Paul-Lincke-250Einer der prominenten Einwohner der Luisenstadt war der Komponist Paul Lincke. l937 wurde er Ehrenbürger von Berlin. Wie viele prominente Berliner ("Der Hauptmann von Köpenick", Claire Waldoff) ist der berühmte Komponist nicht in Berlin begraben. Bekannt sind Paul Linckes Operetten (u. a. Frau Luna, Im Reiche des Indra, Lysistrata) und natürlich die Schlager: "Schenk mir doch ein kleines bisschen Liebe", "Bis früh um fünfe, kleine Maus", "Schlösser, die im Monde liegen", "Glühwürmchen" und natürlich der Marsch: "Das ist die Berliner Luft", der beispielsweise jedes Mal zum Abschluss des "British Military Tattoo" in der Deutschlandhalle gespielt wurde.

Paul-Lincke-BüstePaul Lincke wurde am 7. November 1866 in Berlin geboren. Sein Vater, ein Geiger, verstarb früh und so zog seine Mutter mit seinen beiden Brüdern in die Adalbertstraße, nachher in die Eisenbahnstraße. Da sich der Sohn für Militärmusik begeisterte, ging er in die Lehre nach Wittenberge an die Stadtmusikkapelle und wurde dort als Fagottist ausgebildet. Daneben erhielt er eine Reihe von weiteren Ausbildungen an anderen Musikinstrumenten.

1884 erhielt er ein Engagement am Central-Theater in der Alten Jakobstraße als Fagottist. 1887 war er im Ostend Theater an der Großen Frankfurter Straße tätig. Dort lernte er seine Frau Anna kennen.

Es folgten Engagements am Königsstädtischen Theater, am Belle-Alliance Theater und am Parodie Theater in der Oranienstraße. 1897 fand er sich im Apollo Theater in der Friedrichstraße.

Zwei Jahre spielte er dann in den Folies Bergères in Paris und kehrte dann ins Apollo Theater zurück. Jetzt war er schon mit seinen Kompositionen eine beliebte Persönlichkeit. Er wohnte in der Oranienstraße 64. Hier befindet sich heute eine Gedenktafel an der Hauswand und eine Büste an der Oranienstraße davor.

Lincke Gedenktafel

1908 wurde er erster Kapellmeister und Komponist am Metropol-Theater. Außer für die Musik begeisterte sich Paul Lincke noch für das Skatspiel, das er häufig bei Max & Moritz und im Café Kuchen-Kaiser am Oranienplatz spielte. Im Café Kuchen-Kaiser kann man seine Originalwidmung zum 75jährigen Bestehen der Firma besichtigen.

l937 wurde er Ehrenbürger von Berlin. Im engeren Freundeskreis kursierte sein Spruch "Ich bin jetzt der einzige Lincke, der noch Rechte hat".

Als er 1943 in Marienbad gastierte, wurden seine Wohnung und sein Apollo-Verlag in der Oranienstraße ausgebombt. Am Ende des Krieges war er zunächst im heutigen Tschechien, übersiedelte dann, schon schwer krank, nach Arzberg und später nach Hahnenklee im Harz. Es gelang ihm nicht mehr, nach Berlin zu kommen. Er verstarb dort 80jährig.

So ist Paul Lincke, wie viele prominente Berliner (“Der Hauptmann von Köpenick, Claire Waldoff), nicht in Berlin begraben.

UF


Paul Linckes symbolisches Grab
Besuchen Sie Paul-Lincke in der Oranienstraße 64

 

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Sa 23·Feb 2019: Werkstattbesuch - Altes Handwerk in der Luisenstadt-Kreuzberg

Ein doppelter Werkstattbesuch am Mariannenplatz: Die Werkstatt für Filz und die Werkstatt für klassische Gitarren

Die Technik des Filzens wurde vor Tausenden von Jahren vermutlich von Hirten entwickelt, um sich dank der wärmeausgleichenden und wasserabweisenden Eigenschaften des Filzes über das Jahr gegen Kälte, übermässige Wärme und Nässe zu schützen.

Die Malerin Elisabeth Schwarz hat vor vielen Jahren ihre Leidenschaft für diese uralte Technik entdeckt und stellt in ihrer Werkstatt mit unbegrenzten Möglichkeiten farbenreiche und kunstvolle Gegenstände aus Filz her.

In der gleichen Werkstatt arbeitet der Instrumentenbauer Michael Batell. Aus Edelhölzern wie Palisander, Ebenholz und Zypresse baut er für profesionelle Musiker hochwertige Konzert- und Flamencogitarren, wobei traditionelle Ästhetik und Design und moderne und oft innovative Herstellungstechniken miteinander harmonieren.

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Kurz gefasst - Alle Meldungen - 2019

Alle bisherigen Kurzmeldungen für 2019 hier auf dieser Seite ... - Sowie für 2018 und 2017 hier. - Mehr "Luisenstadt" googeln - bitte hier


    JANUAR 2019

  1. Dienstag 15. Januar Wieder öffentliche Sitzung der Betroffenenvertretung für das Sanierungsgebiet Nördliche Luisenstadt mehr hier
  2. Dienstag 15. Januar Beginn der neuen Veranstaltungsreihe unserer AG Geschichte im Beginenhof
  3. Freitag 11. Januar, Diskussion "Die Pressefreiheit in der Gegenwart" im FHXB Museum, Dachetage
  4. Freitag 11. Januar, Gespräch + Neujahrsempfang "Die IBA 1987 (i. d. Luisenstadt) - und Stadterneuerung heute". CLB, Aufbauhaus

  5. Bild oben Großansicht
    · Mehr über die Lichtgrenze am 9. November 2014 in der Luisenstadt

 

Die Wahrheit über die Nutzungskonflikte auf der Partymeile Köpenicker Straße und warum

In der ecke No. 8 Dez 2018/ Jan 2019 finden Sie diesen Leserbrief von Volker Hobrack, Vorstand unseres Bürgervereins Luisenstadt, zur Studie zu den Nutzungskonflikten in der Nördlichen Luisenstadt:

Liebe Redaktion,
in diesem Artikel der FAZ (m.FAZ.net/aktuell/reise/tourismus-berlin-deutsch-land - "Den Berlinern reicht's") steckt sehr viel mehr Wahrheit als in Euren Beiträgen über die Studie zu den Nutzungskonflikten (hier lesen) in der ecke von Nov/Dez 2018. Mit den Zitaten aus dieser Studie wird der Eindruck erweckt, als wären die Lärmbelastungen durch Tourismus nicht sonderlich groß.

Besonders grotesk ist das Zitat, "dass Gäste des A&O Hostels… keine wesentliche Quelle nächtlicher Ruhestörungen" seien.

Auch in dieser Studie steckt ein Haufen falscher und beschwichtigender Aussagen. Dieses Hostel ist Hauptverursacher von Lärm und von Verkehrsproblemen in der Köpenicker Straße, weil es überdimensioniert ist.

Das Bezirksamt hat in seiner Ignoranz mit einer Betriebsgenehmigung für 1.600 Betten ein Dauerproblem für die Anwohner und Verkehrsteilnehmer geschaffen, mit dem es jetzt nicht mehr umgehen kann. Es ist darüber hinaus noch peinlicher für die Verwaltung, wenn nebenan und gegenüber Spätis entstehen, teils ungenehmigt, die den überbordenden Tourismus zu einer Gefahr für die Stadtverträglichkeit werden lässt.

Zur Studie ist allerdings auch anzumerken, dass mit dieser sozialwissenschaftlichen Arbeit überhaupt mal ein anderer Weg der Problembetrachtungen gegangen worden ist. Doch ob das mit dieser ersten Untersuchung schon ausreicht, ist sehr zweifelhaft. Richtig ist die Feststellung der Studenten, dass eine deutliche Diskrepanz in der Wahrnehmung des Gebietes zwischen der Verwaltung und den Anwohnern besteht.

Doch was folgt daraus für den Arbeitsstil der Verwaltung?

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NEU: Dezember 2018/Januar 2019: ecke köpenicker No. 8/2018 erschienen


Die ecke No. 8 für die Monate Dezember 2018 und Januar 2019 informiert aktuell und mit Hintergrund-Infos über diese Themen:

  • Vorläufiger Abschied der ecke und der ecke-Macher *)
  • Leserbrief von Volker Hobrack, Vorstand Bürgerverein Luisenstadt, zur Interpretation der Studie zu den Nutzungskonflikten in der Nördlichen Luisenstadt **)
  • Ein Haus im Haus. Der Sieger des Architekturwettbewerbs für das Marinehaus am Köllnischen Park steht nun fest
  • Plädoyer. Marktplätze der neuen Art!
  • Wenn unser Haus verkauft wird. Das Netzwerk "Häuser bewegen" leistet emotionale Hilfe für betroffene Mieter
  • Bezirk baut Milieuschutz aus. Auch die Nördliche Luisenstadt soll untersucht werden
  • Auf Hilfsbedürftige achten! Auch 2018 ist die Berliner Kältehilfe aktiv
  • Neue Perspektiven für das Postfuhramt in der Nördlichen Luisenstadt. Irischer Investor plant Wohnen und Gewerbe
  • Die alte Eisfabrik an der Spree.
    · Investor Trockland. Erste Arbeiten am "Eiswerk"-Vorhaben haben bereits begonnen: Brand im Dachstuhl
    · Rundgang mit Falko Hennig. Eis und Feuer am Wasser
  • Nachrichten aus dem Bezirk
  • Adressen

______________________
(Original-Überschriften wurden ergänzt)

Lesen/Downloaden Sie die neue "ecke köpenicker" hier auf dieser Seite...

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NEU: Unser Veranstaltungsprogramm Januar bis März 2019

Informieren Sie auch Ihre Freunde und Bekannte - alle Veranstaltungen des Bürgervereins Luisenstadt sind kostenfrei.

Alle Veranstaltungen, Orte und Termine finden Sie hier im Print-Flyer sowie auch aktuell und ausführlich auch hier auf unserer Homepage ...

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Abschlussbericht erschienen: Das sind die "Nutzungskonflikte in der Nördlichen Luisenstadt"

Dass wir auf diesen Abschlussbericht der Untersuchung zu Nutzungskonflikten in der Nördlichen Luisenstadt "sehnsüchtig" gewartet haben, das wäre sicher übertrieben.

Nun ist der wissenschaftliche, dennoch auch lesbare Bericht fertiggestellt und veröffentlicht worden. Nutzer und Anwohner der Köpenicker Straße können nun genauer hinschauen, was und warum vor ihrer Tür passiert.

Konsequenzen aus den Ergebnissen zu ziehen, das obliegt nun dem Bezirksamt Mitte und seinem Präventionsrat *). Doch Bürgerbeteiligung ist auch hier weiterhin gefordert.


Update: Lesen Sie dazu auch aktuell die Ergänzungen der HUB-Forscher in der kürzlich erschienenen "ecke No. 7 Nov/Dez 2018" hier auf unserer Homepage

Und das Berliner Abendblatt berichtete inzwischen ebenfalls:
www.AbendblattBberlin.de/2018/11/17/probleme-in-der-luisenstadt


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