Die Straßen und Gehwege um Michaelkirchplatz und Engelbecken (Legiendamm und Leuschnerdamm bis zur Waldemarbrücke) sollen ab Frühjahr 2013 umgebaut werden. Die Verkehrs-AG des Bürgervereins hat das Bezirksamt dazu in einer Intervention zu kurzfristig noch einplanbaren Ergänzungsplanungen aufgefordert. Die Vorschläge wurden im Ausschuss Soziale Stadt, QM, Grünflächen und Verkehr am 20.2. 2013 angehört und werden auf der Sitzung des Ausschusses am 20. 3. erneut beraten.

Zum Hintergrund: Die vorliegende Ausführungsplanung aus dem Sommer 2012 der Gruppe Planwerk, mit deren Umsetzung bereits im Frühjahr 2013 begonnen werden soll, ist in zwei Grundstückseigentümerversammlungen diskutiert worden. In diesen wurde von vielen Seiten Maßnahmen gegen den Durchgangsverkehr in den Anwohnerstraßen und eine Temporeduzierung gefordert. Die beteiligten Anwohner und auch der Bürgerverein gingen bei diesen Versammlungen Ende 2010 und Januar 2011 von der Anwendung des INSEK Luisenstadt (2010) mit der dort vorgesehenen Temporeduzierung und Maßnahmen gegen den Durchgangsverkehr für den KFZ-Verkehr an Michaelkirchstraße und -platz, Legien- und Leuschnerdamm aus. Gleichzeitig wurde unter den in 2011 geltenden Bestimmungen des Straßenausbaubeitragsgesetzes versucht, Kosten einzusparen, etwa bei Aspekten, die den Denkmalschutz oder den Mauerradweg betreffen.

Die Planer der Gruppe Planwerk haben unter den gegebenen Bedingungen zwar deutliche Verbesserungen im Vergleich zum Ist-Zustand erreicht, allerdings wurde das INSEK Luisenstadt unverständlicher Weise nicht in den Planungsprozess zum Straßenumbau einbezogen. Hier werden deutliche Maßnahmen gegen Durchgangsverkehr und Temporeduzierungen für weitere Planungen gefordert. Die Verkehrs-AG des Bürgervereins will In unserem dicht besiedelten Quartier die Bedeutung des ehemaligen Luisenstädtischen Kanals und des Michaelkirchplatzes als Naherholungsgebiet durch bessere Erreichbarkeit und den Erholungswert durch Lärmminderung verbessern. Der von den Anwohnern als unerträglich empfundene Durchgangsverkehr soll durch eine Verkehrsberuhigung aus den Anwohnerstraßen herausgehalten werden und dazu motiviert werden, das Gebiet zu meiden. Eine 14 Punkte umfassende Verbesserungsliste wurde dem Tiefbauamt übergeben. Wir schlagen darin unter anderem vor:
  • Michaelkirchstraße/platz und Leuschner- und Legiendamm im Einklang mit INSEK Luisenstadt als verkehrsberuhigten Bereich mit maximal Tempo 10 zu versehen und dies baulich durch Moabiter Kissen zu sichern

  • Geschwindigkeitsherabsetzung auf der Ostwestachse Annenstraße-Heinrich-Heine-Platz-Michaelkirchplatz/Engeldamm/Bethaniendamm auf Tempo 30, um die Verkehrssicherheit an den Kreuzungen sowie die Aufenthaltsqualität zu verbessern. Die Temporeduzierung könnte hier auf Grundlage des Lärmminderungsplans für den Bezirk Mitte erfolgen. Zahlreiche Vorschläge von Bürgern bei der Aktion „Leises Berlin“ unterstützen diese beiden Vorschläge aktuell.

  • Einbeziehung der Michaelkirchstraße in den Umbau: „Um einen angemessenen Zugang aus der Luisenstadt zur Spree zu schaffen, ist die Michaelkirchstraße zwischen Michaelkirchplatz und Köpenicker Straße als gestalteter, begrünter Bereich mit einer deutlichen Geschwindigkeitsreduzierung zu qualifizieren. Damit soll zugleich der Durchgangsverkehr aus diesem Bereich herausgenommen werden.“ (INSEK Luisenstadt S. 128)

Weitere einzelne Vorschläge von uns werden derzeit im Ausschuss Soziale Stadt, QM, Grünflächen, Verkehr diskutiert. Wir schlagen vor, zwischen Engelbecken und Michaelkirchplatz Fußgängerüberwege als Verbindung der Fußwege anzulegen, in den Kurven am Engelbecken sichere Querungsmöglichkeiten zu den Treppenabgängen am Engelbecken einzuplanen, einen zusätzlichen Überweg für Fußgänger Engelbecken-Grünzug Bethanien-/Engeldamm auf Höhe des Treppenabgangs zum immergrünen Garten zu errichten. Der Fahrradangebotsstreifen Michaelkirchplatz-Bethaniendamm soll hergestellt werden, eine Verbindung der Radwege zwischen Michaelkirchstraße-Engelbecken-Oranienplatz und eine Verknüpfung mit dem Mauerradweg fehlt bisher. Weitere Vorschläge betreffen das Anbringen von weiteren Vorstreckungen und Sperrflächen, um das Zuparken in Kreuzungsbereichen und von Gehwegen zu verhindern.

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Nun immer wieder sonntags: Wasser für die Bäume am Heinrich-Heine-Platz

Es geht wieder los

Unsere AG Grün für Luise hat schon Standrohre zum Anzapfen der Hydranten besorgt und wird am Sonntag, den 3. Mai 2020 um 18 Uhr mit den Baumgieß-Aktionen auf dem Heinrich-Heine-Platz beginnen.

Im vergangenen Jahr haben wir auf dem Michaelkirchplatz, rings um die St. Michaelkirche, Bäume und Pflanzen gewässert. Um das in diesem Jahr regelmäßiger und organisierter tun zu können, haben wir beim Bezirk Mitte Fördermittel für die Anschaffung einer Gerätebox beantragt und auch erhalten.

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Buch und Video: Vor 100 Jahren wurde die historisch gewachsene Luisenstadt geteilt

"Kreuzberg - das andere Berlin"

In allerletzter Minute vor dem Erinnerungstag "100 Jahre Groß-Berlin" ist es dem Autor Jürgen Enkemann gelungen, mit Unterstützung des Vereins Möckernkiez e.V. ein Youtube-Video zu produzieren zur Vorstellung seines neuen Buch über 'Kreuzberg - das andere Berlin', das nun noch im Laufe des Mai 2020 beim Verlag für Berlin und Brandenburg erscheint.

Das Video finden Sie unten in diesem Beitrag direkt zum Anschauen.

Am 27. April vor 100 Jahren wurde das Groß-Berlin-Gesetz beschlossen, das am 1. Oktober 1920 in Kraft trat und neue Bezirksbildungen festlegte, so z.B. die Bildung des Bezirks Kreuzberg (zunächst noch unter anderem Namen) unter Aufteilung der historisch gewachsenen Luisenstadt auf Mitte und Kreuzberg.

Das Buch enthält neben vielen Texten und Bildern über die alternative Kreuzberger Szene auch einen Beitrag über den Bürgerverein Luisenstadt mit zwei Fotos von Michael Hughes über die Gründungsversammlung.

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Geplant - aber verschoben: Unsere Führung durch die Späth‘schen Baumschulen


Diese von unserer AG Geschichte für Sa 25. April 2020 geplante Führung über das historische Gartengelände in Berlin-Treptow fällt leider zu diesem Termin erst einmal aus und wird "auf später" verschoben.


Bild oben: Von Franz Späth 1874 erbautes Herrenhaus. Heute Gebäude des Instituts für Spezielle Botanik der Humboldt-Universität (Foto: Daniela Incoronato)

Sie sind das älteste produzierende Unternehmen Berlins und eine "echte Berliner Pflanze" mit großer Geschichte: die Späth’schen Baumschulen. 1720 wurde das Traditionsunternehmen von Christoph Späth vor dem Halleschen Tor gegründet. Sein Sohn Carl verlegte die Gärtnerei 1760 in die Luisenstadt an die Köpenicker Straße. 1864 erfolgte der erneute Umzug an den heutigen Standort in Berlin-Treptow. Hier entwickelten sich die Späth’schen Baumschulen zur einst größten Anzucht-Baumschule der Welt. Hier traf sie die volle Dramatik der historischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts.

Die Führung gibt Einblick in die historischen Gebäude und Pflanzen ebenso wie in die aktuellen Entwicklungen auf dem Gelände.

Sie können aber auch jederzeit individuell dort vorbeischauen ... Späth ist "systemrelevant" und geöffnet. Und so siehts dort aus ... kleiner Rundblick bei einem Besuch per Fahrrad:

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April 2020: Neue Nachrichten vom Gebietsbetreuer der Nördlichen Luisenstadt

Im Newsletter des Gebietsbetreuers KOsP lesen wir zu folgenden Themen:

  • Aktuelle Arbeitssituation im Bezirksamt und in der Senatsverwaltung
  • Stadtteilladen dialog 101
  • Terminplanung U-Bahnhof Heinrich-Heine / Vorplatz Köpenicker Straße 101
  • Entwicklungen am Kulturstandort Bärenzwinger
  • ISEK Luisenstadt Mitte
  • Bodenrichtwerte 2020 (siehe Abbildung oben)
    Mit Stand 1.1.2020 beträgt der Bodenrichtwert im Sanierungsgebiet 6.500 €/m² (bezogen auf Mischgebiet M2 mit einer GFZ von 2,5, siehe Karte). Seit der Festlegung des Sanierungsgebietes im Jahr 2012 (Bodenrichtwert 500 €/m²) steigt der Bodenrichtwert kontinuierlich und deutlich an. Der aktuelle Planausschnitt zeigt die Bodenrichtwerte des Sanierungsgebiets inkl. Umgebung, die Grafik die Bodenrichtwertentwicklung seit 2012. Sie haben sich verzwölffacht - Grüne Linie. Mit anderen Worten: in acht Jahren ein Wertzuwachs um sagenhafte 1.300% (!).
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Mehr "Gabenzäune" auch in der Luisenstadt!

Mitteilung. Aufruf
"Gabenzaun"

"Ich habe in der Köpenicker Str. am Zaun des Nachbarschaftsgarten einen Gabenzaun eingerichtet.

Vielleicht könnt ihr das in eurer Nachbarschaft auch machen oder benötigte Dinge spenden.

I set up a gift fence on the fence of the neighborhood garden in Köpenicker Str. Maybe you can do that in your neighborhood and donate important things."


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März/April 20: ecke köpenicker No. 1 erschienen

Die ecke No. 1 für die Monate März und April 2020 mit den Schwerpunkten Köpenicker Straße, Waisenbrücke, Radverkehr, Bürgerbeteiligung, Engelbecken, Mietendeckel und Groß Berlin informiert aktuell und auch mit Hintergrund-Infos zu weiteren Themen *):

  • DAZ: Briefe an den Bürgermeister Müller - Ideen für ein zukunftsfähiges Berlin
  • Keine Fahrradstadt ohne Waisenbrücke! Mehr Konzentration auf bezirkliche  Radrouten erforderlich
  • Beispiel Köpenicker: Kamikaze auf den Radwegen - von Volker Hobrack (Bürgerverein)
  • "Preußen am  Schlesischen Tor" - Dieter Hoffmann-Axthelm erzählt die über 400-jährige Geschichte der Köpenicker Straße. Von Frauke Mahrt-Thomsen (Gründungsmitglied Bürgerverein)
  • Füttern verboten! Warum? Am Engelbecken und am Luisenstädtischen Kanal ist das Füttern von Wildtieren künftig grundsätzlich verboten.
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