Luisenstadt Mauerverlauf Collage 800

Wird auch die Luisenstadt einmal wiedervereinigt sein?

In mancherlei Hinsicht vielleicht wünschenswert. Die Spree wäre im Norden die alte natürliche Grenze, der Verlauf der U1 markiert die südliche Grenze. Der Bezirk Mitte müsste vorzugsweise die Luisenstadt Nord also an Friedrichshein-Kreuzberg abtreten ... schreiben Sie uns doch Ihre Meinung unten in die Kommentare ...
Die Idee einer wiedervereinigten Luisenstadt war bisher für unseren Bürgerverein kein Thema - lesen Sie im folgenden, was unsere aktiven Mitglieder im Jahr 2019 beschäftigt hat. Und machen Sie auch gern ehrenamtlich mit ...



Tätigkeitsbericht für den Zeitraum Dezember 2018 – November 2019

1. Vorstandsarbeit

Die Mitglieder des Vorstands sind Ralph R., Peter S. und Volker H. Sie treffen sich monatlich zur Beratung über alle Vereinsangelegenheiten.
In der Regel nehmen auch andere aktive Vereinsmitglieder wie Dorothea K., Claudia H., Ralph B., Wiltrud D., Julia P. und Angelika T. als erweiterter Vorstandskreis daran teil.

Eisfabrik Vorderhaus

Die Eisfabrik der Norddeutschen Eiswerke: gestern - heute - morgen

Die Eisfabrik der Norddeutschen Eiswerke - heute ein Denkmalensemble - zeigte einst in einmaliger Komplexität die Geschichte der Kälteindustrie.

Von der Eisgewinnung am Rummelsburger See bis zu den ersten Großkühlhäusern Deutschlands konnte hier die Entwicklung nachverfolgt werden.

Bis 1995 wurde hier Stangeneis produziert, dann erfolgte die Übernahme durch die Treuhandliegenschaftsgesellschaft (TLG), aus Spekulationsgründen die Teilung des Areals und im Jahr 2010 der Abriss der Kühlhäuser, dem größten Gebäudeteil.
Nach Jahren des Leerstands, des Vandalismus und Verfalls ist der letzte Teil des Denkmals nun an einen Investor übergegangen, der die noch verbliebenen Gebäude erhalten und komplettieren will.

Die Bauarbeiten sind bereits in Gang, so dass die Ausstellung über die Geschichte der Norddeutschen Eiswerke auf der gegenüberliegenden Straßenseite gezeigt wird.

Aktion Kehrenbuerger 2014
Am 29. und 30.8.2014 haben Mitglieder des Bürgervereins Luisenstadt und Anwohner des Michaelkirchplatzes und des Engelbeckens Müllsäcke in die Hand genommen und Papier, Plastiktüten, Getränkeflaschen und diversen anderen Müll aufgesammelt. Es war eine gemeinschaftliche Aktion von Bewohnern des Kiezes, die die Grünflächen täglich vor Augen haben, Freude daran haben und sie gut erhalten wissen wollen.

Ikonen der Luisenstadt

Königin Luise von Preußen

Königin Luise von Preußen - Ein romantisches Ideal auf dem Weg in die Moderne

Wir kennen Königin Luise als schön und anmutig, mit ungezwungenen Umgangsformen und zuvorkommend, im öffentlichen Auftreten eher bürgerlich als aristokratisch.

Schon zu Lebzeiten wurde sie zum Gegenstand beinahe kultischer Verehrung. Ihr früher Tod verstärkte diese Tendenz.

Luises Leben war eng verknüpft mit den dramatischen Ereignissen Preußens im Krieg gegen Napoleon.

Als Mutter Kaiser Wilhelms I wurde sie zum Symbol für den Wiederaufstieg Preußens und für die Entwicklung hin zum Deutschen Kaiserreich.

So liegt ihre historische Bedeutung in der legendären Berühmtheit, die sie als Königin von Preußen tatsächlich hatte.

Ihrer großen Beliebtheit im Volk ist es zu verdanken, dass die Luisenstadt mit der Erlaubnis ihres Ehemannes, König Friedrich Wilhelm III, ihren Namen trägt. Was wir vielleicht noch nicht von ihr wussten ...

Landauer Broschüre

Die Geschichte der Luisenstadt ist untrennbar mit der Entwicklung der Arbeiterbewegung verbunden. Kaum bekannt ist aber, dass hier neben Sozialdemokraten und Gewerkschaftern kontinuierlich auch libertäre, anarchistische Gruppen wirkten.

Eine herausragende Gestalt dieser frühen libertären Bewegung in Deutschland war Gustav Landauer (1870-1919). Er war ein überaus produktiver und hoch angesehener Schriftsteller, Kulturphilosoph, Übersetzer, Vortragsredner und politischer Antipolitiker. Heute ist Landauer vor allem für die kurze Phase seines Wirkens während der Revolution von 1918/19 und seine Beteiligung an der ersten Münchner Räterepublik bekannt.

Die längste Phase seines Schaffens verbrachte Landauer jedoch in Berlin.

Oranienstraße 45 Fassade

Die Oranien 45 - ist ein Mietshaus in Selbstverwaltung.

1980 besetzt, 1983 legalisiert, ist die Oranien 45 seit über fünfzehn Jahren ein Mietshaus in Selbstverwaltung durch ihre Bewohner*innen im Verbund des Mietshäuser Syndikats.

Christoph Villinger, seit 1983 im Hause lebend, erzählt in seinem Vortrag beispielhaft aus dem turbulenten Leben und der Geschichte des Hauses voller Auseinandersetzungen.

Doch an dem Abend soll es auch um den städtebaulichen Kontext gehen, denn die Geschichte des Hauses ist eingebettet in die Entwicklung rund um den Oranien- und Moritzplatz sowie das Kottbusser Tor.

"Und es geht am Beispiel unseres Hauses um das Mietshäuser Syndikat mit inzwischen bundesweit rund 150 Projekten als Modell einer möglichen Selbstorganisation von Mieter*innen."

Zum Veranstaltungstermin .. bitte ...

Lesung aus diesen Büchern

Unter dem Titel: "Geschichten aus der Luisenstadt" bringen wir vier spannende Szenen aus der Geschichte unserer Luisenstadt zu Gehör.

Mitglieder unseres Bürgervereins Luisenstadt werden Ausschnitte aus folgenden Büchern vorlesen:

1. Otto Leonhardt: Nicht umdrehen, nur nach vorne sehen!, in: Sven Felix Kellerhoff, Wieland Giebel (Hg.): Als die Tage zu Nächten wurden. Berliner Schicksale im Luftkrieg, Berlin 2003

2. Klaus Duntze: Der Luisenstädtische Kanal, Berlin 2011

3. Günther Lamprecht: Und wehmütig bin ich immer noch: Eine Jugend in Berlin, Köln 2000

4. Frank Eberhard: Die Geschichte der Waldemarbrücke, in: Hans-Jürgen Mende (Hg.): Die Luisenstadt, Geschichte und Gegenwart, Teil I, Die Luisenstadt von A bis Z, Berlin 2002

Kommen Sie am Samstag, den 18. Mai 2019, frühzeitig gegen 18 Uhr in die ehmalige Bona-Peiser-Bibliothek und sichern Sie sich einen guten Platz.

Erinnerungsorte der Geschichte der Luisenstadt

1848 Tafel leerDas Bild zeigt: bereits vor längerer Zeit wurde die ursprüngliche Gedenktafel durch Vandalen zerstört.


Zum Gedenken an die Toten
vom 16. Oktober 1848

1848/49 fanden in weiten Teilen Mitteleuropas liberale, bürgerlich-demokratische Unabhängigkeitserhebungen gegen die Herrscherhäuser und das Besitzbürgertum statt.

Zunehmend wurde das Geschehen mitgeprägt durch die stetig anwachsende Schicht einer industriellen Arbeiterschaft und die immens anwachsenden städtischen Unterschichten, die gegen ihre Ausbeutung und Verelendung protestierten.

Auch ging die Angst um, die zunehmende Industrialisierung könnte sie ihre Arbeitsplätze kosten.

191110 Mauerrundgang Collage

Rosie Kühne schreibt:

"Liebe Akteure,
ich möchte mich ganz herzlich bei allen bedanken, die den Spaziergang am 10. November 2019 entlang des ehemaligen Mauerverlaufs durch die Luisenstadt vorbereitet und gestaltet haben!
Das große Interesse (es waren weit über 200 Interessierte dabei) und die allgemeine Geduld, auch wenn es mit der Technik mal nicht sofort klappte, zeigen, dass sich die Mühen der Vorbereitung auf jeden Fall gelohnt haben."


Warum Nazi - Buch Cover

Wer sich fragt, wie es möglich wurde, dass das verbrecherische Nazi-System überhaupt an die Macht kommen konnte, sollte dieses Buch lesen.

"In diesem Buch geht es um die große Menge kleiner Nazis."

Die Sammlung von Berichten des amerikanischen Professors polnischer Abstammung, Theodore Fred Abel, ist einmalig, sie ist die wertvollste Primärquelle zur Frage, warum Menschen zu Nazis wurden.

BVL Programm 2020 Q1 Cover

Unser neues Veranstaltungsprogramm für die Monate Januar bis März 2020, organisiert von der AG Geschichte. Verteilung in Ihrer Nachbarschaft ab Anfang Dezember. - Terminübersicht:

  • Mi 15. Januar 2020: Vortrag - Mietshäuser Syndikat in der Oranienstraße
  • Mi 12. Februar 2020: Vortrag - Königin Luise von Preußen
  • Fr 13. März 2020: Revolution am Luisenstädtischen Kanal - Gedenktafel-Enthüllung

Hier können Sie hineinschauen und Details lesen...

Koellnischer Park Info 1

In der Evangelischen Schule Berlin Zentrum in der Wallstraße, ganz in der Nähe des Köllnischen Parks, findet Mitte Juni eine sicher hoch interessante Veranstaltung statt. Das Bezirksamt Mitte lädt zur wichtigen Bürgerbeteiligung beim städtebaulichen Denkmalschutz ein.

St Thomas Cafe Krause 2019

Wer morgens gegen 6 Uhr an der St.-Thomas-Kirche vorbeikommt, wundert sich: da stehen Menschen am Nebeneingang und warten, dass sie in die Kirche dürfen.

Die Menschen, die da warten und denen man manchmal ansieht, dass sie nicht unbedingt auf der Sonnenseite unserer Gesellschaft sind, warten auf die Öffnung des "Café Krause".

Von Dienstag bis Freitag kann man zum Frühstück kommen: es gibt Kaffee, fast immer eine warme Suppe, Brot und Tee.

Im Winter dient das Café zusätzlich als Wärmestube, Freiwillige und Mitarbeiter der Johanniter bieten ein warmes Abendessen an. Die Berliner Tafel liefert die Lebensmittel.

Unsere AG Geschichte lädt Sie ein zu einem Info-Besuch das Cafés an der St.-Thomas-Kirche am Mariannenplatz

BVL Programmflyer Q4 2018 Cover

Informieren Sie auch Ihre Freunde und Bekannte - alle Veranstaltungen des Bürgervereins Luisenstadt sind kostenfrei.

Alle Veranstaltungen, Orte und Termine finden Sie hier im Print-Flyer sowie auch aktuell und ausführlich auch hier auf unserer Homepage ...

Treff Netzwerk Mitte Spree

Update, so war's

"Vergangenheit und Zukunft - Unser Kiez stellte sich vor" - eine Veranstaltung des neuen Netzwerkes Mitte-Spree

Um die 20 Initiativen rund um die Spree in Berlin-Mitte haben sich am vergangenen Freitag, den 13. September 2019, in der Aula der evangelischen Schule in der Wallstraße vorgestellt.

Der Austausch mit unseren Nachbarn ist uns wichtig und so war auch unser Bürgerverein mit einem Informationstisch vertreten und führte anregende Gespräche mit Anwohnern aus der Nachbarschaft. Auch mehrere unserer Publikationen wurden verkauft.

Unser Mitglied Hans Ulrich Fluss hielt für interessierte Besucher einen Vortrag über die Gebrüder Lilienthal und ihre Maschinen- und Dampfkesselfabrik in der Köpenicker Straße, die die Basis für die Entwicklung der Flugapparate war. Zum Dank überreichte ihm Angela Gärtner vom Kreativhaus einen Blumenstrauß.
Fotos oben groß anschauen hier


30 Jahre Mauerfall Spaziergang Plakat

- Dieses offizielle Plakat in Großansicht hier -

Im Herbst 2019 jährt sich zum 30. Mal die Öffnung der Berliner Mauer.

Über 28 Jahre trennte sie unsere Stadt in zwei Teile. Die Mauer verlief durch unsere Nachbarschaft. Einige haben die Dramen um den Mauerbau 1961 selbst erlebt. Für viele Bewohner von Mitte und Kreuzberg jedoch gehörte die Mauer zum Alltag, im negativen wie im positiven Sinn:

Für Viele bedeutete sie eine schmerzliche Trennung von geliebten Mitmenschen und eine tiefgehende Einschränkung in ihrem Alltagsleben, für Andere eröffneten die Randlage und der Inselstatus Berlins Freiräume, die sie woanders nicht gehabt hätten. -

Unsere AG Geschichte lädt ein ...

Wir erinnern am 10. November an diesen Abschnitt der Berliner Geschichte. Wir spazieren gemeinsam entlang der ehemaligen Mauer zwischen Berlin-Mitte und Kreuzberg. An 10 Stationen erzählen Zeitzeug*innen kurze Geschichten und zeigen historische Fotos.

Götterbaum Razzia
Bitte helfen Sie mit!

Unsere neue AG "Grün für Luise" lädt alle Vereinsmitglieder und naturliebenden Nachbarn zur gemeinsamen Beseitigung von Götterbaum-Schösslingen ein, im Gebiet zwischen Heinrich-Heine-Straße und Michaelkirchstraße / Michaelkirchplatz, insbesondere in der Schmidstraße.

Termin:
Samstag, 23. November 2019, 10 Uhr

Ort: Treffpunkt am verwilderten Rosenbeet zwischen Schmidstraße 15 und 16

Bitte Handschuhe, Astscheren, Sägen mitbringen!
Das Grünflächenamt hat Container versprochen.


Hintergrund

In den beiden letzten Hitzesommern haben sich an Straßenrändern, in Parks und rings um Spielplätze und verwilderte Gebüsche die Jungpflanzen des Götterbaumes sehr stark vermehrt.
Wo sie einmal wurzeln, sind sie nur noch sehr schwer auszumerzen.

Lesung Axthelm

"Lebensadern der Luisenstadt - Preußen am Schlesischen Tor"

Die Geschichte der Köpenicker Straße (1589 - 1989)

Am Beispiel der Köpenicker Straße eröffnet sich ein wirtschaftliches, gesellschaftliches und kulturelles Panorama Preußens.
Lebendig, emotional und überraschend beschreibt der Autor, was Unternehmer, Ackerbürger und Fabrikanten aus dem staubigen Feldweg entlang der Spree machten, wie mit dem Regierungsantritt von Friedrich II 1740 die rasante Entwicklung Preußens begann und von da an auch das Bild der Köpenicker Straße prägte:

Holzhandel, Textilindustrie, Militär, bürgerliche Selbstverwaltung, Sozialliberalismus, repräsentative Wohnhäuser und Gartenstrukturen – all das hat Dr. Dieter Hoffmann-Axhelm in jahrelanger Arbeit Teil für Teil zu einem komplexen Geschichtsbild zusammengefügt, das bis 1989 reicht.

Unser neues Vorstandsmitglied Peter Schwoch gibt seinen Einstand mit einem äußerst interessanten Vortrag: Die ehemalige Eisfabrik in der Luisenstadt an der Köpenicker Straße ist ein Industriedenkmal, dass dringend der Erhaltung bedarf.

 

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Cover Die LuisenstadtLange vergriffen, wie haben es erneuert und wiederaufgelegt.. Bestellen Sie bei uns im Büro, im Buchhandel oder in Ihrer Buchhandlung - Haben Sie es schon? - Mehr Info eisfabrik neuNeu: Unsere Broschüre zur Geschichte der Eisfabrik: "Die Eisfabrik - gestern · heute · morgen".Viele, teils farbige Abbildungen. Erschienen September 2019. Hier formlos per eMail im Büro bestellen. Mehr Info

Historischer_Pfad_Leseprobe
Unsere Geschichts-Broschüre
"Ein historischer Pfad im Heinrich-Heine-Viertel". Viele Abbildungen mit erläuternden Texten - Hier formlos per eMail im Büro bestellen. Mehr Info

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