Aktion Kehrenbuerger 2014
Am 29. und 30.8.2014 haben Mitglieder des Bürgervereins Luisenstadt und Anwohner des Michaelkirchplatzes und des Engelbeckens Müllsäcke in die Hand genommen und Papier, Plastiktüten, Getränkeflaschen und diversen anderen Müll aufgesammelt. Es war eine gemeinschaftliche Aktion von Bewohnern des Kiezes, die die Grünflächen täglich vor Augen haben, Freude daran haben und sie gut erhalten wissen wollen.

Unser neues Vorstandsmitglied Peter Schwoch gibt seinen Einstand mit einem äußerst interessanten Vortrag: Die ehemalige Eisfabrik in der Luisenstadt an der Köpenicker Straße ist ein Industriedenkmal, dass dringend der Erhaltung bedarf.

buchnacht 2013In der Oranienstraße findet wieder die alljährliche, beliebte "Lange Buchnacht" statt. Eine sehr gute Gelegenheit, in Alltag und Geschichte unseres Wohngebietes einzutauchen.

Alter Standort des TRESORDie Entwicklung subkultureller Zellen in der Wendezeit hat gewisse Erkenntnisse hervorgebracht:

Wenn junge Leute mit Ideen geeignete Räume finden, beginnen spannende Prozesse, die das Bild einer Stadt komplett verändern. Die gewachsene Subkultur heißt 20 Jahre später Kreativwirtschaft.

Der "Tresor" in der Köpenicker Straße ist einer der lebendigen Orte der Luisenstadt. Betreiber Dimitri Hegemann erzählt die ganze Geschichte.

Goerli AK 530

Fortsetzung der Führung von Dr. Andreas Splanemann im März 2014. Im Mittelpunkt stehen die verschiedenen Verkehrsmittel, mit denen die Luisenstadt als dicht besiedeltes Wohn- und Industriegebiet der Stadt Berlin erschlossen wurde: Eisenbahnlinien, die U-bzw. Hochbahn, bedeutende Straßenzüge und natürlich die Spree als Wasserweg und ihre Verbindung zum Landwehrkanal.

Im Mittelpunkt des Rundganges stehen die verschiedenen Verkehrsmittel, mit denen die Luisenstadt als dicht besiedeltes Wohn- und Industriegebiet der Stadt Berlin erschlossen wurde. Zu Beginn der Führung geht es zunächst um die Eisenbahnlinien.

Die U- bzw. Hochbahn gibt es in der Luisenstadt bereits seit 1902. Viel ist seitdem verändert und umgebaut worden. Entlang der Hochbahn geht es dann Richtung Görlitzer Bahnhof, einem der ehemaligen Berliner Kopfbahnhöfe, von dem heute nur noch Reste zu sehen sind. Verbunden war dieser Bahnhof über die „Verbindungsbahn“ u.a. mit dem heutigen Ostbahnhof. Die ehemalige Strecke führte über die Eisenbahnstraße zur Brommybrücke.

Kirche Zion Collage 600

Nicht nur die Luisenstadtkirche im Kirchpark an der Alten Jakobstraße ist verschwunden - sie wurde im WW II zerbombt - sondern es sind weit mehr als zwei Dutzend und Kirchen und Synagogen die spurlos aus dem Stadtbild verschwunden sind.

Unser Bürgerverein Luisenstadt erarbeitete in mit Hilfe einer ehrenamtlichen Forschungsgruppe "Verlorene Gotteshäuser" in den Jahren 2012 bis 2015 eine Dokumentation, deren Ergebnis im Herbst 2015 in einer großen Ausstellung mit dem Titel "St. Nirgendwo! Verlorene Gotteshäuser in der Berliner Mitte" in der St. Thomas-Kirche präsentiert wurden.

Nun wiederholen wir diese Ausstellung - neuer Ort der Präsentation ist die geschichtsträchtige Zionskirche in Prenzlauer Berg.
Siehe Fotos oben - Großansicht hier


Die Ausstellung ist ab sofort geöffnet. Die Öffnungszeiten finden Sie unten in diesem Beitrag. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.


Die Berliner Woche berichtete inzwischen ausführlich.
2015 im Tagesspiegel: www.Tagesspiegel.de/../Gott-wohnt-hier-nicht-mehr


Mehr Besucher als erwartet füllen den Vortragssaal der WGB Berolina am 22. Februar 2012.

Vortrag Dr. Klaus Duntze über den Luisenstädtischen Kanal

Zusätzliche Stuhlreihen werden aufgestellt, damit jeder einen Platz findet. Das Thema des Lichtbildervortrags ist spannend.

Die Geschichte des Kanals und die vielen Geschichten drumherum interessieren nicht nur die Nachbarn rund um das Engelbecken. Unter den mehr als 70 Menschen auch Hinrich Baller, der Berliner Architekt und Landschaftsplaner, der den südlichen Teil des Luisenstädtischen Kanals “jenseits der Akzisemauer“, wie er sagt, neu gestaltet hat.

Anderthalb Stunden erzählt Duntze die Geschichte des Kanals vom ersten, schwungvollen Federstrich des Kronprinzen Friedrich-Wilhem (IV.) bis hin zu den Graffitis am Engelbecken heute. Die Attraktivität dieser Grünanlage mit Teich, Rosengarten, Fontainen und Café hat sich in Berlin herumgesprochen. Hier im Bürgerverein wollen die Besucher mehr erfahren.

Volker Hobrack, Vorsitzender des Vereins, leitete das Treffen, Michael Rädler sorgt für die perfekte Technik.

Klaus Duntzes Buch gilt schon jetzt als Standardwerk. Auch die 2. Auflage ist bald vergriffen.

 

1. Bürgerversammlung zur Sanierung Nördliche Luisenstadt

Das Sanierungsgebiet Nördliche Luisenstadt ist offenbar von großem Interesse. Der Versammlungsraum in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in der Annenstraße war zu Beginn überfüllt.

Besucher mussten vor der Tür warten, bis der eine oder andere den Saal wieder verließ und so Plätze frei wurden. In sachlicher Atmosphäre wurden die Punkte der Verwaltung diskutiert.

Zum Schluss wurde sehr deutlich, dass viele Bewohner des Sanierungsgebietes mehr Informationen über die Ziele und Möglichkeiten ihrer Mitwirkung verlangen. Hier auf dieser Internetseite werden wir dieses Bedürfnis bedienen.

Plakat zum Aufruf zur Bürgerversammlung

Verbrechen Groszmann 530

Bei dieser besonderen Führung geht es um die Spuren von Gewalt und Verbrechen in der Luisenstadt. "Gewalt und Verbrechen spiegeln die Gesellschaft und geben oft Auskunft über die historische Lage", sagt Dr. Andreas Splanemann, der interessierte Teilnehmende durch die Luisenstadt führen wird. Es wird berichtet von einem Serienmörder, von den Aufständen um 1848, Zwangsarbeit während der NS-Diktatur, Mauertoten, Aktivitäten der RAF...

Eisfabrik 001 530
Die Eisfabrik der Norddeutschen Eiswerke - heute ein Denkmalensemble - zeigte einst in einmaliger Komplexität die Geschichte der Kälteindustrie. Von der Eisgewinnung am Rummelsburger See bis zu den ersten Großkühlhäusern Deutschlands konnte hier die Entwicklung nachverfolgt werden. Der heutige Eigentümer, die Treuhandliegenschaftsgesellschaft (TLG), ließ bereits im Jahr 2010 die Kühlhäuser, den größten Gebäudeteil, abreißen. Darauf folgten Bürgerproteste und seitens der TLG anscheinender Verhandlungswille

Das Denkmal ist auf Grund von Spekulation und schlangestehenden Investoren aktuell akut gefährdet, eine positive Entwicklung nicht absehbar. Für eine denkmalgerechte Entwicklung ist ö entlicher Druck notwendig.

Über die Geschichte der Norddeutschen Eiswerke und die Forderungen von Initiativen berichtet der Vortrag. Im Anschluss wird eine Fußtour in die Nähe der Eisfabrik angeboten.

Der Vortrag reiht sich ein in eine Kampagne zum Erhalt der Eisfabrik zum Tag des o enen Denkmals 2016 unter dem Motto „Gemeinsam Denkmäler erhalten“.

Backstube Wassertorstrasze Fassade

Altes Handwerk in der Luisenstadt

Bereits seit 1981 Jahren werden am "Wassertor" nahe des Luisenstädtischen Kanals in handwerklicher Tradition und im Kollektiv Brötchen, Kuchen und jede Menge verschiedener Brotsorten gebacken.
Fast ausschließlich mit frisch gemahlenem Vollkornmehl und mit anderen Zutaten aus ökologischem Anbau, die die Bäckerei direkt von Erzeugern aus dem Berliner Umland bezieht. So können die Preise für ihre erstklassigen Backwaren trotzdem erschwinglich bleiben, worauf das Kollektiv großen Wert legt. Der Verkauf findet direkt in der Backstube statt, es werden aber auch Kitas, Cafés und kleine Bioläden im Kiez beliefert.

Wir besuchen mit Ihnen die schön warme, weihnachtliche Backstube, ein Gründungsmitglied des Kollektivs führt uns herum. Bitte melden Sie sich gleich an ...

März 18 Volker Schröder width=

Für demokratische Tradition und revolutionären Geist

Einladung unserer AG Geschichte zu einem Vortrag von Volker Schröder - Zeitzeuge und Chronist der Bemühungen um die Erinnerung an den Bürgeraufstand im Jahr 1848.

Seit Herbst 1978 setzt sich die "Aktion 18. März" für die Würdigung der Märzrevolution im Allgemeinen und des 18. März im Besonderen ein. Von einer eher belächelten Truppe hat sich die Bürgerinitiative zu einer Gruppe mit überparteilich prominenter Unterstützung entwickelt.

Der "Platz des 18. März" vor dem Brandenburger Tor und die Aufnahme des 18. März in den Berliner Flaggenkalender sind Erfolge des zähen Kampfes.

Volker Schröder stammt aus einer Kreuzberger Bürstenmacherfamilie und kämpft mit Leidenschaft für den „Tag der Märzrevolution“.

März 18 Platz

Fotos: Volker Schröder begrüßt die Teilnehmer der Erinnerungsveranstaltung am Platz des 18. März westlich des Brandenburger Tores

SchwanenhausblogScreenshotMit bürgerschaftlichem Engagement vor vielen Jahren geschaffen, wurde das nach historischen Vorbild gestaltete Schwanenhaus im Engelbecken jetzt nach Verfall ordnungsgemäß entsorgt. Es ist sehr schade drum. Die derzeit in der Mitte des Sees befindliche neue Entenplattform ist kein wirklicher Ersatz.

Mehr als 10 Jahre befand sich das Schwanenhaus am historischen Standort wie in den 1920ern. Bautechnisch- und witterungsbedingt, öfter durch Vandalismus zerstört war das Schwanenhaus auch immer ein Sorgenkind und musste bereits mehrmals aufgerichtet, gerettet und verstärkt werden.

In Absprache mit dem Bezirk wurde die "Ruine" nun vom "Schwanenhauspfleger", Bürgervereinsmitglied und Anwohner Wieland Giebel und seinen Freunden am 14. Juni 2018 geborgen.

KAB Gebäude 2011 12 30 535
Das Evangelische Landeskirchenarchiv Berlin (ELAB) verwaltet das Archivgut der Kirchenprovinz Brandenburg der ehemaligen preußischen Landeskirche, der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg und der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Der Schwerpunkt der Bestände liegt zwischen 1850 und 1990.

Bei unserem Besuch wird uns der Archivleiter Näheres über Geschichte, Struktur und Aufgaben des Archivs berichten. Die Teilnahme ist kostenlos, keine Anmeldung erforderlich.

Moritzplatz AK Collage

Collage in Großansicht anschauen

Mit dem wunderbaren Wirtshaus Max und Moritz in der Oranienstraße haben wir dieses Mal einen ganz besonderen Veranstaltungsort gefunden. Ein Ort mit alter Originalatmosphäre sozusagen. Das M&M ist einer der wenigen erhaltenen Leuchttürme der alten Kreuzberger Szene.

Im Anschluss an die im letzten Jahr im Salon am Moritzplatz gezeigte Ausstellung zum Thema "Jüdische Amüsierbetriebe rund um den Moritzplatz" stellen deren Macher noch einmal die Ergebnisse vor.

Namen tauchen auf wie das inzwischen bekannte Café Nagler, das vollständig vergessene Café am Moritzplatz, der Tanzpalast Sevilla, das Theater der Gebrüder Herrnfeld, das Theater am Moritzplatz und schließlich eben das Wirtshaus Max und Moritz.

141028 LuisenstadtSpreewegFuehrung 006

Sichern! Erhalten! Informieren!

Bei dem, was wir heute die „Berliner Mauer“ nennen, handelt es sich um ein tief gestaffeltes System von Grenzanlagen, die mit jedem geglückten Versuch, diese Anlagen zu überwinden, verschärft wurden.

Westlich der Schillingbrücke sind zahlreiche Elemente dieser Sperranlagen, bestehend u.a. aus Mauersegmenten, Hinterlandsicherungszaun, Bootsbunker und einem Postenweg, erhalten, die sich dem Betrachter zunächst einmal nicht als Teile der Berliner Mauer erschließen.

Über einen Zeitraum von über 10 Jahren konnten wesentliche Elemente dieser wasserseitigen DDR-Grenzanlagen gesichert und als Ensemble unter Denkmalschutz gestellt werden.

Eine Führung vor Ort im Sanierungsgebiet "Nördliche Luisenstadt" klärt anschaulich den heutigen Stand, aber auch die Geschichte und die mögliche Zukunft.

Duaberbleibst
Ein Architekt, der sich auf nachhaltiges Bauen spezialisiert hat und dafür kürzlich mit dem höchstdotierten Kulturpreis Deutschlands ausgezeichnet wurde: Eike Roswag.

Die Projekte seines Kreuzberger Architekturbüros umspannen Wohnhäuser und Gewerbebauten in Deutschland, Schulen und Gemeinschaftsgebäude in Asien und Afrika und Denkmalpflege in islamischen Ländern.

Kindertransporte Denkmal

"Ich bitte euch, den Opfern dieser Katastrophe beizustehen."

So lautete der Appell des britischen Premierministers, Lord Baldwin.

Auch viele junge Luisenstädter mussten im Rahmen der "Kindertransporte" 1938/39 Berlin verlassen.

Mit der Pogromnacht im November 1938 wurde der Welt deutlich, welches Schicksal der jüdischen Bevölkerung unter den Nationalsozialisten bevorstand.

Verschiedene Flüchtlingskomitees, allen voran die Quäker, begannen eine einzigartige Rettungsaktion, um den Kindern aus Deutschland und den von Deutschland besetzten Ländern das Überleben zu ermöglichen.

Über fünfzehntausend Kinder im Alter von vier Monaten bis zu 17 Jahren, von denen die meisten der jüdischen Religion angehörten, wurden 1938 bis September 1939 in britischen Familien aufgenommen.

Sie fuhren ohne Eltern in ein Land, dessen Sprache und Kultur sie nicht kannten. Ihre Familien sahen viele der Kinder bei ihrer Abreise ein letztes Mal.

Auch Ernst Ludwig Rosenthal, der bis 1938 das Luisenstädtische Realgymnasium besuchte, verließ noch im August 1938 mit einem Kindertransport Berlin nach Großbritannien.

Blindenanstalt
Seit 1928 gibt es die Bürstenmanufaktur in der Kreuzberger Oranienstraße. Im Haus der ehemaligen "Blindenanstalt" werden Nutzartikel wie unterschiedlichste Bürsten und Besen angefertigt, die im hauseigenen historischen Laden, aber auch direkt an Kunden oder Händler verkauft werden. Seit 1998 sind die Werkstätten weltweit bekannt, denn seitdem werden hier Designprodukte - wie Eierbecher, Souvenirs, Bilderrahmen oder Lampenschirme - aus Natur- und Kunststoffborsten her.

 

Unsere Bücher Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Haben Sie es schon?

Cover Die Luisenstadt
Lange vergriffen, wie haben es erneuert und wiederaufgelegt.
Bestellen Sie bei uns im Büro, im Buchhandel oder in Ihrer Buchhandlung
 



Historischer_Pfad_Leseprobe

Unsere Geschichts-Broschüre
"Ein historischer Pfad im Heinrich-Heine-Viertel"

Viele Abbildungen mit erläuternden Texten

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!