Impressionen links und rechts des Landwehrkanals / Teil I

Fusztour 3 Karte


> Stadtplan-Skizze der Fußtour in der Großansicht


Leseprobe

Kreuzberg einmal anders - Impressionen links und rechts des Landwehrkanals / Teil I

Von Stefan Löffler

Text und Illustration: Auszug aus unserem Nachdruck des Buches "Die Luisenstadt - Geschichte und Geschichten über einen alten Berliner Stadtteil". Seite 274 - 279. Abbildungen in Schwarz-Weiß ebenfalls dem Buch entnommen.
Tourbeschreibung verfasst 1994/1995 - vergleichen Sie bei Ihrem Spaziergang doch mal gestern und heute.


Der erste Teil der Tour beginnt am Mehringplatz (erreichbar mit den U-Bahnlinien 1 und 6) und endet an der Kottbusser Brücke. Sie führt durch eine Gegend in Kreuzberg, die dem landläufigen Klischee über diesen Stadtbezirk scheinbar widerspricht.

Fusztour 3 Landwehrkanal 1995

Der Landwehrkanal 1995

Am Landwehrkanal zeigt er sich von seiner grünen Seite - hier bestimmen Parks und Grünanlagen das Bild und laden zu einem gemütlichen Spaziergang von 2 Stunden Dauer ein.

Links und rechts der Tour findet man sehenswerte historische und neuere Bauten, Friedhöfe, ein Sommerbad sowie zwei Kähne mit Restauration. Dienstags und freitags besteht die Möglichkeit zum Bummel über den türkischen Markt am Maybachufer.


Ausgangspunkt ist der Mehríngplatz (1), der im Zusammenhang mit der Akzisemauer entstand.


Am Halleschen Tor wurde nach 1730 ein Markt- und Exerzierplatz angelegt, der zunächst „Rondell“ genannt wurde. In Erinnerung an das Gehöft „Belle Alliance“ bei Waterloo, in dem sich Blücher und Wellington nach dem Sieg über Napoleon trafen, erhielt der Platz 1815 diesen Namen. Die Friedenssäule (aus der Werkstatt von Cantian) mit der bronzenen Victoria wurde 1843 aufgestellt.

Nach 1876 kamen allegorische Marmorgruppen der am Sieg über Napoleon beteiligten Staaten hinzu (nur die Figuren „Geschichtsschreibung“ und „Friede“ am Südrand sind erhalten). 1947 wurde der Platz nach dem sozialdemokratischen Historiker und Publizisten Franz Mehring (1846-1919) benannt. Die Neubauten entstanden 1968 bis 1972 nach Vorstellungen von Hans Scharoun (Architekt: W. Düttmann).

Im Zuge der Umgestaltung wurden die Linden- und die Wilhelmstraße, die früher auf dem Platz mündeten, daran vorbeigeleitet. Über die Hallesche-Tor-Brücke (früher Belle-Alliance-Brücke, 1874-76 als Steinbrücke erbaut, zwei der vier Brückenfiguren: Flussfischerei und Schifffahrt sind erhalten) gelangen wir zum Blücherplatz (2). Seit 1815 als Platz vor dem Halleschen Tor ausgewiesen, erhielt er 1884 den Namen des Generalfeldmarschalls Blücher (1742-1819).

Fusztour 3 Brückenfigur

Heute wird der Platz durch zwei neuere Gebäude bestimmt: das Kaufhaus Hertie (erbaut 1952-56, Architekt: H. Solls) und die Amerika-Gedenkbibliothek (größte Freihandbibliothek Deutschlands, 1952-54 mit Spendenmitteln aus den USA erbaut, Architekten: G. Jobst, W. Kreuer, H. Wille, F. Bornemann).

Dahinter liegen die Friedhöfe Mehringdamm (3) (Friedhöfe der Dreifaltigkeits-, der Jerusalems-, der Neuen Kirchen- und der Böhmischen Gemeinde sowie der Brüder-gemeinde Berlin). Seit 1735 finden hier Beerdigungen statt. Bekannte Berlinerinnen und Berliner sind hier begraben, darunter die Architekten G. W. v. Knobelsdorff (1699-1753) und D. Gilly (1748-1808), der Theologe A. Neander (1789-1850), der Schauspieler A. W. Iffland (1759-1814), der Arzt E. L. Heim (1747-1834), der Dichter A. v. Chamisso (1781-1838), die Schriftsteller Rahel (1771-1833) und K. A. (1785-1858) Varnhagen van Ense, E. T. A. Hoffmann (1776-1822) und A. Glaßbrenner (1810-1876), die Familien Mendelssohn Bartholdy. Die Kirche zum Heiligen Kreuz wurde 1885-88 von J. Otzen im gotischen Stil erbaut; sie bot 1 500 Menschen Platz. Sie wurde im Volksmund wegen des Turms auch „Pickelhaube“ genannt.


Der weitere Weg führt am Landwehrkanal entlang.


Der Kanal ging aus einem Entwässerungsgraben („Hedekampscher Graben“) hervor. Im 16. Jh. wurde er durch einen Erdwall verstärkt (Landwehrgraben) und im 18. Jh. für das Flößen von Holz verbreitert (Floßgraben). Der Ausbau zum schiffbaren Kanal erfolgte 1845-50, die Verbreiterung und Einfassung mit Quadern 1883-1890. Das Patentamt an der Gitschiner-/Lindenstraße wurde 1903-05 von H. Solf und F. Wichards im Stil der süddeutschen Renaissance erbaut; damals eines der größten der Stadt mit Korridoren in einer Gebäudelänge von 5 km; heute Dienststelle des Deutschen Patentamtes München und des Europäischen Patentamtes.

Unweit das Haus des Deutschen Metallarbeiter-Verbandes (1929/30 von B. Mendelsohn und R. Reichel im Stil der neuen Sachlichkeit erbaut; heute Sitz der Berliner IG Metall) (4). Am Ufer sind Teile einer alten Pumpenanlage aufgestellt. Beim Spaziergang am Landwehrkanal passieren wir zwei Brücken: die Zossener und die Waterloobrücke (erbaut 1890/91).

Das Ufer trägt den Namen des Kreuzberger Bürgermeisters Carl Herz, der als jüdischer Sozialdemokrat 1933 aus dem Amt gejagt und misshandelt wurde. Die Namen Tempelherren- und Johanniterstraße verweisen darauf, dass hier die Tempelherren und später die Johanniter Besitzungen hatten (daran soll auch die Holzfigur erinnern).

Das alte Zollhaus entstand um 1896 als Depot für die Berliner Stadtreinigung (Architekt: L. Hoffmann). Das Sommerbad (5) gegenüber liegt auf dem Gelände der englischen Gasanstalt, die seit 1829 Berlin mit Leuchtgas versorgte und bis Mitte der 1920er Jahre produzierte.

Einige Meter weiter östlich (heute Böcklerpark) nahm 1847 die städtische Gasanstalt ihre Produktion auf. Die Konkurrenz beider Unternehmen sorgte jahrzehntelang für billiges Gas in Berlin. Dazwischen liegt die Baerwaldbrücke (1876-78 erbaut, benannt nach dem Direktor der Gasanstalt).

Ein Stück die Baerwaldstraße in Richtung Süden steht auf der Mittelpromenade das Denkmal für die Gefallenen des Kaiser-Franz-Grenadier-Regiments (E. Encke, 1924). Schräg gegenüber wurde 1896-1901 das Stadtbad im Neo-Renaissance-Stil errichtet, eine der ersten Berliner Bauten des Stadtbaurates L. Hoffmann.

Der Böcklerpark entstand in den 1930er Jahren auf dem Gelände der städtischen Gasanstalt. Er wurde 1950-52 wiederhergerichtet und trägt den Namen des ersten Vorsitzenden des DGB, Hans Böckler (1875-1951). Das Statthaus im Park ist ein aus amerikanischen Spendenmittel errichtetes Jugendfreizeithaus.


Der Urbanhafen (6) (gebaut 1891-96) war Berlins erster städtischer Hafen.


Nach dem Bau des Ost- und des Westhafens verlor er an Bedeutung und wurde 1963/64 zugeschüttet. Auf dem Gelände entstand der Erweiterungsbau für das Krankenhaus „Am Urban“ (eröffnet 1970, Architekt: P. Poelzig). Das Krankenhaus (an der Urbanstraße; 1887-90 als Pavillonbau errichtet; Architekt: H. Blankenstein) war Wirkungsstätte des Chirurgen Gohrbrandt, des Pathologen Benda und A. Döblins. Etwa an der Stelle des Neubaus stand die Melanchtonkirche (erbaut 1904-06 von A. Kröger, im Krieg zerstört und danach abgetragen).

Das 1973/74 neu erbaute Gemeindehaus (Architekt: A. Kröger) befindet sich am Planufer 84. In den Urbanhafen mündete der Luisenstädtische Kanal (1848-52 errichtet als Wasserverkehrs- und Schmuckkanal; nach 1926 zugeschüttet und als Park umgestaltet). Im ehemaligen Hafenbecken liegen heute noch zwei Kähne, beide mit Restaurationsbetrieb: die Van Loon und die Kreuz As.

Nach Überqueren der Admiralsbrücke (erbaut 1880-82 als schmiedeeiserne Brücke) gelangen wir in die Admiralstraße (7), eines der heiß umkämpften Kreuzberger Sanierungsgebiete. Im Nordteil der Straße und am Kottbusser Tor - Kahlschlagsanierung (Neues Kreuzberger Zentrum, erbaut 1969-74, Architekten: W. Jokisch, J. Uhl), im Südteil - behutsame Stadterneuerung, Verbindung von Altem und Neuem sowie experimenteller Wohnungsbau (IBA-Bauten am Fraenkelufer, erbaut 1982-84, Architekten: Hinrich u. Inken Baller; Wohnregal Admiralstraße 16, erbaut 1984-86, Architekten K. Nylund, Ch. Puttfarken, P. Stürzebecher).

Fusztour 3 Admiral

Das Denkmal „Admiral mit Doppelgänger“ wurde von L. Seefried-Matejkova geschaffen und 1985 hier aufgestellt.

Weiter am Fraenkelufer entlang treffen wir auf den Rest der Synagoge Fraenkelufer (8). Sie war von 1914-16 als orthodoxes Gotteshaus erbaut worden (Architekt: A. Beer) und während des Pogroms am 9./10. November 1938 beschädigt und demoliert. 1942 wurden die Gebäude von der Gestapo beschlagnahmt und für die Unterstellung von Militärfahrzeugen sowie für die Lagerung von enteignetem Hab und Gut missbraucht. 1944 fiel das Hauptgebäude amerikanischen Bomben zum Opfer. Ab September 1945 konnten in der ehemaligen Jugendsynagoge wieder Gottesdienste abgehalten werden.

Die Kottbusser Brücke (9) gehört mit der Baerwald- und der Schlesischen Brücke zu den ältesten Brückenbauten der ehemaligen Luisenstadt. Sie war zunächst eine hölzerne Klappbrücke und wurde wegen der vielen Leichenzüge zu den Friedhöfen vor der Stadtmauer im Volk „Leichenbrücke“ genannt. 1891-93 wurde sie durch eine Steinbrücke ersetzt.

Der Spaziergang endet am Maybachufer (10) (nach dem Ingenieur Wilhelm Maybach, 1846-1929). Hier findet dienstags und freitags nachmittags ein Markt statt, auf dem viele türkische Händler Obst und Gemüse, Käse und Gewürze anbieten.

Die Hinweise in Klammern verweisen auf die Legende in der obigen Stadtplanzeichnung.

Abbildungen aus dem Luisenstadt-Buch.


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- Nächste Fußtour No 4 hier online lesen: "Kreuzberg einmal anders - Teil II"

- Vorherige Fußtour No 2 hier online lesen: "Vom Urbanhafen zur Schillingbrücke"


Weitere neun historische Fußtouren finden Sie in unserem Nachdruck, kürzlich herausgegeben vom Bürgerverein Luisenstadt als Neuauflage des vergriffenen Titel von 1995.

Cover Luisenstadt 200

Mehr über das Buch und die Bezugsmöglichkeit hier. Mit dem Erwerb unterstützen Sie unsere ehrenamtliche Gemeinwohl-Arbeit für unsere Luisenstadt.

Und demnächst lesen Sie hier online die dritte Fußtour aus unserer neuen Serie Fußtouren in der Luisenstadt.

Aus dem Inhaltsverzeichnis des Buches:

Luisenstadt Buch 1 Fusztouren


Fusztour 1 Luisenstadt Wappen


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Cover Die LuisenstadtLange vergriffen, wie haben es erneuert und wiederaufgelegt.. Bestellen Sie bei uns im Büro, im Buchhandel oder in Ihrer Buchhandlung - Haben Sie es schon? - Mehr Info eisfabrik neuNeu: Unsere Broschüre zur Geschichte der Eisfabrik: "Die Eisfabrik - gestern · heute · morgen".Viele, teils farbige Abbildungen. Erschienen September 2019. Hier formlos per eMail im Büro bestellen. Mehr Info

Historischer_Pfad_Leseprobe
Unsere Geschichts-Broschüre
"Ein historischer Pfad im Heinrich-Heine-Viertel". Viele Abbildungen mit erläuternden Texten - Hier formlos per eMail im Büro bestellen. Mehr Info

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Baustelle Eisfabrik und Gedenktafel - Neues aus der Köpenicker Straße

Eisfabrik - Erster Sanierungsabschnitt demnächst fertiggestellt

Ende Juli wurden die Gerüste am Quergebäude entfernt. Hier und da laufen noch Arbeiten am Gebäude, aber das Gröbste ist abgeschlossen. Die Sanierung war doch sehr aufwendig, teilweise mussten Stahlträger in den Betondecken erneuert werden.

Das Gebäude wurde 1910 durch die Norddeutschen Eiswerke zur Vermietung an Firmen errichtet. So befanden sich hier z.B. Druckereien und ein Maschinenhandelsunternehmen.

In den 1930er Jahren wurde das Gebäude zum Kühlhaus umgebaut, wozu die Fenster geschlossen wurden und das Gebäude mit Technik ausgestattet und gedämmt wurde.

Es blieb bis 1995 in Betrieb. Die Treuhandanstalt TLG ließ das denkmalgeschützte Gebäude verfallen, in mehreren Präsentationen zum Gelände war es nicht mehr zu sehen.

Das Unternehmen Trockland hat es nun zur Vermietung an Gewerbetreibende saniert, die Fassade ist wieder offen und das Gebäude lichtdurchströmt.

In der Welt des Internet finden sich Hinweise darauf, daß hier ab September Räumlichkeiten zu mieten sind. Die übrigen Gebäude benötigen noch etwas Zeit.

Foto oben: Ehemaliges Kühlhaus, Norddeutsche Eiswerke, Köpenicker Straße 40/41

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Sa 8·August 2020: Das rbb HEIMATJOURNAL ist mal wieder in unserer Luisenstadt

Wir geben hier gern die Info- und Serviceseite der Sendung weiter

Berlin - von Kreuzberg nach Mitte

Auf der Alten und Neuen Jakobstraße unterwegs

Die Alte und Neue Jakobstraße passen vielleicht nicht so ganz zu den Erwartungen an Kreuzberg und Mitte. Aber der erste Blick trügt. Denn auf den zweiten Blick gibt es Spektakuläres zu entdecken. Geprägt wurden Straße und Straßenverlauf schon immer vom Wandel in der Großstadt. Mal Zeitungsviertel, mal jüdisches Viertel und heute ist es ein bunter lebendiger Kiez.

Der Garten hinterm Sicherheitszaun
Ein Blick durch Gitterstäbe offenbart den „Paradiesgarten“ am Jüdischen Museum. Wunderbar zum Sonnenbaden und Buchlesen oder einfach zum Faulenzen mitten in der Großstadt. Und mit versteckten Geheimnissen: einer Schlange und einem Trümmerberg. Der Weg ins Paradies führt einmal durch die Sicherheitsschleuse vom Jüdischen Museum. Bülent Durmus ist der Organisationsdirektor.

Das geheimnisvolle Patent- und Markenamt
Das Deutsches Patent- und Markenamt und auch das Europäische Patentamt thronen an der Alten Jakobstraße. Seit 1877 werden dort überraschende Ideen hineingetragen, wie z.B. ein beleuchteter Stopfpilz oder ein schmerzhafter Schutz vor Fahrraddiebstählen. Wegen Corona darf das Haus derzeit nicht besucht werden. Aber das HEIMATJOURNAL hat einen Weg gefunden, trotzdem hineinzuschauen.

Der Bolzplatz vor der Bundesdruckerei
In der Alten Jakobstraße liegt der Waldeckpark. Inmitten satten Grüns versteckt sich ein Fußballplatz. Der wurde mal für die Beschäftigten der benachbarten Bundesdruckerei gebaut. Heute steht er für alle offen, ist aber vor allem Heimplatz des Fußballclubs „Hilal Spor“. Dieser vereint Spieler verschiedenster Herkünfte, vor allem aber mit türkischen Wurzeln.

Whiskey in der Neuen Jakobstraße
Die Alte Jakobstraße ist etwa 1,7 Kilometer lang und geht direkt in die Neue Jakobstraße über, die nur ein paar hundert Meter misst. Dabei ist die Neue auch schon rund 250 Jahre alt. Dort wird die Straße eher typisch Mitte, mit spannenden Restaurants und Tischen auf dem Bürgersteig. Wie das "Dude" im gleichnamigen Hotel. 180 Sorten Whiskey werden dort serviert.

Die Serviceinformationen zur Sendung

Extratipp: Sonderausstellung Berlinische Galerie

"Arbeiten auf Papier - von 1945 bis heute" - unter dem Motto zeigt das Museum Werke von über 60 Künstler*innen und damit ihren Blick auf die Großstadt Berlin. Berlin feiert dieses Jahr das 100-jährige Jubiläum seiner Stadtgeschichte.

Berlinische Galerie
Alte Jakobstraße 124
10969 Berlin
https://berlinischegalerie.de/

Grünanlage im Museum

Paradiesgarten
Eingang Jüdisches Museum
Lindenstraße 9-14
10969 Berlin
https://www.jmberlin.de/

Buchen Sie Tickets für ein bestimmtes Zeitfenster, für öffentliche Führungen oder für Veranstaltungen online. Der Vorverkauf für Museumstickets startet immer zehn Tage vor dem jeweiligen Datum.

Hotel und Restaurant

The Dude
Köpenicker Straße 92
10179 Berlin
https://www.thedudeberlin.com/

Behörde für die Kreativen

Deutsches Patent- und Markenamt
Gitschiner Straße 97
10969 Berlin
https://www.dpma.de/

Der Bolzplatz in der Großstadt

Sportplatz Waldeckpark
Alte Jakobstraße 40
10969 Berlin-Kreuzberg

Fußballverein Hilalspor
https://www.hilalspor-berlin.de/

 

Quelle: Newsletter HEIMATJOURNAL


HEIMATJOURNAL im rbb Fernsehen: samstags um 19:00 Uhr, Wiederholungen am Sonntag und Montag, sichtbar in der Mediathek
HEIMATJOURNAL im Internet: www.rbb-online.de/heimatjournal/




 

Gieß- und Aktionskalender 2020: GRÜN FÜR LUISE - Notruf der Bäume

Aktion GRÜN FÜR LUISE
Mit Gieß- und Aktionskalender 2020

Auch in diesem Jahr gehen fortlaufend Notufe der Bäume bei uns ein. Der Zwischendurch-Regen reicht bei weitem nicht aus, um in der Tiefe die Baumwurzeln ausreichend zu versorgen.

Unsere AG GRÜN FÜR LUISE hat einen neuen Gieß- und Aktionskalender aufgestellt, der wechselnde Aktionsorte und Termine berücksichtigt.

Bitte notieren Sie sich die Termine und seien Sie dabei. Die Bäume, und wir, die Bewohner danken sehr.

  • Mittwoch 29.07., 18 Uhr, Gießen auf dem Michaelkirchplatz
  • Mittwoch 05.08., 17:30 Uhr, gemeinsame Gießaktion zu Gunsten der Straßenbäume auf der nördlichen Seite des Michaelkirchplatzes/ Kreuzung Michaelkirchstraße gemeinsam mit der SPD-Gruppe Luisenstadt (Hydrant vor dem „Berliner Wappen“ wird angezapft).
    Siehe dazu das Bild oben, Großansicht hier
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Sa 15·Aug: Rundgang mit Lesung - Historischer Pfad im Heinrich-Heine-Viertel

Wir sind wieder da!

Die Armenschule in der Annenstraße, um 1870

Unsere AG Geschichte hat wieder drei Veranstaltungen vorbereitet, jeweils für August, September und Oktober. Wir begeben uns im August auf die Spuren der Vergangenheit eines vielseitigen Viertels in der Luisenstadt.

Das Neanderviertel, ab 1966 Heinrich-Heine-Viertel, ist das erste große Wohnungsbauprojekt, das nach dem 2. Weltkrieg in Plattenbauweise in Ostberlin realisiert wurde.

Mit rund 2.500 Wohnungen ist das Heinrich-Heine-Viertel heute das größte Genossenschaftsquartier im Zentrum Berlins.

Die Fläche, über die sich das Viertel erstreckt, könnte mehr Geschichte kaum enthalten.

Wir lesen auf unserem Spaziergang aus der Broschüre, die Mitglieder des Bürgervereins Luisenstadt über das Gebiet des Heinrich-Heine-Viertels herausgebracht haben.

Stationen sind u. a. die erste städtische Turnhalle aus dem Jahr 1864 (Bild unten), die erste Kaufhalle des neu entstandenen Wohnviertels, eine Armenschule (Bild oben) und eine der vielen Vergnügungsstätten, die es bis zum 2. Weltkrieg in dieser Gegend gab.

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NEU Juli/August 2020: ecke köpenicker No. 3 erschienen

Die ecke No. 3 für Juli/August 2020 enthält die Schwerpunkte Wohnungsneubau im Heinrich-Heine-Viertel, Teepeeland, Köllnischer Park und Bärenzwinger. Und das sind alle Themen:

  • Bedarfsgerechter Wohnungsneubau - Sozialstudie Heinrich-Heine-Viertel
  • Bärenzwinger: Visionen für einen Kulturstandort. Öffentliches Forum zur Zukunft des Orts am 3. September 2020
  • Stadtteilladen wieder offen: Mundschutz ist erforderlich
  • Bautätigkeit in der Nördlichen Luisenstadt: Erneuerungen im Köllnischen Park
  • Nachrichten/Leserecke: Kita Alegria
  • Neues vom Bürgerverein Luisenstadt: Spendenaufruf "Aktion Dankeschön" für unsere Alltagshelden / AG Grün / Stammtisch / Website
  • Bürohäuser treiben die Grundstückspreise: Die neuen Bodenrichtwerte für die Luisenstadt im Bezirk Mitte
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Stadtgeschichte mit Leidenschaft - Ein Besuch bei Dr. Kurt Wernicke

Claudia Hertel und Volker Hobrack vom Bürgerverein Luisenstadt zu Gast bei Historiker Kurt Wernicke

Angemeldet per E-Mail und bestätigt per Telefon vermittelt der erste Kontakt den Eindruck eine lebhafte Person anzutreffen.

Wir kommen zu zweit und werden herzlich begrüßt und in seine kleine Wohnung hineingebeten.

Hier in einem Köpenicker Neubauviertel wohnt er seit wenigen Jahren in einer Q3-Wohnung, nachdem seine Frau gestorben ist und er hunderte Bücher seiner Bibliothek aus Platzmangel dem Heimatverein Köpenick übergeben hat.

Trotzdem ergibt sich der Eindruck einer Schreibwerkstatt um den PC-Arbeitsplatz herum unter Literatur- und Heimatkalendern und Bücherregalen.

Mit 90 ist Kurt Wernicke immer noch mit historischen Themen befasst mit einem täglich selbst abgesteckten Arbeitspensum.

Im kleinen Wohnzimmer sind die Kaffeetassen platziert und hier beginnt er zu erzählen.

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