Bürgerverein Luisenstadt e.V.

Einladung zum Kiezfest in der Luisenstadt


Eben eingerichtete Mauer eingestürzt: drei Tote!


Was die Aufregung der Berliner aber noch weiter beförderte, war die Tatsache, daß schon am nächsten Tag ein weiterer Einsturz bekannt wurde:

Am Königstor war beim Aufbau einer Konzerthalle in dem beliebten Ausflugslokal "Schweizergarten" am Tag des tragischen Ereignisses in der Wasserthorstraße eine eben erst errichtete Mauer zusammengestürzt und hatte die dort arbeitenden Maurer unter sich begraben, von denen drei nur noch tot, die übrigen fünf schwerverletzt geborgen werden konnten.

Und in der Nacht vom 21. zum 22. Oktober brach aus nichtigem Anlaß eine Begrenzungsmauer am Grundstück Wasserthorstr. 41 ein - diesmal allerdings, ohne daß mehr als ein paar Schrammen zu beklagen waren.

Bei solcherart Verunsicherung nimmt es nicht Wunder, daß das Begräbnis der Opfer des 20. Oktober aus Wasserthorstraße und "Schweizergarten" am 25. Oktober wie eine Massenkundgebung ausfiel:

Etwa 12.000 Personen beteiligten sich an dem Leichenzug von der Charité zum Friedhof der Jacobi-Gemeinde, der vor dem Hallischen Tor östlich der Hasenheide lag.

Es erregte weit über Berlins Grenzen hinweg Aufmerksamkeit, daß an der Spitze des Trauerzuges sehr prominente Vertreter von Staat und Kirche - Stadtkommandant Generalmajor Gebhard v. Alvensleben, Polizeipräsident Otto v.Bernuth und Konsistorialrat Johann Friedrich Bachmann - zogen, aber vergeblich nach offiziellen Vertretern von Magistrat und Stadtverordnetenversammlung Ausschau gehalten wurde:

Der preußische Staat, der sich gerade mit der großen Mehrheit seiner Volksvertreter im erbitterten Verfassungskonflikt befand, demonstrierte durch Beteiligung seiner hochrangigsten Repräsentanten in der aufmüpfigen (weil ziemlich einhellig hinter dem preußischen Parlament stehenden) Residenz seine demonstrative Anteilnahme an dem traurigen Schicksal von Bürgern, deren Tod nicht ganz aus dem Schuldkatalog des Berliner Magistrats gestrichen werden konnte...

Denn das stellte sich dann doch ziemlich bald heraus:

Die Gebäudeteile auf dem Grundstück Wasserthorstr. 27, die eingestürzt waren, waren erst zum 1. Oktober bezogen worden; ihr Aufbau hatte sich im wesentlichen zwischen der Grundsteinlegung Anfang Februar und der Abnahme des Rohbaus durch eine Baukommission im August abgespielt.

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ecke jun juli"ecke köpenicker" ist eine Zeitung, erscheint achtmal im Jahr kostenlos und wird herausgegeben vom Bezirksamt Mitte, Stadtentwicklungsamt, Fachbereich Stadtplanung.