Tauthaus 1

Am 30. Januar 2019 hat die Arbeitsgruppe Schaufenster des Taut-Hauses am Michaelkirchplatz zu einer Vernissage eingeladen:

Die großen Schaufenster im Erdgeschoß zeigen nun eine Dauerausstellung zur Geschichte des Hauses und zu den Brüdern Max und Bruno Taut, den Architekten desselben.

Mehr als 10 Jahre hatte das ehemalige Gewerkschaftshaus wegen Bauschäden leergestanden, bevor aufwendige Sanierungsarbeiten begannen und die ersten Bewohner vor ca. 6 Jahren einziehen konnten. In der Autonomen Szene wurden die neuen Bewohner als Gentrifizierer eingestuft  und schon bald setzten die ersten Aktionen gegen das Haus ein:

Als “Kritik am Luxusobjekt” wurden mehrmals die großen Schaufenster im Erdgeschoß zur Zielscheibe von Steine- und Farbbeutelwerfern, Baustellenabzäunungen wurden in unmittelbarer Nähe des Hauses in Brand gesteckt.

Den Bewohnern des Taut-Hauses war wichtig zu kommunizieren, dass sie keine Einwohner aus dem Kiez verdrängt haben und das Gebäude auch nicht als Luxusobjekt konzipiert war. So kam die Idee, die zum wiederholten Mal durch neue Glasscheiben ersetzten Schaufenster mit der Geschichte des Hauses zu gestalten. Die Schaukästen sind so angebracht, dass sie von der Straße aus betrachtet werden können und sind nachts beleuchtet.

Der Bürgerverein Luisenstadt e.V., der zur Vernissage zu Gast war, begrüßt diese Initiative, die das Haus der Nachbarschaft dadurch näherbringt.

Auch ist dem Bürgerverein angeboten worden, zwei Leuchttafeln für die noch nicht dekorierten Schaufenster zu gestalten. Die Idee ist, auf weitere Gewerkschaftshäuser in der Luisenstadt und die historisch wichtige Rolle der Gewerkschaften in diesem Berliner Stadtteil hinzuweisen.


Tauthaus 1
Das Taut-Haus zur Mauerzeiten. Foto oben groß ansehen

Tauthaus 2
Foto groß ansehen

 

Tauthaus 3 600
Die Brüder Max und Bruno Taut. Foto groß ansehen

 

Tauthaus 3 600
St. Michael-Kirche und Taut-Haus (rechts)
hinter dem zugeschütteten Engelbecken hinter der Mauer.
Rechts hinter der Mauer: der Leuschnerdamm in Kreuzberg
Foto: groß ansehen


Fotos + Text: Claudia Hertel; Foto unten: Wikimedia/CC BY-SA 4.0, Roehrensee

Siehe auch


 

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