Buchhandlung - Mehr Info   Lange vergriffen, wir haben es erneuert und wiederaufgelegt. Bestellen Sie bei uns im Büro, im Buchhandel oder in Ihrer Buchhandlung - Haben Sie es schon? - Mehr Info
eisfabrik neu   Historischer Pfad Cover
Unsere Geschichts-Broschüre "Die Eisfabrik - gestern · heute · morgen". Viele historische, seltene Abbildungen. Hier formlos per eMail im Büro bestellen. Mehr Info   Unsere Geschichts-Broschüre "Ein historischer Pfad im Heinrich-Heine-Viertel". Viele historische, seltene Abbildungen. Hier formlos per eMail im Büro bestellen. Mehr Info

Lesen Sie unsere Leseproben hier und über Weitere Publikationen zur Luisenstadt


Interview mit Kisch & Co

„Wir wollen hier bleiben…“ - Wie geht es weiter mit Kisch & Co. und der Oranienstraße?


Foto: Matthias Reichelt

Interview mit Thorsten Willenbrock am 21.5.2021

BVL: Vor einem Monat, am 22.4.2021, hat das Landgericht Berlin Kisch & Co zur Räumung eurer Buchhandlung in der Oranienstraße 25 verurteilt. Dagegen konnte innerhalb eines Monats Berufung eingelegt werden. Habt ihr das getan?

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Gentrifizierung in der Luisenstadt am Beispiel der Buchhandlung Kisch & Co.

Der Begriff Gentrifizierung kommt aus dem Englischen und wird seit den 1960er Jahren zur Charakterisierung von Veränderungsprozessen in städtischen Bereichen benutzt. Gegen Veränderung als solche ist erst einmal nichts einzuwenden, es kommt aber darauf an, in welche Richtung sie geht und wer letztlich davon profitiert.

Das Deutsche Institut für Urbanistik erläutert den Begriff Gentrifizierung und die damit einhergehenden Prozesse eingängig und gut nachvollziehbar: "Abgeleitet vom englischen Ausdruck "gentry" (= niederer Adel) wird .. (Gentrifizierung) zur Charakterisierung von Veränderungsprozessen in Stadtvierteln verwendet und beschreibt den Wechsel von einer statusniedrigeren zu einer statushöheren (finanzkräftigeren) Bewohnerschaft, der oft mit einer baulichen Aufwertung, Veränderungen der Eigentümerstruktur und steigenden Mietpreisen einhergeht.

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Vorbeigegangen … an Paul Lincke

Paul Lincke in der Oranienstraße

Paul Lincke, geboren 1866 in Berlin, gestorben 1946 in Hahnenklee-Bockswiese bei Goslar, wohnte jahrelang in der Oranienstraße 64. An der Stelle, an der das Haus stand, hängt heute eine Gedenktafel.

Wer von uns kennt nicht seine Lieder wie "Bis früh um fünfe, kleine Maus" oder "Berliner Luft" oder seine Operetten wie "Frau Luna".

Immer wieder kreuzte auch sein beruflicher Weg die Luisenstadt. So fand er sein erstes Engagement als Fagottspieler im Central Theater in der Alten Jakobstraße und spielte unter anderem auch im Parodie-Theater in der Oranienstraße.

Viele seiner Stücke wurden in einem der vielen Revuetheater aufgeführt, die es um den ersten Weltkrieg herum in der Luisenstadt gab.

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Leseprobe: "Das Taut-Haus am Engelbecken, ein Denkmal"

 

Das Taut-Haus im Jahr 2011 als Baustelle - Foto: Archiv Bürgerverein

Text: Elisabeth Masé

1927 beauftragte die Zentralverwaltung des Deutschen Verkehrsbundes den Architekten Bruno Taut mit dem Bau eines imposanten Bürogebäudes am Engeldamm/Ecke Michaelkirchplatz. Es wurde 1932 vom Architekten Max Taut, Bruno Tauts Bruder, und dem Architekten Franz Hoffmann in Form eines viergeschossigen Rechtecks mit zwei umschlossenen Innenhöfen fertiggestellt.

Bruno Taut, ein enthusiastischer Verehrer der Russischen Revolutionsarchitektur, lebte zu diesem Zeitpunkt bereits in Moskau und richtete für die dortige Stadtverwaltung ein Büro für Neubauten ein. Doch aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten und enttäuscht von der sowjetischen Architekturentwicklung kehrte er 1933 nach Berlin zurück, wo er, kaum angekommen, vor den Nationalsozialismus nach Japan fliehen musste.

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Video: Die Allianz Neue Waisenbrücke fordert die Fertigstellung bis 2025

Der Brückentag am 14. Mai 2021 – organisiert durch die Allianz Neue Waisenbrücke – wurde nun filmisch dokumentiert.

Im Youtube Channel des Stadtmuseums ist das 3:35 Minuten kurze Video veröffentlicht und trägt den Titel "Neue Waisenbrücke – Berlins historische Quartiere wieder verbinden":

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Verkehrsplanung für die Oranienstraße jetzt in diesem Film

Abbildung: Screenshot Youtube

Die planende STATTBAU GmbH hat im Namen und im Auftrag des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg einen Film zur Verkehrsplanung in der Oranienstraße online gestellt.

Der Beitrag ist Teil des umfänglichen Beteiligungsverfahrens und soll die daraus entwickelten Planungsergebnisse vorstellen.

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