Eine weitere Leseprobe aus unserer Stadtteil-Broschüre "Historischer Pfad" über das Heinrich-Heine-Viertel

Leben an der Mauer

Die Station 5 erinnert uns an die Jahre 1961 - 1989 und das Leben an der Berliner Mauer

Die heutige Zeit "nach der Mauer" ist bereits länger als die Zeit zwischen Mauerbau und Mauerfall.

Volker Hobrack rekapituliert die Zeit und erinnert an die gemauerte Trennung der Luisenstadt und das sehr unterschiedlich entstehend neue Leben in Süd (Mitte) und Nord (Kreuzberg).

Zur Station 5 - auch hier haben wir eine Erinnerungs-Stele geplant... es fehlt leider nicht nur an Geld, auch an einem breiten Willen, diese zu realisieren...


Im August 1961 konnten die Menschen in der Sebastianstraße aus ihren Fenstern zusehen, wie die ersten Absperrungen mit Stacheldraht gezogen wurden.

Es war unvorstellbar, dass das sperrige Ungetüm ausgebaut und über Jahrzehnte stehen bleiben würde. In vielen Straßen entlang der innerstädtischen Grenze mussten die Anwohnenden Erschwernisse beim Zugang zu Ihren Häusern in Kauf nehmen.

Eine weitere Leseprobe aus
unserer Stadtteil-Broschüre

Entwurf Neanderviertel 600

Station 2: Die Projektierung des Heinrich-Heine-Viertels 1957 – 1961

Hier: Annenstraße und Dresdener Straße

Nach den massiven Kriegszerstörungen war die Schaffung von Wohnraum dringend notwendig. Nun war es auch im Berliner Stadtzentrum möglich, die architektonischen Ideen des "Neuen Bauens" der 1920er Jahre wieder aufzugreifen und schnell und kostengünstig "Wohnungen für alle" zu bauen – ein Stil, der während der NS-Herrschaft geächtet war.


Im Dezember 1957 schlug die SED die Projektierung einer Siedlung im Bereich Alte und Neue Jakobstraße, Sebastianstraße und Neanderstraße vor und bereits 1958 konnte mit dem Bau begonnen werden. Die Reste der ehemals stark verdichteten Blockrandbebauung des Neanderviertels wurden vollends abgetragen und an ihrer Stelle bestimmten nun von Grün umgebene Zeilenbauten das architektonische Bild – ganz im Sinne des 1958 entwickelten Leitbildes des "sozialistischen Wohnkomplexes".


Eine weitere Leseprobe aus
unserer Stadtteil-Broschüre

Station 4 Verschwundene Straßen karten

Auf zur Station 4 - Verlorene, aufgegebene und umbenannte Straßen

Ein weiterer Blick zurück: Verschwundene Straßen in der Luisenstadt. Einige sind verloren, aufgegeben, andere umbenannt und leben auch heute noch - teils in einem Schattendasein.

Wir unternehmen eine weitere Etappe auf unserem Rundgang durch das Heinrich-Heine-Viertel und begeben uns zur Station 4. Wo leider ebenfalls noch die von uns geplante Stele vor Ort fehlt.

Tour 6 Karte

> Stadtplan-Skizze der Fußtour in der Großansicht


Leseprobe

Historische Fußtour No 6: Die "Cöpenicksche" - Vom Schulze-Delitzsch-Platz zum Schlesischen Tor

Von und mit Frank Eberhardt *)

Text und Illustration: Auszug aus unserem Nachdruck des Buches "Die Luisenstadt - Geschichte und Geschichten über einen alten Berliner Stadtteil". Seite 256 - 261. Abbildungen in Schwarz-Weiß ebenfalls dem Buch entnommen.
Die Tourbeschreibung wurde erstellt im Jahr 1995 - vergleichen Sie bei Ihrem Spaziergang doch mal gestern und heute.


*) Diese Tour aus unserem Luisenstadt-Buch verfasste Dr. Frank Eberhardt, 1. Vorstand bei der Gründung unseres Vereins im Jahr 1991 (hier im Interview)

Eine Leseprobe aus
unserer Stadtteil-Broschüre

Historischer Pfad Cover 800

Station 1: Sebastianstraße 25
Melanchthonhaus der Berliner Stadtmission 1838 - 1878

Mit Beginn der Industrialisierung in den 1830er Jahren und verstärkt nach dem Ende des deutsch-französischen Kriegs von 1871 zieht ein gewaltiger Strom von ländlichen Bewohnern in die Reichshauptstadt auf der Suche nach einer lebenswerten Zukunft.

Die Not ist groß. Die Menschen leben in den Hinterhöfen der Arbeiterviertel elend auf engstem Raum.

Um die Not zu lindern, entstehen in Deutschland bereits seit den 1840er Jahren nach englischem Vorbild stadtmissionarische Initiativen, eine davon ist das 1858 gegründete Evangelische Johannesstift.

Das Stift hat seinen Sitz außerhalb der Stadt und die Stadtmissionare haben einen weiten Fußweg zu den sozialen Brennpunkten.

Tour 5 Karte

> Stadtplan-Skizze der Fußtour in der Großansicht


Leseprobe

Historische Fußtour No 5: Rund um den Mariannenplatz

Von Frank Eberhardt *)

Text und Illustration: Auszug aus unserem Nachdruck des Buches "Die Luisenstadt - Geschichte und Geschichten über einen alten Berliner Stadtteil". Seite 250 - 255. Abbildungen in Schwarz-Weiß ebenfalls dem Buch entnommen.
Tourbeschreibung verfasst 1994/1995 - vergleichen Sie bei Ihrem Spaziergang doch mal gestern und heute.


*) Diese Tour aus unserem Luisenstadt-Buch verfasste Dr. Frank Eberhardt, 1. Gründungs-Vorstand unseres Vereins im Jahr 1991 (hier im Interview)

Hans Baluschek Arbeiterstadt

Essay von Kurt Wernicke

Unser historischer Bericht von Kurt Wernicke über die "Moritzplatz-Krawalle" und den Berliner Mieterprotest im Jahr 1863 erfreut sich großen Interesses und wird häufig angeklickt (hier lesen). Nun haben wir einen weiteren spannenden "Erlebnisbericht" von Kurt Wernicke erhalten - der spielt zwei Jahre später, schildert den Baupfusch um das Jahr 1865 herum... vor allem das traurige Unglück in der Wasserthorstraße 27 ...


Auch die Baugeschichte Berlins ist von dem unschönen Phänomen der Bauschlamperei nicht frei:

Immer mal wieder hat es Einstürze im Bau befindlicher oder gerade erst fertiggestellter Gebäude gegeben, und nur die spektakulärsten - wie etwa der Einsturz des Turmes vor der Neuen Kirche auf dem Gendarmenmarkt unter der architektonischen Leitung von Carl Gotthard v. Gontard am 25. Juli 1781 - sind in die Berliner Geschichte eingegangen. Im Herbst 1865 häuften sich Einstürze von und an Neubauten allerdings in einer Art, daß den Berlinern angst und bange wurde.


Hans Baluschek Arbeiterstadt

Essay von Kurt Wernicke

Aus "Die Luisenstadt - Geschichte und Geschichten über einen alten Berliner Stadtteil"

Erschienen erstmals 1995, Reprint 2017

Original-Text, alte Rechtschreibung:


In der Mitte der vierziger Jahre des 19. Jahrhunderts erlaubte die Lage auf dem Wohnungsmarkt den Hausbesitzern und Vermietern in Berlin, unverschämte Mietkontrakte zu verlangen. Unverhüllt wurden Anlässe für Exmittierung vor Ablauf des Mietverhältnisses geschaffen, um dafür willfähigere und zahlungskräftigere Mieter einziehen zu lassen.

Fusztour 3 Karte


> Stadtplan-Skizze der Fußtour in der Großansicht


Leseprobe

Kreuzberg einmal anders - Impressionen links und rechts des Landwehrkanals / Teil 2

Von Frank Eberhardt *)

Text und Illustration: Auszug aus unserem Nachdruck des Buches "Die Luisenstadt - Geschichte und Geschichten über einen alten Berliner Stadtteil". Seite 280 - 285. Abbildungen in Schwarz-Weiß ebenfalls dem Buch entnommen.
Tourbeschreibung verfasst 1994/1995 - vergleichen Sie bei Ihrem Spaziergang doch mal gestern und heute.


*) Diese Tour aus unserem Luisenstadt-Buch verfasste Dr. Frank Eberhardt, 1. Gründungs-Vorstand im Jahr 1991 (hier im Interview)

Den zweiten Teil der Tour kann man mit einem "Dampfer" fortsetzen, an der Haltestelle Kottbusser Brücke einsteigen und nach 30 Minuten am Gröbenufer oder an einer anderen Haltestelle wieder absteigen: Schöne Häuserfassaden sind an beiden Seiten des Kanals zu bewundern, eine Schleuse zu passieren.

Spaeth Baumschule


Diese von unserer AG Geschichte für Sa 25. April 2020 geplante Führung über das historische Gartengelände in Berlin-Treptow fällt leider zu diesem Termin erst einmal aus und wird "auf später" verschoben.


Bild oben: Von Franz Späth 1874 erbautes Herrenhaus. Heute Gebäude des Instituts für Spezielle Botanik der Humboldt-Universität (Foto: Daniela Incoronato)

Sie sind das älteste produzierende Unternehmen Berlins und eine "echte Berliner Pflanze" mit großer Geschichte: die Späth’schen Baumschulen. 1720 wurde das Traditionsunternehmen von Christoph Späth vor dem Halleschen Tor gegründet. Sein Sohn Carl verlegte die Gärtnerei 1760 in die Luisenstadt an die Köpenicker Straße. 1864 erfolgte der erneute Umzug an den heutigen Standort in Berlin-Treptow. Hier entwickelten sich die Späth’schen Baumschulen zur einst größten Anzucht-Baumschule der Welt. Hier traf sie die volle Dramatik der historischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts.

Die Führung gibt Einblick in die historischen Gebäude und Pflanzen ebenso wie in die aktuellen Entwicklungen auf dem Gelände.

Sie können aber auch jederzeit individuell dort vorbeischauen ... Späth ist "systemrelevant" und geöffnet. Und so siehts dort aus ... kleiner Rundblick bei einem Besuch per Fahrrad:

 

Filmtipp - Geschichte in der Luisenstadt

Cafe Nagler AK
Befinden Sie sich in diesen unruhigen Zeiten auch sicher zu Haus?

Wir haben hier einen schönen Luisenstadt-Filmtipp für Sie, der sich gleich per Klick bequem daheim anschauen lässt.


Die Geschichte diees Dokumentarfilms zusammengefasst erzählt:

Tour 9 Friedhof Karte

> Wege-Skizze der Friedhofstour in der Großansicht anschauen (Abbildung ist gedreht!)


Leseprobe *)

Historische Fußtour No 9: Der Luisenstädter Kirchhof am Südstern

Von und mit Frank Eberhardt, Vereinsgründer und erster Vorstand unseres Bürgervereins Luisenstadt

Stresemann, Fidicin, Runge, Kochhann, Späth, Hedemann, Klatt, von Klöden, Langerhans, Feilner, Wichmann ... das sind nur einige der hier auf dem historischen Friedhof begrabenen Persönlichkeiten unserer Stadt.

Frank Eberhardt schildert erwähnt auf seinem 1995 verfassten Friedhofsrundgang auch die Biografien - denn diese stehen nicht auf den stummen Grabsteinen, die nach und nach leider verschwinden.

 

Unsere Publikationen · Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Luisenstaedtischer Kanal Cover   Cover Die Luisenstadt
Lange vergriffen, wir haben es wieder herausgebracht: In einer um 24 Seiten erweiterten 3. Auflage. Bestellen Sie bei uns im Büro, im Buchhandel oder in Ihrer Buchhandlung - Mehr Info   Lange vergriffen, wir haben es erneuert und wiederaufgelegt. Bestellen Sie bei uns im Büro, im Buchhandel oder in Ihrer Buchhandlung - Haben Sie es schon? - Mehr Info
eisfabrik neu   Historischer Pfad Cover
Unsere Geschichts-Broschüre "Die Eisfabrik - gestern · heute · morgen". Viele historische, seltene Abbildungen. Hier formlos per eMail im Büro bestellen. Mehr Info   Unsere Geschichts-Broschüre "Ein historischer Pfad im Heinrich-Heine-Viertel". Viele historische, seltene Abbildungen. Hier formlos per eMail im Büro bestellen. Mehr Info

Lesen Sie unsere Leseproben hier und über Weitere Publikationen zur Luisenstadt


Do 29·April 2021: Kiezspaziergang für weniger Verkehr. Und Michaelkirchstraße soll grüner werden

 

Das Büro "bgmr Landschaftsarchitekten GmbH" arbeitet im Auftrag des Bezirkes Mitte an einem Planungskonzept für weniger Verkehr und mehr Grün in der Michaelkirchstraße.

Der südliche Abschnitt der Michaelkirchstraße soll verkehrsberuhigt und der Grünraum in Verbindung mit dem Straßenraum aufgewertet werden.

Im Rahmen der obligatorischen Anwohnerbeteiligung sind Sie eingeladen, Ihre Ideen und Anregungen im Rahmen eines Kiezspaziergangs in die Planung einzubringen.

Der Kiezspaziergang ist angesetzt auf

Donnerstag, den 29. April 2021, beginnt um 18 Uhr und endet voraussichtlich um 19:30 Uhr.

Treffpunkt: Michaelkirchplatz, nördliche Seite, Ecke Michaelkirchstraße (siehe Abbildung)

Die Planer interessiert Antworten unter anderem auf folgende Fragen:

  • Was gefällt Ihnen an der Michaelkirchstraße?
  • Wie wird der Grün- und Straßenraum zwischen Köpenicker Straße und Michaelkirchplatz genutzt?
  • Wo sehen Sie Probleme?
  • Was wünschen Sie sich für den Grünzug und für die Michaelkirchstraße?
Weiterlesen ...

Vorbeigegangen ...

Kunst im öffentlichen Raum:
Die Installation auf dem Oranienplatz

Unzählige Male bin ich am Oranienplatz an den großen weißen Aufstellern mit den englischen Texten vorbeigekommen und habe mir immer wieder vorgenommen, mich doch mal näher über diese Kunst im öffentlichen Raum zu informieren. Aber wie das so ist mit den Vorsätzen, sie bleiben oftmals auf der Strecke.

Den Anstoß, mich endlich doch danach zu erkundigen, gab ein Foto aus der Zeit vor dem Mauerbau, das auf dem Oranienplatz genau solche Stellwände zeigt, wie sie heute, gefüllt mit Text, dort stehen.

Als ich das nächste mal in der Dresdener Straße an der Galerie Maifoto vorbeikam, hatte ich Glück. Drei junge Leute standen in der geöffneten Tür und unterhielten sich. Ich konnte sie quasi im Vorbeigehen fragen, ob die seit November 2019 auf dem Oranienplatz stehende Installation sich vielleicht auf die ehemals dort stehenden Stellwände bezieht. Und genauso ist es.

Die Künstlerin Ute Langkafel hatte sich intensiv mit der Geschichte des Oranienplatzes beschäftigt und ihre Installation Oranienplatz - Was bleibt  “bezieht sich auf ehemalige Ankündigungstafeln an der sogenannten Sektorengrenze zwischen Ost- und Westberlin vor dem Mauerbau.

Diese sollten die Bewohner*innen Ostberlins dazu auffordern, kulturelle Veranstaltungen in Westberlin zu besuchen. 30 Jahre nach dem Mauerfall wird Langkafels Intervention Fragen nach dem Zustand der Gesellschaft stellen.” (www.berliner-herbstsalon.de/../oranienplatz-was-bleibt).

Weiterlesen ...

Leseprobe: "Der Luisenstädtische Kanal - Das Café am Engelbecken"


Foto: Archiv Bürgerverein

Auszug aus der Neuveröffentlichung “Klaus Duntze, Der Luisenstädtische Kanal; 2021”.


Ein Beitrag verfasst von Café-Betreiber Cheena Riefstahl:

KellerInnen aus 17 Nationen

Bei uns kellnern eine Techno-Lettin, ein spanischer Hip-Hopper und ein türkischer Fußballer - insgesamt sind es Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 17 Nationen. Und in der Küche steht seit vier Jahren ein Flüchtling aus Afghanistan. Wenn das Team so bunt gemischt und meistens ebenso gut drauf ist, spiegelt sich das auch bei den Besuchern wider.

Wohlfühlen können sich die Besucher, weil wir ein offenes, einsehbar, ruhiges Tagescafé sind - mit Blick auf das Engelbecken und die gepflegte Parkanlage. Unser Publikum scheint nicht so homogen, wie in manchen Cafés und Kneipen in der Oranienstraße, wo sich eher gleich zu gleich gesinnt. Hier sitzt ein esoterischer Herr mit Laptop an einem Tisch und daneben eine Gruppe junger türkischer Frauen.

Durch neue Kita ganz in der Nähe kommen auch die Eltern gern hierher und werden Teil des Stammpublikums. Sonst scheinen sich in den vergangenen zehn oder eher fünf Jahren erhebliche Umschichtungen ergeben zu haben. Es wohnen jetzt mehr junge Menschen aus München oder aus Spanien und anderen europäischen Ländern hier. Sie gehören zur wohlhabenden Kategorie. Die eine oder andere Sprache zusätzlich hilft.

Aber auch die türkische Community aus der näheren und etwas weiteren Umgebung kommt gerne. Mein Kollege Akin Aydogan, mit dem ich das Café mache, und ich achten aber darauf, dass es international bleibt, dass wir nicht ethnisch zu eng werden und andere ausschließen. Vor allem aber gibt es jetzt sehr viel mehr Touristen. Sie sehen sich Kreuzberg an oder laufen den Mauerweg ab und kommen dann, um sich bei uns zu entspannen.

Weiterlesen ...

Fischer, Polizei und freundliche Bürger

Foto: Claudia Hertel - Großansicht hier

Am Dienstag, 16. März 2021, haben Mitarbeiter des Fischereiamts ein Netz ausgelegt und dann vom Boot aus mit der Elektromethode betäubte Fische aus dem Engelbecken geholt.

Die vom Bezirksamt Mitte lange geplante Maßnahme zur Reduzierung des Fischbestandes war nur teilweise erfolgreich.

Nach Aussage von Frau Pirch vom Umwelt- und Naturschutzamt Mitte am 17.3. konnten statt der angepeilten Menge von 400 kg Friedfisch nur ca. 50 kg bis 100 kg aus dem Becken abgefischt werden.


Update

Das Fischereiamt hat inzwischen die genaue Menge und Spezifizierung bekanntgeben.

Menge der gefangenen Fische: 98 kg minus 10 kg Zander = 88 kg (zwei Zander mit mit ca. 10 kg wurden wieder ins Becken zurückgesetzt)

Artenzusammensetzung: bunte Gartenteichfische; ein Butterfly-Koi (50 cm!), überraschend wenig kleine Plötzen, kleine Bleie, Giebel 20cm - 30cm (natur und rot) 73 kg! und ein Schuppenkarpfen von 90 cm und 10 kg!). Die Fische wurden überwiegend mit dem Netzgefangen. Das Fischereiamt bestätigt die Schätzung von 1,3 Tonnen Fisch im Engelbecken.


Als Grund für die geringe Menge wurden die niedrigen Temperaturen genannt. Die Fische haben sich zum großen Teil am Boden des Beckens aufgehalten, so dass die zur Anwendung gebrachte Elektromethode nur eine unzureichende Wirkung auf die Fische hatte.

Zu unser aller Überraschung konnten auch zwei Zander gefangen werden, die jedoch unversehens wieder ins Becken zurückgesetzt wurden. Damit ist nun klar, dass sich wider Erwarten bereits Raubfische im Becken befinden.

Weiterlesen ...

Abfischung im Engelbecken alternativlos!

Abbildung aus der Präsentation der Untersuchungsergebnisse des Engelbeckens 2019/2020 (hier lesen). Quelle: BA Mitte


Update: Engelbecken - "PM des BA Mitte: "Abfischung des Engelbeckens in der 11. Woche". 11. Woche - das ist jetzt, vom 15. bis 21. März 2021!


In einem Bürgerdialog am 09.03.2021 wurde den Teilnehmern von Christian Klemz vom Umwelt- und Naturschutzamt Mitte noch einmal der Istzustand des Engelbeckens vorgestellt.

Dabei wurde sehr deutlich, dass die Schlammschicht am Boden des Beckens im wahrsten Sinne des Wortes "gefährlicher" Abfall ist (Schadstoffbelastung mit PAK- und Sulfatkonzentration sehr hoch, AGA-Zuordnungsstufe Z 2). Durch die aktuell aus dem Gleichgewicht geratene Nahrungskette von Tieren (und Pflanzen) ist eine natürliche Phosphateliminierung nicht mehr möglich.

Um das Becken vor dem Umkippen zu retten, muss durch entsprechende Maßnahmen dringend gegengesteuert werden und der externe Nährstoffeintrag durch massenweise Fütterung der Schwäne und anderer Wasservögel beendet werden.

Es gibt ein ökologisches Ungleichgewicht zwischen der Gewässergröße und der darin befindlichen Fischmenge sowie dem Friedfisch- / Beutefisch-Verhältnis. Daher erhöht sich die Schlammschicht auf dem Grund des Engelbeckens jedes Jahr um etwa einen Zentimeter.

Ziel ist es, das Gewässer wieder in das ökologische Gleichgewicht zu bringen, um mittelfristig ein drohendes Fischsterben zu verhindern.

Weiterlesen ...

Erste Runde im "Bürgerdialog Engelbecken" am 9. März 2021

Bezirksstadträtin Frau Weißler hat zu einer Videokonferenz am Dienstag, den 9. März 2021, einen breiten Personenkreis eingeladen.

Von Seiten des Bezirksamtes werden an der Konferenz neben Frau Weißler Mitarbeiter*innen des Umwelt- und Naturschutzamtes sowie (möglichst) des Straßen- und Grünflächenamtes teilnehmen.

Zu der Konferenz wurden eingeladen: der Bürgerverein Luisenstadt, die Anwohnerinitiative Engelbecken, die BewohnerInneninitiative Waldemar-Adalbertstraße, die Betroffenenvertretung Sanierungsgebiet Nördliche Luisenstadt und die BLN als Zusammenschluss der Naturschutzverbände sowie mehrere Einzelpersonen.

Die Tagesordnung sieht vor:

  • Situation am Engelbecken und Klärung von Fragen
  • Austausch zum Thema Befischung und weitere Maßnahmen
  • Ausblick und Bürgerdialog

Die Moderation und technische Leitung der Konferenz übernimmt das Büro für Bürgerbeteiligung.

Wir werden Sie an dieser Stelle und in unserem Newsletter über die Ergebnisse zeitnah informieren. Sollten Sie bestimmte Wünsche an uns herantragen wollen, dürfen Sie das gerne über unsere Email oder die Kommentarfunktion machen.

Weiterlesen ...