130814 DGB Buesten

Am Dienstag, den 20. August 2013 um 11.00 Uhr weihte der Vorsitzende des DGB, Michael Sommer zusammen mit Doro Zinke, Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg die wiederhergestellten Büsten seiner Vorgänger, der Gewerkschaftsführer Carl Legien, Wilhelm Leuschner und Hans Böckler in Kreuzberg neu ein.

Wegen der Zerstörung der Hans Böckler Büste im Böcklerpark durch Metalldiebe war die Neufassung der Köpfe in Stein notwendig.

Am 29. September 1944 wurde Wilhelm Leuschner in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Am Vorabend seiner Hinrichtung hinterließ er sein politisches Vermächtnis an die Gewerkschaftsbewegung: "Schafft die Einheit". Damit legte Leuschner den Grundstein für die Einheitsgewerkschaft. An die Gewerkschaftsführer Wilhelm Leuschner, Carl Legien und Hans Böckler wurde in der Luisenstadt an zwei verschiedenen Orten gedacht, die wiederhergestellten Büsten von Michael Sommer und Doro Zinke feierlich neu eingeweiht.

Der Bildhauerkünstlerin Frau Hoffritz ist es zu danken, dass sie notwendigen Anpassungsarbeiten für Laien unsichtbar vorgenommen und wieder eine makellose Skulptur geschaffen hat. Die Montagen der Büsten auf die Stelen wurde von Ausbildungszentrum Bau vorgenommen; die Kosten für die Gewerkschaftsköpfe Legien und Leuschner durch das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg und für Böckler durch den DGB übernommen.

Die Böckler-Stele durch eine Bepflanzung einzurahmen bleibt als Wunsch nach der feierlichen Wiedereinweihung. Die Gewerkschaft Arbeit und Leben und der Bürgerverein Luisenstadt werden sich beim Grünflächenamt Kreuzberg dafür einsetzen.

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Von links: Wilhelm Leuschner, Hans Böckler, Carl Legien

Das Abformen der Büsten der vorhandenen Gewerkschaftsköpfe war eine aufwändige Handarbeit, die viel handwerkliches Geschick und künstlerisches Einfühlungsvermögen erforderten. Den innersten Teil einer neuen Form bildet ein leichter Dämmstoffkern um den schalenarten drum herum ein Edelstahlbewehrung angeordnet wird. Diese trägt den Betonkorpus, die Büste.

Die äußere Form dieser Büste wird durch eine Silikonschale gebildet, die die eigentliche Kunstform darstellt und nach den Vorlagen bzw. Originalen hergestellt wird. Das Ganze wird durch einen äußeren Gipskörper gestützt und zusammengehalten. In die Hohlräume der Edelstahlbewehrung wird eine fast flüssige Betonmischung eingefüllt, die möglichst gleichmäßig die Leerform ausfüllt. Durch Zugabe eines speziellen Zusatzmittels in die Betonmischung wird das Aufsteigen der unerwünschten Luftbläschen bewirkt und eine vollständige Ausformung der Kopfform erreicht.

Diese Arbeitsgänge hat die Bildhauerin für die Köpfe von Legien und Leuschner nach den vorhandenen Bronzebüsten machen können. Anders war die Ausgangssituation bei Böckler, dessen Büste Metalldiebe entwendet hatten. Mit Gewalt müssen sie den Bronzekopf aus der Verankerung gerissen haben, so dass nur einen dünnen Metallsteg auf der Stelenunterlage zurück blieb. Hier bedurfte es langer Suche und Überzeugungsarbeit des Gewerkschafters Dr. Wörmann, um eine gleichartige Böckler-Büste aus der Frankfurter DGB-Zentrale heranzuschaffen und als Vorlage zu verwenden.
130820 Gewerkschaftsbüsten Einweihung

Fotos von den Einweihungsfeiern am Böckler-Park und im Park des ehemaligen Luisenstädtischen Kanals.

Neben Michael Sommer auf den anderen Bildern sehen Sie oben rechts die Bildhauerin Frau Hoffritz. Frau Hoffritz hat die Büsten neu abgegossen - die Köpfe bestehen nun aus einem speziellem Beton, der sollte nun auch Metalldiebe hier von ihrem bösen Handwerk abhalten.

Besuch bei Bildhauerin Hoffritz
Die Arbeit im Atelier

 

Webseiten zum Weiterlesen

www.Ute-Hoffritz.de

DGB.de: "Denkmäler für Gewerkschaftsführer restauriert"

 

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5. Juni 2019 · WBM informiert über neue Verdichtungsbaustelle in der Melchiorstraße

Eine weitere Bürger-Informationsveranstaltung zu einem Wohnungsneubauvorhaben der WBM im Block Melchiorstraße Ecke Engeldamm steht bevor.
Auftakt ist ein Rundgang mit Bezirksstadtrat Ephraim Gothe mit Informationen über die aktuellen Planungen im direkten Wohnumfeld des WBM Neubauvorhabens. Auf einer sich an dem Rundgang anschließenden Ausstellung im Pfarrsaal der St. Michael-Kirche wird die WBM die Entwicklung der Bebauungsvariante erläutern. Es gibt dort Raum für Fragen, Hinweise und Diskussion, sowie die Möglichkeit, mit Fachplaner*innen ins Gespräch zu kommen. Die Mieter des Blockes wurden per Brief bereits informiert, für den 19. Juni ist eine "WBM-Mieter*innen-Werkstatt" zu den Themen Hofgestaltung und Freiraum geplant.

Das geplante Bauvorhaben umfasst einen Neubau im Block (Verdichtung) und eine Dachaufstockung.

X) Die Straßenbenennung wurde von L.I.S.T. inzwischen auch in einer neuen, digitalen Version des Flyers korrigiert, siehe unten.

Das Programm des Informationstages am Mittwoch, den 5. Juni 2019 umfasst zwei Teile:

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Sa 18·Mai: Wir lesen bei der 21. Langen Buchnacht in der Oranienstraße

Unter dem Titel: "Geschichten aus der Luisenstadt" bringen wir vier spannende Szenen aus der Geschichte unserer Luisenstadt zu Gehör.

Mitglieder unseres Bürgervereins Luisenstadt werden Ausschnitte aus folgenden Büchern vorlesen:

1. Otto Leonhardt: Nicht umdrehen, nur nach vorne sehen!, in: Sven Felix Kellerhoff, Wieland Giebel (Hg.): Als die Tage zu Nächten wurden. Berliner Schicksale im Luftkrieg, Berlin 2003

2. Klaus Duntze: Der Luisenstädtische Kanal, Berlin 2011

3. Günther Lamprecht: Und wehmütig bin ich immer noch: Eine Jugend in Berlin, Köln 2000

4. Frank Eberhard: Die Geschichte der Waldemarbrücke, in: Hans-Jürgen Mende (Hg.): Die Luisenstadt, Geschichte und Gegenwart, Teil I, Die Luisenstadt von A bis Z, Berlin 2002

Kommen Sie am Samstag, den 18. Mai 2019, frühzeitig gegen 18 Uhr in die ehmalige Bona-Peiser-Bibliothek und sichern Sie sich einen guten Platz.

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Mai/Juni 2019: ecke köpenicker No. 2/2019 erschienen

Die ecke No. 2 für die Monate Mai und Juni 2019 mit den Schwerpunkten Bodenwerte, Milieuschutz, Mieterberatung informiert aktuell und mit Hintergrund-Infos über diese Themen:

  • Tag der Städtebauförderung "Auf dem Weg in die Zukunft"
  • Willkommen im neuen "dialog 101". Angebote und Nutzungsmöglichkeiten im frisch sanierten Stadtteilladen
  • Neues von der Betroffenenvertretung
  • Geld aus der Stadtteilkasse!
  • Geplante Erneuerungen: Rungestraße und Am Köllnischen Park
  • Binnen sieben Jahren verzehnfacht: Der rasante Anstieg der Bodenwerte in der Luisenstadt
  • 29. Mai: Verleihung Umweltpreis Berlin-Mitte 2019
  • Abriss des alten Schulgebäudes Adalbertstraße
  • Leser-Ecke
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Bürgerverein Luisenstadt: Wir erneuern erneut eine Gedenktafel

1848 noch einmal.
"Was geschah am 16. Oktober 1848 am Luisenstädtischen Kanal?" - das berichtete Dr. Klaus Duntze vom Bürgerverein Luisenstadt am Donnerstag, dem 16. Oktober 2008 um 18 Uhr in der Annenkirche am Heinrich-Heine-Platz. Anschließend um 17 Uhr wurde an der Mauer der Gartenanlage eine Gedenktafel zu diesem historischen Ereignis enthüllt.

Mehr zu dem denkwürdigen Tag berichtet Vereinsmitglied Wieland Giebel in seinem BerlinStory-Blog:
www.BerlinStory.de/blog/freitag-19-september-2008

Der Bürgerverein Luisenstadt erneuert jetzt im Frühjahr 2019 die vandalisierte und mittlerweile völlig verschwundene Gedenktafel - und erinnert damit auch an unser leider kürzlich verstorbenes Gründungsmitglied Klaus Duntze.


Der Erinnerungstext der Gedenktafel lautet:

Zum Gedenken an die Toten vom 16. Oktober 1848

Beim Bau des Luisenstädtischen Kanals stürzten die Arbeiter aus Sorge um ihre Arbeitsplätze eine Dampfmaschine in das Kanalbett. Als sie gegen ihre Entlassung protestierten, kam es zum blutigen Zusammenstoß mit der Berliner Bürgerwehr. Dabei fanden elf Arbeiter und ein Bürgerwehrmann den Tod.

Berlin 2008, erneuert 2019
Bürgerverein Luisenstadt

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Engelbecken: Warum Enten (und Schwäne und alle anderen) füttern schädlich ist

Wenn Pankower Grundschüler dieses gelernt haben, warum nicht auch Sie?

Drucken Sie diese anschauliche Erklär-Kinderzeichnung aus und zeigen erklären Sie Ihren Kindern (und fütternden Nachbarn), warum Enten füttern schädlich ist. Auch an unserem Engelbecken, dass schon wieder an Verschmutzung und Trockenheit leidet.

Warum Enten füttern schädlich ist

  • Enten werden dick und fett
  • Die Enten bekommen davon Bauchweh
  • Zu viele Algen entstehen
  • Das Wasser wird trüb
  • Die Enten bekommen Duchfall
  • Aus Brot wird Schlamm
  • Schlamm nimmt Sauerstoff weg
  • Ohne Sauerstoff sterben Fische
  • Das Wasser fließt nicht ab
  • Der See ist wie eine große Badewanne
  • Das Wasser kippt um
  • Bakterien!

Die Abbildung vergrößern hier und ausdrucken hier

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Sa 18·Mai 2019 Führung: Streifzüge durch die Luisenstadt - Geschichten rund um den Mariannenplatz

Uli Fluß vom Bürgerverein Luisenstadt führt wie immer sehr unterhaltsam durch die Luisenstadt-Süd, das alte Kreuzberg SO 36.

Die Stationen der Führung

•  Feuerwehrbrunnen von Kurt Mühlenhaupt und Feuerwehrdenkmal
•  Muskauer Straße: eine typische Straße nach Entwürfen von Peter Joseph Lenné
•  Wrangelstraße und Wrangelkaserne
•  die Nürtingen-Grundschule und Baustadtrat Blankenstein
•  das Denkmal für jugendliche Luisenstädter Opfer des 1. WK
•  St. Thomas-Kirche: die zweitgrößte Kirche Berlins
•  das Rauchhaus: eines der ersten besetzten Häuser Kreuzbergs
•  Bethanienkrankenhaus mit Fontane-Apotheke und Wilms-Denkmal

Termin und Treffpunkt ... bitte weiterlesen ...

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