Archiv: David Alexander and Rivka Alexander-Yahich

Gunter Demnig verlegte am 28.11.2012 neun Gedenksteine, die an die Opfer des Nazi-Terrors erinnern. In dem Haus Ohmstr. 1 wohnte die Großfamilie seit 1914.

Neun von zehn Familienmitglieder wurden im KZ Chelmno (Kulmhof) am 13. Mai 1942 ermordet:

Lea Jahisch, Josef Mentesch, Ester Jahisch, Perla Jahisch, Lisa Meschoulam, Rebekka Meschoulam, Rachel Meschoulam, Rosa Meschoulam, Albert Meschoulam.


In der polnischen Gemeinde Chelmno, 70 Kilometer westlich von Lodz, errichten die deutschen Invasoren das erste nationalsozialistische Vernichtungslager, das später als "Sonderkommando Kulmhof" mindestens 152.000 Menschen ermordete.

Der Initiator des bundesweiten Gedenkprojektes "Stolpersteine", Gunter Demnig, hat den Dresdener Erich-Kästner-Preis erhalten. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde dem Künstler am Sonntag auf Schloss Albrechtsberg überreicht.

Die Laudatio hielt der ehemalige israelische Botschafter in Deutschland, Avi Primor. Er sagte, die Stolpersteine seien das Gegenteil von Verdrängung. "Sie liegen zu unseren Füßen, vor unseren Augen und zwingen uns zum Hinschauen". Die "Stolpersteine" werden meist vor den letzten Wohnstätten von Opfern der Nazidiktatur verlegt.

Die kleinen Messingplatten verzeichnen Lebensdaten sowie Angaben zum Schicksal. Eigenen Worten zufolge spendet Demnig sein Preisgeld für den Neuen Jüdischen Friedhof in Dresden, den Verein "Stolpersteine für Dresden" und für das Bündnis "Dresden Nazifrei".

Die Familie des einzig Überlebenden hat ihre Berliner Geschichte aufgeschrieben und dokumentiert (in englischer Sprache). 

Bisher vergriffen, wir bringen`s wieder: "Die Luisenstadt"

300 Seiten Geschichte und Geschichten über einen alten Berliner Stadtteil

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Sa 2·Dez 2017 Führung: "Die Backstube" am Wassertorplatz

Altes Handwerk in der Luisenstadt

Bereits seit 1981 Jahren werden am "Wassertor" nahe des Luisenstädtischen Kanals in handwerklicher Tradition und im Kollektiv Brötchen, Kuchen und jede Menge verschiedener Brotsorten gebacken.
Fast ausschließlich mit frisch gemahlenem Vollkornmehl und mit anderen Zutaten aus ökologischem Anbau, die die Bäckerei direkt von Erzeugern aus dem Berliner Umland bezieht. So können die Preise für ihre erstklassigen Backwaren trotzdem erschwinglich bleiben, worauf das Kollektiv großen Wert legt. Der Verkauf findet direkt in der Backstube statt, es werden aber auch Kitas, Cafés und kleine Bioläden im Kiez beliefert.

Wir besuchen mit Ihnen die schön warme, weihnachtliche Backstube, ein Gründungsmitglied des Kollektivs führt uns herum. Bitte melden Sie sich gleich an ...

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Nov/Dez 2017: ecke köpenicker No. 7/2017 erschienen

Die siebte ecke 2017 informiert aktuell mit Hintergrund-Infos über diese Themen:

· Stadtforum am 20. November 2017
· Parkraumbewirtschaftung ab Frühjahr 2018
· Köllnischer Park wird doch saniert – Fördermittel jetzt freigegeben
· Neulich im Bärenzwinger Vernebelte Melancholie bei sequenziellem Rotieren
· Das böse A-Wort

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Eine neue Straße mündet in die Köpenicker: Der Wilhelmine-Gemberg-Weg

Zwischen den Häusern Köpenicker Str. 48 und 52 gibt es seit Oktober 2017 eine neue Straßenverbindung zum Spreeufer.

Sie verläuft knappe 100 Meter von der Köpenicker Straße zu den Wohngebäuden der Alten Seifenfabrik und der Genossenschaft Spreefeld.

Diese kurze Straße wird nur als Weg bezeichnet und führt zwischen dem Hochtief-Bürogebäude und dem Deutschen Architekturzentrum zur Spreefeld-Areal.

Ihr Name erinnert an die Gründerin der ersten Kinderbewahranstalt 1831 in der Luisenstadt: Wilhelmine-Gemberg-Weg.

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Filmarchiv: "Berlin - Ein Garten. Historisches Grün für alle"

Wer das Engelbecken und das gesamte Gartendenkmal Luisenstädtischer Kanal liebt, der mag auch die zahlreichen weiteren gestalteten Parks und Schmuckplätze Berlins bewundern.

Diese rbb-Dokumentation von Sabine Carbon aus dem Jahr 2011 haben wir für Sie aus unserem Archiv geholt. Der überaus interessante Film führt uns gemeinsam mit Klaus von Krosigk, dem damaligen Gartenbaudirektor Berlins, in einem Bus voll mit Freunden der Gartenbaukunst durch die Stadt zu zahlreichen grünen Welten der Erholung - jede für sich mit einem eigenen ästhetischem Konzept.

Erstaunlich, was in den 90er Jahren möglich war, als Grün-Projekte noch von heute auf morgen umgesetzt werden konnten.

Eingefügt in die Doku sind Szenen aus Interview-Nachdrehs sowie interessantes Archivmaterial. Auch unser Bürgerverein kommt zu Wort.

Sehen Sie sich hier den Film an. Und auch für weitere Informationen bitte ...

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Verkehrskonzept Luisenstadt: "Einbahnstraßen wären doch das Mindeste"

Am 12. Oktober 2017 veranstaltete der Bezirk XHAIN eine Auftaktveranstaltung zu einem neuen "Verkehrskonzept Luisenstadt". Mehrere Mitglieder des Bürgervereins nahmen daran teil. Volker Hobrack berichtet, auch mit eigenen Einschätzungen.

Sehr schön, dass die Luisenstadt auch in Kreuzberg ein Begriff ist. Nicht schön ist, dass die STATTBAU die "Luisenstadt" vordergründig nur für Kreuzberg okkupiert. Zumindest im Einladungsflyer zur genannten Veranstaltung. Erst aus dem Vorspanntext der Einladung ist zu entnehmen, dass ein Verkehrskonzept für das Untersuchungsgebiet Luisenstadt Kreuzberg gemeint ist.

Denn für die nördliche Luisenstadt liegt eine Verkehrsstudie bereits seit 2011 vor, an die sich Kreuzberg hätte anschließen können. Noch dazu mit geringerem Aufwand, weil die Kordonmessungen an den Kontrollpunkten Köpenicker Straße, Adalbertstraße und Heinrich-Heine-Straße ja die Ansatzpunkte für den Durchgangsverkehr Mitte nach Kreuzberg und in umgekehrter Richtung geliefert hatten.

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