Stadtteilzeitung ecke koepenicker Nr 6 Dez Jan 2020 300

Sozialstudie hilft aber bei der Durchsetzung sozialer Sanierungsziele

Das Gebiet östlich der Heinrich-Heine-Straße wird vermutlich nicht als Milieuschutzgebiet festgelegt.

Die Büros, die in den vergangenen Monaten detaillierte Untersuchungen der Sozialstruktur im Gebiet vorgenommen haben, werden das nicht empfehlen können.

Präzisiert werden sollen jedoch die sozialen Sanierungsziele im Sanierungsgebiet Nördliche Luisenstadt. In Milieuschutzgebieten können die Bezirke zusammen mit dem Land Berlin sehr weitgehend in den Immobilien-markt eingreifen und zum Beispiel bei Verkäufen von Mietshäusern ein Vorkaufsrecht geltend machen, die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen zeitweilig untersagen oder Luxusmodernisierungen verhindern.

Ohmstrasze 600

Bürgerinformationsveranstaltung

Das Straßen- und Grünflächenamt von Berlin-Mitte lädt ein zur Vorstellung der Planungen zur Neugestaltung der Ohmstraße.

Die Ohmstraße soll durch bezirkliche Mittel zu einem verkehrsberuhigten Bereich umgebaut werden. Das Straßen- und Grünflächenamt Mitte hat hierzu einen Vorentwurf erarbeitet und möchte nach einer Vor-Ort-Begehung die geplanten Umgestaltungsmaßnahmen im Stadtteilladen dialog 101 vorstellen und gemeinsam mit Ihnen diskutieren.

Bezirksamt Mitte und das Koordinationsbüro KoSP laden Sie also pflichtgemäß zur Teilnahme an der Veranstaltung ein.

Vattenfall Abriss Info 2 Grafik

Falls Sie als Anwohner in der Nähe des Heizkraftwerkes von Vattenfall wohnen und diesen Info-Flyer nicht erhalten haben, hier auf unserer Homepage ist dieser einzusehen.

Die Anwohnerinformation erklärt das Vorhaben von Vattenfall, den Abbruch des alten Heizwassererzeugers auf dem Gelände zwischen Runge-, Ohm- und Köpenicker Straße.

WBM Melchior Skizze korrekt abgesagt

 

Die Bürger-Informationsveranstaltung zu einem Wohnungsneubauvorhaben der WBM im Block Melchiorstraße Ecke Engeldamm wurde zwei Tage vor dem Termin abgesagt.

Der Rundgang mit Bezirksstadtrat Ephraim Gothe und die Ausstellung in der St. Michael-Kirche entfallen ebenso wie die "WBM-Mieter*innen-Werkstatt".

Grund: Dieses Bauvorhaben wird aufgrund des bislang noch nicht vorliegenden positiven Bescheids zur Bauvoranfrage durch das Bezirksamt Mitte sowie WBM-interner Entscheidungsprozesse vorerst zurückgestellt.

Nutzungskonflikte in der Nördlichen Luisenstadt Cover

Dass wir auf diesen Abschlussbericht der Untersuchung zu Nutzungskonflikten in der Nördlichen Luisenstadt "sehnsüchtig" gewartet haben, das wäre sicher übertrieben.

Nun ist der wissenschaftliche, dennoch auch lesbare Bericht fertiggestellt und veröffentlicht worden. Nutzer und Anwohner der Köpenicker Straße können nun genauer hinschauen, was und warum vor ihrer Tür passiert.

Konsequenzen aus den Ergebnissen zu ziehen, das obliegt nun dem Bezirksamt Mitte und seinem Präventionsrat *). Doch Bürgerbeteiligung ist auch hier weiterhin gefordert.


Update: Lesen Sie dazu auch aktuell die Ergänzungen der HUB-Forscher in der kürzlich erschienenen "ecke No. 7 Nov/Dez 2018" hier auf unserer Homepage

Und das Berliner Abendblatt berichtete inzwischen ebenfalls:
www.AbendblattBberlin.de/2018/11/17/probleme-in-der-luisenstadt


180613 HH101 Perspektive 700

Die KOsP ist Betreuer für das Förder- und Sanierungsgebiets Nördliche Luisenstadt. Am 4. Juli 2018 fand im nahe gelegenen Hotel Catalonia Berlin Mitte eine Anwohnerversammlung zur künftigen Umgestaltung des Vorplatzes Köpenicker 101 Ecke Heinrich-Heine-Straße statt. Auf der Ecke befindet sich ein öffentlicher Vorplatz, der barrierefrei umgebaut und attraktiver gestaltet werden soll.

Das Bezirksamt Mitte, das Koordinationsbüro KOsP und das beauftragte Landschaftsarchitekturbüro Levin Monsigny haben die AnwohnerInnen auf der Veranstaltung über die Umgestaltung informiert und gemeinsam die aktuelle Planung für die Platzfläche diskutiert.

Während munter weiter über das Blockkonzept "Östliches Heinrich-Heine-Viertel" diskutiert wird, schreitet die bereits seit Jahren laufende Verdichtung in der westlichen Luisenstadt voran.

Die sogenannte Stallschreiber-Brache, ein ehemaliger, breiter Mauerstreifen, der seit dem Mauerfall zur grünen Wildnis gedieh, ist in diesen Tagen platt gemacht worden - als Bauvorbereitung für ein großes Neubau-Blockkonzept an der Grenze zur Otto-Suhr-Siedlung in Kreuzberg. Der Termin ist nicht zufällig - mit dem 1. März ist die offizielle Baumfäll-Saison vorbei.

Zu spät muss nun die Gemeinde der Baumfreunde und Naturschützer über Twitter von den Baumfällungen Kenntnis nehmen:

In 2013 wurde berichtet, dass die Straßen- und Gehwegumbauplanung am Engelbecken und Michaelkirchplatz verbessert werden soll.

Zwischenzeitlich ist einige Zeit ins Land gegangen. BVL Mitglied Jörg Simon hat die Lage nun Anfang 2017 sondiert:

Die Anwohner haben die vielen Beeinträchtigungen durch die Baumaßnahmen mittlerweile überstanden. Die Gehwege rings um den Michaelkirchplatz wurden erneuert, die kleine Verkehrsinsel auf der rechten Seite des Michaelkirchplatzes ist weg, die Gehwege wurden unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten erneuert, d.h. es gibt Streifen stark verdichteten Sands an vielen Stellen. Ob das unter rein praktischen Gesichtspunkten immer eine optimale Lösung ist, möchte ich bezweifeln.

Einladung Stallschreiber Juni 2015 530
Am Luisenstädtischen Kirchpark entstehen ein weitere, teils luxuröse Wohnblöcke. Die Baugrube von "MEINE MITTE" an der Alten Jakobstraße ist bereits betoniert, um die Ecke entlang der Stallschreiber ist ein weiterer großer Block im ehemaligen Niemandsland der Mauer geplant. Gut zu erkennen auf dem Luftbild ist es die grüne Freifläche in der Mitte.

Für den Bereich der Stallschreiberstraße, des Kolonnenweges sowie des zwischenliegenden Abschnittes der Alexandrinenstraße sind daher umfangreiche Sanierungs- und Umgestaltungsmaßnahmen geplant.

Die Straßen und Gehwege um Michaelkirchplatz und Engelbecken (Legiendamm und Leuschnerdamm bis zur Waldemarbrücke) sollen ab Frühjahr 2013 umgebaut werden. Die Verkehrs-AG des Bürgervereins hat das Bezirksamt dazu in einer Intervention zu kurzfristig noch einplanbaren Ergänzungsplanungen aufgefordert. Die Vorschläge wurden im Ausschuss Soziale Stadt, QM, Grünflächen und Verkehr am 20.2. 2013 angehört und werden auf der Sitzung des Ausschusses am 20. 3. erneut beraten.

Das Grünflächenamt Mitte hat unmittelbar nach der Fällung der zwei morschen Bäume drei junge Linden gepflanzt. Noch rechtzeitig vor Schnee und Frost sind sie Anfang der 45. Kalenderwoche in die Erde gekommen und vervollständigen nun die symmetrische Anordnung der Bäume nach historischem Vorbild.

Zu einer Informationsveranstaltung zum aktuellen Stand der städtebaulichen Entwicklung am Kreuzberger Spreeufer sind alle AnwohnerInnen und Interessierte herzlich eingeladen!

Am Dienstag, 4. Dezember 2012 um 18.00 Uhr im Circus Schatzinsel, May-Ayim-Ufer 4.
Gäste: Herr Gothe Staatssekretär, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Herr Schulz Bezirksbürgermeister, Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin, Moderation Stadtteilausschuß Kreuzberg e.V.

Baumfäll Aktion

Auf Veranlassung des Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Carsten Spallek, wurden die zwei Silberahorne vor dem Hauptportal der Michaelkirche gefällt. Die beiden alten Bäume, rechts vor dem Hauptportal neben der denkmalgerechten Lindenallee stehend, standen dem Anwachsen der neu gepflanzten Bäume im Wege. Grundlage war der denkmalrechtliche Bescheid vom Juli 2012.

------

Update August 2013: Neuanpflanzungen stehen noch nicht fest. Wie das Berliner Abendblatt am 10. August 2013 berichtet, weiß das Bezirksamt laut Aussage des stellvertretenden Bürgermeister Stephan von Dassel (Grüne!) nicht, wann und wo in der nahen Zukunft neue Bäume gepflanzt werden.

------

ACHTUNG. Die Arbeit unserer Arbeitsgruppe Stadtentwicklung findet derzeit leider NICHT in regelmäßigen Treffen statt. 
----
Das Motto unseres Bürgervereins lautet:

Mitmachen! Teilhaben! Dabeisein!

Lesen Sie hier alles über unsere Arbeitsgruppe Stadtentwicklung ...

Persönlichkeiten aus der Luisenstadt: Georg Wertheim

Vortrag mit Lichtbildern von Dr. Simone Ladwig-Winters 
Mittwoch 22. März 2023 um 20:00 Uhr 
Treffpunkt: Buchhandlung Moritzplatz im Aufbau Haus, Prinzenstraße 85, 10969 Berlin
 
Warenhaus Wertheim am Moritzplatz - 1914Georg Wertheim, 1854 in Stralsund geboren, eröffnete 1890 sein erstes Berliner Geschäft direkt am Moritzplatz. Schon bald entwickelte er in Zusammenarbeit mit dem Architekten Messel die Idee eines Warenhauses. In der Oranienstraße 53/54 wurde 1894 ein Gebäude errichtet, große Schaufenster lockten die KundInnen. Weitere Filialen folgten, auch ein riesiges Haus am Leipziger Platz. Am Moritzplatz öffnete 1913 ein moderner Neubau seine Pforten.
 

Georg Wertheim und seine Familie kannten als Juden antisemitische Angriffe. Die Taufe half wenig dagegen. Aber nachdem die Nazis 1933 an die Macht gelangt waren, wurde das Unternehmen immer heftiger attackiert. Der Name verschwand. Georg Wertheim selbst musste ausscheiden und emigrieren. Das Warenhaus am Moritzplatz wurde im Krieg zerstört - das Ende von Wertheim in der Luisenstadt.

 

Dr. Simone Ladwig-Winters: Expertin für deutsch- und jüdische Geschichte der Neuzeit, Hrsg. von "Anwalt ohne Recht. Das Schicksal jüdischer Rechtsanwälte in Berlin nach 1933" und Autorin von "Die Wertheims. Geschichte einer Familie".

Der Beginn des Rundfunks: Spuren der Radiogeschichte in der Luisenstadt

Vortrag von Dr. Andreas Splanemann
Mittwoch 8. Februar 2023 um 19:30 Uhr 
Treffpunkt: Stadtteilladen dialog 101, Köpenicker Str. 101, 10179 Berlin. U-Bahnhof Heinrich-Heine-Str.
 
Radio E82W von Huth Signalbau 1929Vor knapp 100 Jahren, am 29. Oktober 1923, wurde in Berlin der regelmäßige deutsche Unterhaltungsrundfunk gestartet. Das neue Radio begeisterte und interessierte das Publikum. Bereits ein Jahr später fand in Berlin die erste Große Deutsche Funkausstellung statt. In den Anfangsjahren des Radios war der weitaus größte Teil der deutschen Funkindustrie in Berlin beheimatet. Viele Unternehmen hatten in Kreuzberg und Mitte, so auch in der Köpenicker Straße in den 1920er Jahren ihren Sitz. Mit seinem Vortrag lädt Andreas Splanemann die Zuhörenden zu einer Zeitreise ins Jahr 1923 ein. Er schildert, mit welch einfachen Mitteln der Hörfunk in Berlin begann und wird uns u.a. Adele Proesler vorstellen, die als „Funkprinzessin“ zu den ersten und sehr wenigen Frauen des deutschen Rundfunks gehörte. Und immer wieder führen uns Wege in die Luisenstadt, wo es viele Anknüpfungspunkte zum Radio gab.

 

Dr. Andreas Splanemann: Historiker, Biologe und Radiojournalist, forschte u.a. zu Themen der Berliner Geschichte; seit 1992 Pressesprecher der ÖTV Brandenburg (seit 2001 ver.di-Landesbezirk Berlin-Brandenburg).

Es ist ein beglückendes Gefühl, Bücher machen zu können …

Gespräch mit Wieland Giebel, Leiter des Berlin Story Verlags, am 23.6.2021

BVL:    Unter dem Dach Berlin Story sind vielfältige Aktivitäten zur Geschichte Berlins zu finden: Seit 1997 bis 2016 Buchladen und Museum mit diversen Ausstellungen an verschiedenen Standorten Unter den Linden, seit 2014 der international bekannte Bunker mit Museum in Kreuzberg sowie der Berlin Story Verlag. Er hat seit 2015 seinen Sitz in der Luisenstadt, am Leuschnerdamm 7 mit Blick auf das Engelbecken.

Weiterlesen ...

Video: Die Allianz Neue Waisenbrücke fordert die Fertigstellung bis 2025

Der Brückentag am 14. Mai 2021 – organisiert durch die Allianz Neue Waisenbrücke – wurde nun filmisch dokumentiert.

Im Youtube Channel des Stadtmuseums ist das 3:35 Minuten kurze Video veröffentlicht und trägt den Titel "Neue Waisenbrücke – Berlins historische Quartiere wieder verbinden":

Weiterlesen ...

Verkehrsplanung für die Oranienstraße jetzt in diesem Film

Abbildung: Screenshot Youtube

Die planende STATTBAU GmbH hat im Namen und im Auftrag des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg einen Film zur Verkehrsplanung in der Oranienstraße online gestellt.

Der Beitrag ist Teil des umfänglichen Beteiligungsverfahrens und soll die daraus entwickelten Planungsergebnisse vorstellen.

Weiterlesen ...

Fertigstellung der Laterne auf St. Thomas

Bild: Für Pfarrer Christoph Heil war eine seiner ersten Aufgaben die Segnung des Turmkreuzes beim Aufsetzen auf die Laterne am 31. März 2021 - in 55 Metern Höhe (Foto: Claudia Hertel)Weihnachts- und Winterpause erzwangen die Unterbrechung der Bauarbeiten. Die Wetterplanen wurden erst Ende Februar 2021 gelüftet für die Wiederaufnahme der Maurerarbeiten. Sie müssen allerdings zu jedem Feierabend erneut festgezurrt werden, weil immer wieder Frostnächte drohen.

Erst der März lässt längere Arbeitsperioden zu. Das sichtbare Sockelmauerwerk schließt in 3 Metern Höhe in einem dickeren Ring von Formsteinen ab. Hier endet der zweischalige Aufbau des Mauerwerks, das nun einschalig weiter aufgeführt wird.

Der Formsteinring bildet einen wulstförmigen Verzierungsring, der an der dicksten Stelle einen Durchmesser von 1,68 Meter aufweist. Die Formsteine sind speziell nach den abgebrochenen Originalen gebrannt worden. Auch die zur vertikalen Verzierung hochgeführten Halbrundsteine sind nachgefertigt und den Originalen gleich. Sie bilden 12 aufstrebende Verzierungslinien, die die konische Gestaltung des Schaftes betonen.

Weiterlesen ...