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Interesse für Stadtgeschichte wecken

P.S.: Genau. Und von der Geschichte her - es war der Hafen, da hat Berlin seinen Ursprung, von da ging alles aus, das war der Grund, warum der Kurfürst sich auf einmal meldete aus Potsdam. Wie wichtig das Wasser in Berlin war, das ist völlig verloren gegangen.

Waisenbruecke 1780 300

Waisenbrücke um 1780, Kupferstich von Georg Rosenberg
(Abbildung ©Stadtmuseum Berlin)


Es gibt eine Menge Leute, die viel dafür tun, um das wieder ins Bewusstsein zurück zu holen, wie zum Beispiel Wolfgang Maennig vom Historischer Hafen. Der Historische Hafen liegt ein bisschen um die Ecke, es braucht einen natürlichen Weg, um ihn zu finden und die Umgebung zu entdecken.

Über die Fischerinsel kommen die Leute jetzt nicht unbedingt, aber das wird passieren, wenn dort wieder eine Brücke ist. Momentan kommen nur die Leute dort hin, die sich explizit für die Fischerinsel mit ihren Neubauten interessieren, die sehen wollen, wie dieser Kanal war oder wie die Stadt zerstört war. Aber es ist vergessen, wie zentral das alles lag. Dann hat man auch wieder Sympathie für eine Umgebung, die jetzt eher ein Parkplatz mit Hochhäusern ist.

BVL: Ja, es lohnt sich, die Fischerinsel zu entdecken, mal kann dort schön am Kanal entlang gehen. Der Historische Hafen, die Stiftung Stadtmuseum Berlin, der Bürgerverein Luisenstadt und etliche andere sind aktiver Teil der ALLIANZ NEUE WAISENBRÜCKE. Was versprichst du dir von diesem Zusammenschluss?

P.S.: Gemeinsam klarzumachen, dass es in der Stadtbevölkerung ein breites Interesse gibt für einen Wiederaufwachen dieses Stadtteils. Wenn ein Museum das sagt, heißt es, die wollen ja nur das Museum besser sichtbar machen. Aber wenn Bürger*innen der direkten Umgebung das auch gerne wollen, ist es etwas anderes. Es könnte auch kleinere Nachteile geben, die Gegend wird voller, man hat auf einmal viele Leute da, die vielleicht auch nachts fröhlich sind und etwas Lärm machen. Das muss man akzeptieren.

Wenn die Bevölkerung auch sagt, das finden wir wichtig, wir sind stolz auf unsere Umgebung, auf die Geschichte, die Gebäude, die es dort gibt, wir möchten das teilen mit der Stadt, mit den Besucher*innen der Stadt, dann wird es vielleicht eher gehört, dass diese Brücke zurückkommen soll. Wenn auch der Historische Hafen sagt, das gehört zu unserer Geschichte dazu, der Wassergeschichte, und wir freuen uns darauf, dass die Brücke wahrgenommen wird, wir darunter hindurch fahren und man die Geschichte dazu erzählen kann, das ist doch eine schöne Allianz.

Wir wollen viele unterschiedliche Personen dafür interessieren, wie Stadtliebhaber, die allgemein interessiert sind an Stadtgeschichte. Wenn ich als Museumsdirektor das allein fordere, ist doch die Reaktion, was ist das für ein Idiot, der denkt, dass er für sein Museum dort eine Brücke bekommt. Aber wenn viele unterschiedliche Bewohner*innen der Stadt auch ein Plädoyer dafür halten, wird ist es viel deutlicher, dass es für die Stadt von Bedeutung ist.

 

Einbringung der Röhrichtinseln

Arbeiter beim Zusammenbau der Röhrichtinseln am Fr. 13. 08. im Engelbecken. Foto: P. Falckenberg

Bürgervereien wählt neuen Vorstand

Neuer Vorstand Bürgerverein Luisenstadt e.V.: Peter Schwoch, Ralph Rönsch und Petra Falkenberg; Foto: Wieland Giebel
Am 12. August 2021 wurde ein neuer Vorstand in der St. Thomas Kirche gewählt. Neuer Vorsitzender wurde Peter Schwoch, Stellvertreterin Petra Falkenberg. Neuer und alter Schatzmeister ist Ralph Rönsch. Ronald Pieper stand aus persönlichen Grunden nicht mehr für eine Vorstandstätigkeit zur Verfügung. Wir wünschen dem neuen Vorstand alles Gute!
Lesen Sie hier auch den Tätigkeitsbericht (PDF)

Es ist ein beglückendes Gefühl, Bücher machen zu können …

Gespräch mit Wieland Giebel, Leiter des Berlin Story Verlags, am 23.6.2021

BVL:    Unter dem Dach Berlin Story sind vielfältige Aktivitäten zur Geschichte Berlins zu finden: Seit 1997 bis 2016 Buchladen und Museum mit diversen Ausstellungen an verschiedenen Standorten Unter den Linden, seit 2014 der international bekannte Bunker mit Museum in Kreuzberg sowie der Berlin Story Verlag. Er hat seit 2015 seinen Sitz in der Luisenstadt, am Leuschnerdamm 7 mit Blick auf das Engelbecken.



In unserem Newsletter geht es um Leben und Arbeiten in der Luisenstadt, daher steht der Verlag im Mittelpunkt. Bis 2015 haben die im Verlag tätigen unter einem Dach mit den Mitarbeiter*innen des Museums und des Buchladens Unter den Linden gearbeitet. Wie kam es zum Wechsel des Verlagssitzes und warum ging er an den Leuschnerdamm?

W.G.:    Der Wechsel kam zustande, weil die Räume Unter den Linden 40 kurz vor der Kündigung standen, das Haus wurde verkauft und wir mussten raus. Zum Leuschnerdamm gingen wir, weil ich im gleichen Haus wohne und die Räume hier bereits für den Verlag vorbereitet waren. Es war alles schon verkabelt und eingerichtet, so eine Art Notbüro, weil vorauszusehen war, dass es Unter den Linden nicht weitergeht.

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Video: Die Allianz Neue Waisenbrücke fordert die Fertigstellung bis 2025

Der Brückentag am 14. Mai 2021 – organisiert durch die Allianz Neue Waisenbrücke – wurde nun filmisch dokumentiert.

Im Youtube Channel des Stadtmuseums ist das 3:35 Minuten kurze Video veröffentlicht und trägt den Titel "Neue Waisenbrücke – Berlins historische Quartiere wieder verbinden":

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Verkehrsplanung für die Oranienstraße jetzt in diesem Film

Abbildung: Screenshot Youtube

Die planende STATTBAU GmbH hat im Namen und im Auftrag des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg einen Film zur Verkehrsplanung in der Oranienstraße online gestellt.

Der Beitrag ist Teil des umfänglichen Beteiligungsverfahrens und soll die daraus entwickelten Planungsergebnisse vorstellen.

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Fertigstellung der Laterne auf St. Thomas

Bild: Für Pfarrer Christoph Heil war eine seiner ersten Aufgaben die Segnung des Turmkreuzes beim Aufsetzen auf die Laterne am 31. März 2021 - in 55 Metern Höhe (Foto: Claudia Hertel)Weihnachts- und Winterpause erzwangen die Unterbrechung der Bauarbeiten. Die Wetterplanen wurden erst Ende Februar 2021 gelüftet für die Wiederaufnahme der Maurerarbeiten. Sie müssen allerdings zu jedem Feierabend erneut festgezurrt werden, weil immer wieder Frostnächte drohen.

Erst der März lässt längere Arbeitsperioden zu. Das sichtbare Sockelmauerwerk schließt in 3 Metern Höhe in einem dickeren Ring von Formsteinen ab. Hier endet der zweischalige Aufbau des Mauerwerks, das nun einschalig weiter aufgeführt wird.

Der Formsteinring bildet einen wulstförmigen Verzierungsring, der an der dicksten Stelle einen Durchmesser von 1,68 Meter aufweist. Die Formsteine sind speziell nach den abgebrochenen Originalen gebrannt worden. Auch die zur vertikalen Verzierung hochgeführten Halbrundsteine sind nachgefertigt und den Originalen gleich. Sie bilden 12 aufstrebende Verzierungslinien, die die konische Gestaltung des Schaftes betonen.

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