Arbeitsgruppe Geschichte
Seit der Gründung des Bürgervereins möchte die AG Geschichte das Bewußtsein der Bewohner der Luisenstadt für ihre Stadtgeschichte wecken und wachhalten. Anfang der 90er Jahre war nach fast 30 Jahren Trennung durch die Berliner Mauer die nördliche Luisenstadt im Osten als Stadtteilbezeichnung völlig in Vergessenheit geraten und im Westen hatte sich für die südliche Luisenstadt die Ortsbezeichnung SO36 eingebürgert. Mit dem Wiederentdecken des Engelbeckens, der Freilegung desselben und des ehemals zugeschütteten Luisenstädtischen Kanals lebte in beiden Hälften der ehemaligen Luisenstadt das Interesse der Bewohner für ihre lokale Stadtgeschichte und einen kollektiven Blick auf die gemeinsame Umwelt auf. Davon motiviert organisiert der Bürgerverein Luisenstadt seitdem Vorträge und Stadtführungen von Historikern aus Kreuzberg und Mitte. Es gab Stadtteilkonferenzen und Bürgerversammlungen über die städtebauliche Entwicklung der Luisenstadt. Die Bürgerbeteiligung beim Ausbau der Abschnitte des Luisenstädtischen Kanals, welche mit der denkmalgerechten Wiederherstellung des Waldpflanzengartens begann, wurde maßgeblich vom Bürgerverein organisiert. Durch ein gutes Zusammenspiel von bürgerschaftlichem Engagement, bezirklicher Verwaltung und dem Landesdenkmalamt wurde schließlich die Rekonstruktion des Grünzuges nach historischem Vorbild ermöglicht.
Auch heute ist die AG Geschichte die Lebensader des Bürgervereins. Ehrenamtliche engagieren sich hier für ihren Stadtteil, seine Geschichte aber auch für seine zukünftige Entwicklung: Vorträge über historische Persönlichkeiten, Stadtrundgänge, Stadtteilfeste, Aufstellung von Informationstafeln, Mitwirkung bei Stolperstein-Einweihungen, Beteiligung an Bauplanungen zur Berücksichtigung historischer Spuren bis hin zur Herausgabe von Büchern und Broschüren. Mit unseren vierteljährlich erscheinenden Flyern, die in verschiedenen Verkaufseinrichtungen, Museen, Kirchen, Gaststätten ausliegen, sowie elektronischen Newslettern informieren wir über die Publikationen des Vereins und bevorstehende Veranstaltungen und Aktionen.
Interessierte an einer aktiven Mitarbeit sind immer herzlich willkommen.
Heinrich Eduard Kochhann – Liberaler Kommunalpolitiker, Ehrenbürger
Vortrag von Dr. Peter Lemburg
Heinrich Eduard Kochhann
© Peter Lemburg
Ort : Stadtteilladen dialog 101, Köpenicker Str. 101, 10179 Berlin, U-Bahnhof Heinrich-Heine-Straße
Der liberale Kommunalpolitiker und Ehrenbürger H.E. Kochhann wird 1805 in Berlin geboren. Seinen Besuch des Gymnasiums zum Grauen Kloster muss er 1821 aufgeben.1831 beginnt sein sozialpolitisches Wirken für die Luisenstadt und das gesamte Berlin.
Wegen der auf die 1848er Revolution folgenden Reaktionszeit legt er seine Kommunalämter nieder, kehrt jedoch 1858 zurück. Er engagiert sich für die Modernisierung der Stadt, aber auch für eine dogmenfreie protestantische Kirche.
Treffpunkt AG Geschichte
Die Arbeitsgemeinschaft Geschichte des Bürgervereins trifft sich jeden dritten Montag im Monat ab 17:00 Uhr im Versammlungsraum des Bürgervereins in der Michaelkirchstraße 2 (9. Etage). Sie sind herzlich zur Mitarbeit eingeladen!
Bitte nehmen Sie doch vor Ihrem ersten Besuch Kontakt auf, um den nächsten Termin zu bestätigen und die genaue Adresse zu erfahren:
Donnerstagsgespräch 60+ / Café in der Kita - Erlesenes

von 16:30 Uhr – 18:00 Uhr in der Kita „Schmidchen“ Schmidstraße 4A, 10179 Berlin
am 27. August wird uns Klaus Tank Theodor Fontane und seine Balladen vorstellen.
Weitere Termine sind 24. September, 22. Oktober und 26. November
Literarisch-philosophischer Gesprächskreis, ein Angebot des Bürgervereins Luisenstadt e.V.
Wir wollen in gemütlicher Runde über das reden, was wir lesen und uns zu Romanen, Gedichten und Kurzgeschichten austauschen. Erfahren Sie, was Ihre Nachbarn gerade lesen oder berichten Sie, welche Autoren und Texte sie erinnern oder entdeckt haben. Oder hören Sie einfach zu und lernen neue Nachbarn kennen.
Führung durch die Bunker und Tunnel Dresdener Straße
© Petra Falkenberg (mit freundlicher Genehmigung von Berliner Unterwelten e.V.)
Sonntag, 10. Mai 2026 10:00 Uhr bis 11:30 Uhr
Treffen: 9:50 Uhr
Ort: Zugang zur Bunkeranlage gegenüber der Dresdener Straße 44 in 10179 Berlin. U8, Bus M29
Mindestalter: Für diese Führung müssen alle Besucher mindestens 18 Jahre alt sein.
A U S G E B U C H T
Unter der Dresdener Straße befindet sich ein rund 650 Meter langer Tunnel nebst Bahnhofsrohbau aus den 1920er Jahren. Dank mühevoller Sicherungsarbeit des Vereins Berliner Unterwelten e.V. kann dieser Tunnelabschnitt und seine wechselvolle Geschichte wieder besichtigt werden.
Donnerstagsgespräch 60+ / Café in der Kita - Wandel des Lebensns

Donnerstag 26. März 2026 16:30 Uhr – 18:00 Uhr
Neue Herausforderungen im fortgeschrittenen Alter? Veränderte Lebenssituation? Wie können wir uns darauf vorbereiten und das Leben in der Hand behalten? Raschläge zu Hilfsangeboten, Patienten verfügung und Vorsogervollmacht
Meine Annäherung an Lilienthal – Vortrag von Dr. Andreas Splanemann
©Archiv Otto-Lilienthal-Museum / www.lilienthal-museum.de
Donnerstag, 19. März 2026 18:00 Uhr
Ort: Stadtteilladen dialog 101, Köpenicker Str. 101, 10179 Berlin
Auch wenn die neue Grundschule in der Adalbertstraße nicht den Namen Lilienthal bekommen hat, bleibt dieses Thema spannend für den Bürgerverein. Der Luftfahrtpionier Otto Lilienthal besaß in der Köpenicker Straße in Berlin seine Maschinenfabrik. Er lebte seit 1886 mit seiner Familie in Lichterfelde, damals noch ein Vorort Berlins. In seinem Wohnumfeld - und nicht nur dort - unternahm er dann an verschiedenen Orten seine bahnbrechenden Flugversuche. Dr. Andreas Splanemann zeigt in seinem Vortrag einige der noch existierenden Erinnerungsstätten und schildert den Weg seiner ganz persönlichen Annäherung an das Thema „Lilienthal“, das ihn seit vielen Jahren begleitet.
Im Anfang war Berlin - Buchvorstellung von Falko Hennig

Donnerstag, 26. Februar 2026 18:00 Uhr
Ort: Stadtteilladen dialog 101, Köpenicker Str. 101, 10179 Berlin
Berlin ist ein Palimpsest – jede Epoche hat ihre Spuren hinterlassen, überlagert, ausgelöscht, neu beschrieben. Falko Hennig gräbt in diesen Schichten, hebt Geschichten ans Licht, die unter Asphalt und Erinnerung begraben liegen: von verschwundenen Badeanstalten und umgesiedelten Häusern über vergessene Druckereien, Kraftwerke und Kinos bis zu den Menschen, die in all dem lebten, bauten, scheiterten und weitermachten. Mit journalistischem Gespür, literarischer Neugier und trockenem Humor rekonstruiert Hennig die Stadt als lebendiges Archiv, in dem jedes Pflaster, jeder Ziegel, jede Anekdote zählt. Seine „Stratigrafien“ sind Bohrungen in die Tiefen Berlins – präzise, überraschend und voller Zärtlichkeit für eine Stadt, die nie aufhört, sich neu zu erfinden.
Gedenken an den Feuersturm über der Luisenstadt am 3. Februar 1945

Dienstag, 3. Februar 2026 11:00 Uhr
Einlass: 10:27 Uhr (Auslösen des Voralarms am 3. Februar 1945)
Beginn: 11:00 Uhr
Ende: gegen 12:30 Uhr
Ort: Zugang zur Bunkeranlage gegenüber der Dresdener Straße 44 in 10179 Berlin,
Im Rahmen des Gedenkens an die fast vollständige Zerstörung der inneren Luisenstadt laden wir Sie gemeinsam mit dem Verein Berliner Unterwelten e.V. zu einer besonderen Gedenkveranstaltung ein: Der Fokus liegt auf der gemeinsamen Erinnerung sowohl an die Opfer der letzten Kriegsmonate in Berlin als auch an die alliierten Befreier, die ihr Leben einsetzten, um Europa und die Welt von der nationalsozialistischen Diktatur zu befreien.
Donnerstagsgespräch 60+ / Café in der Kita - Erlesenes

Donnerstag, 26. Februar 2026 16:00 Uhr – 18:00 Uhr
Literarisch-philosophischer Gesprächskreis. Wir wollen gemeinsam über das reden, was wir lesen und uns zu Büchern, Gedichten, Kurzgeschichten austauschen. Erfahren Sie, was Nachbarn gerade lesen bzw. erhalten Sie Anregung zu neuer Lektüre! Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Lektüre wird gestellt. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Spektakuläre Verbrechen in der Luisenstadt
Carl Großmann (Polizeifoto) – Quelle: Wikipedia
Vortrag von Dr. Andreas Splanemann
Donnerstag, 13. November 2025 um 18:00 Uhr
Treffpunkt: Stadtteilladen dialog 101, Köpenicker Str, 101, 10179 BerlinIst die Luisenstadt ein gefährlicher Ort? Immer wieder gibt es hier Verbrechen, nicht selten auch mit tödlichen Folgen. Dort, wo viele Menschen auf engem Raum zusammenleben, ist es nicht verwunderlich, dass hier mehr Verbrechen geschehen als in weniger besiedelten Gebieten. In der Luisenstadt hat es in den vergangenen 160 Jahren einige spektakuläre Fälle gegeben, die auch Eingang in die Kriminalliteratur gefunden haben. Einige sind sogar verfilmt worden.
Gänsehaut ist garantiert, wenn Andreas Splanemann von den Serienmorden des Carl Großmann berichtet, der so gerne seine Opfer – oder zumindest Teile davon – am und im Luisenstädtischen Kanal ablegte.
Donnerstagsgespräch 60+ / Café in der Kita - Erlesenes

Donnerstag, 27. November 2025 16:30 Uhr – 18:00 Uhr
Literarisch-philosophischer Gesprächskreis. Wir wollen gemeinsam über das reden, was wir lesen und uns zu Büchern, Gedichten, Kurzgeschichten austauschen. Erfahren Sie, was Nachbarn gerade lesen bzw. erhalten Sie Anregung zu neuer Lektüre! Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Lektüre wird gestellt. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Kirchenführung

durch die Evangelisch-lutherische Kirche Berlin-Mitte am 19.10.2025 um 13 Uhr
Da die Evangelisch-lutherische Kirche Berlin-Mitte in der Annenstraße zu den wenigen Baudenkmälern der Luisenstadt gehört, die den Zweiten Weltkrieg überstanden haben, bietet der Kirchenvorstand den historisch interessierten Mitgliedern und Freunden des Bürgervereins Luisenstadt e.V. eine Führung mit Informationen zum Gebäude sowie zur Geschichte der Altlutheraner in Berlin, die bis 1840 religionspolitisch verfolgt, aber unter König Friedrich Wilhelm IV. toleriert wurden, an.
Rundgang Industrie in der Luisenstadt
Eisfabrik 1917
geführt von Dr. Andreas Splanemann
Sonnabend, 27. September 2025 10:30 Uhr bis 12:30 Uhr
Treffpunkt: Ehemalige Eisfabrik, Köpenicker Str, 41, 10179 BerlinDie Luisenstadt war bis zum Ende des 2. Weltkrieges außerordentlich dicht besiedelt. In den Hinterhöfen gab es zahllose Fabriken und Werkstätten.
Der Krieg, der Mauerbau, die Sanierungen der Nachkriegszeit und die zahlreichen Neubauten nach der Wende haben die Luisenstadt geprägt und stark verändert. Auf der rund 2-stündigen Tour werden wir den Spuren der Industrie und des Handwerks in der Luisenstadt nachspüren.
Nach dem Sommerfest…
Sommerfest 2025
…ist vor dem nächsten Sommerfest
Das diesjährige Sommerfest am 28. Juni im Ruinengarten der Kirche St. Michael und auf dem Michaelkirchplatz hatte zu unserer Freude viele Besucher. Das Interesse an unserer Ausstellung zu den Gebrüdern Lilienthal war groß und es gab erfolgreiche Teilnehmer am Wissensquiz zu den Flugpionieren, an deren Wirken hier in unserem Kiez wir damit erinnern wollen. Gerne wiederholen wir dieses inzwischen zur Tradition gewordene frühsommerliche Beisammensein auch im kommenden Jahr. Haben Sie alle einen schönen Sommer!
Stolpersteine für Charlotte und Erich Garske
Charlotte Garske
Am 09. Mai 2025 um 9:00 Uhr wurden auf dem Gehweg vor der Köpenicker Straße 48 Stolpersteine für das Ehepaar Charlotte und Erich Garske verlegt.
Charlotte, geb. Schaepe, wurde 1906 in einer Berliner Arbeiterfamilie geboren. Sie erlernte den kaufmännischen Beruf einer Kontoristin. Erich wurde 1907 geboren, erlernte, nachdem er sich als Hilfsarbeiter durchschlug, später den Beruf des Bauzeichners. Beide lernten sich im Arbeitersportverein Fichte kennen und heirateten 1930. Ihre Freizeit verbrachten sie oft auf einem Campingplatz in Storkow/ Mark am Springsee.
Donnerstagsgespräch 60+ / Café in der Kita - Erlesenes

Donnerstag 25. September 2025 16:30 Uhr – 18:00 Uhr
Literarisch-philosophischer Gesprächskreis. Wir wollen gemeinsam über das reden, was wir lesen und uns zu Büchern, Gedichten, Kurzgeschichten austauschen. Erfahren Sie, was Nachbarn gerade lesen bzw. erhalten Sie Anregung zu neuer Lektüre! Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Lektüre wird gestellt. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Fahrradtour - Parks in der Luisenstadt: Geschichte der Grünzüge und Denkmale
Fahrradtour 2024 © Petra Falkenberg
geführt von Volker Hobrack
Sonnabend, 17. Mai 2025 10:30 Uhr bis 12:00 Uhr
Treffpunkt: Ehemaliger Bärenzwinger im Köllnischen Park hinter dem Märkischen Museum, Rungestraße 30, 10179 BerlinDie Tour geht vom Köllnischen Park über den Luisenstädtischen Kirchpark an der Sebastianstraße, weiter zum Waldeckpark an der Oranienstraße, entlang des Ufers des Landwehrkanals bis zum Luisenstädtischen Kanal und endet am Engelbecken vor der Michaelkirche.
Donnerstagsgespräch 60+ / Café in der Kita - Herbstsemester

Donnerstag 23. Oktober 2025 16:30 Uhr – 18:00 Uhr
Wir wollen uns darüber austauschen, was uns bei Themen wie Trauer und Einsamkeit aber auch Wertschät zung oder Dankbarkeit durch den Kopf geht. Es können auch Wunschthemen vorgeschlagen werden.
Harry Graf Kessler – vom Weltkriegsnationalisten zum „roten Grafen“
Harry Graf Kessler von Max Liebermann, 1916
(Quelle: Wikipedia)Vortrag von Felix Brusberg
Donnerstag, 10. April 2025 18:30 Uhr
Ort : Stadtteilladen dialog 101, Köpenicker Str. 101, 10179 Berlin,U-Bahnhof Heinrich-Heine-Straße
Harry Graf Kessler wurde 1868 als Sohn eines Hamburger Bankiers und einer irischen Adligen in Paris geboren. Familiär bedingt war er bereits als Heranwachsender in den drei Ländern Frankreich, Großbritannien und Deutschland zu Hause. Mit 12 Jahren begann Kessler seine Tagebuchaufzeichnungen, die er lebenslang fortgeführt hat und damit wertvolle Zeitzeugnisse des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts hinterließ.
Donnerstagsgespräch 60+ / Café in der Kita - März

Donnerstag, 27. März 2025 16:30 Uhr – 18:00 Uhr
Ort : Kita „Schmidchen“ Schmidstraße 4, 10179 BerlinGemeinsam reden bei Tee und Gebäck - ein Angebot für alle mit Interesse am gemeinsamen und wertschätzenden Austausch
Im Februar hat der Bürgerverein Luisenstadt eine Reihe neuer Gesprächskreise begonnen, die immer am 4. Donnerstag im Monat in der Kita Schmidchen stattfinden. Der Gesprächskreis "Herbstsemester" ist ein moderiertes Gespräch zum Thema "Wandel des Lebens". Trennung und Trauer, neue Lebensabschnitte aber auch neue Chancen und Lebensfreude werden thematisiert. Moderiert wird das Gesprächsangebot von Marlen Klocke, Sozialpädagogin und Trauerbegleiterin.
Nationales Aufbauprogramm Berlin 1952 - Schwerpunkt Stalinallee
Karl-Marx-Allee, © Volker HobrackVortrag von Achim Bahr
Donnerstag, 20. März 2025 18.30 Uhr
Ort : Stadtteilladen dialog 101, Köpenicker Str. 101, 10179 Berlin,U-Bahnhof Heinrich-Heine-Straße
Im November 1951 veröffentlichte die SED einen Aufruf für den Aufbau Berlins. Das „Nationale Aufbauprogramm Berlin“ sah die Stalinallee als Schwerpunkt eines Stadtteils von Wohn- und Hochhäusern sowie als Vorbild für die hauptstädtische Architektur und Stadtplanung vor. Es entstand ein Prachtboulevard nach sowjetischem Vorbild. Die Wohnungen – ausgestattet mit Fernheizung, Toiletten, Bädern, Aufzügen, Müllschluckern und Gegensprechanlagen – waren zu ihrer Entstehungszeit in der noch weithin zertrümmerten Stadt nicht nur besonders prachtvoll, sondern auch außerordentlich luxuriös.
Donnerstagsgespräch 60+ / Café in der Kita

Donnerstag, 27. Februar 2025 16:30 Uhr – 18:00 Uhr
Ort : Kita „Schmidchen“ Schmidstraße 4, 10179 BerlinGemeinsam reden bei Tee und Gebäck - ein Angebot für alle mit Interesse am gemeinsamen und wertschätzenden Austausch
Im Februar startet ein neues Angebot des Bürgervereins Luisenstadt e.V. bei dem offene Gesprächskreise zu diversen Themen in gemütlicher Runde und Beratung bei Fragen rund um das Leben angeboten werden.
Thema:
Neues zu Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht
Die Frauen der Mendelssohns
Rebecka Mendelssohn Zeichnung von Wilhelm Hensel 1823Vortrag von Sabine Krusen
Donnerstag, 20. Februar 2025 18.30 Uhr
U-Bahnhof Heinrich-Heine-Straße
Sabine Krusen stellt in ihrem Vortrag Frauengeschichten aus der Familie Mendelssohn vor. Sie erzählt von Fromet Mendelssohn (1737-1812), der Ehefrau des deutsch-jüdischen Philosophen der Aufklärung Moses Mendelssohn (1729-1786) und deren Töchtern:
- Dorothea Schlegel, geboren als Brendel Mendelssohn (1764-1839)
- Recha „Reikel“ Meyer, geb. Mendelssohn (1767-1831)
- Henriette „Jette“ Mendelssohn (1775- 1831)
Summer in the City
Sommerfest 2024, © Bürgerverein Luisenstadt
Sommer in der Luisenstadt. Bei über 30 Grad zog unser Sommerfest am 20.Juli über 100 Menschen in den schattigen Ruinengarten der Kirche St. Michael und an die Info-Stände davor. Spannender Anziehungspunkt für die Kinder der Nachbarschaft war die Darbietung der Puppenspielerin Kathrin Brunner vom Theater Malinka. Zwei aktive „Omas for Future“ stellten unser Wissen über den Klimawandel und seine Herausforderungen auf die Probe und gaben nützliche Klimaschutztipps. Besucher holten sich aktuelle Informationen an den Infoständen von Changing Cities e.V., des Planungsbüros KoSP – die Gebietsbetreuung für das Sanierungsgebiet Nördliche Luisenstadt und den Arbeitsgruppen Geschichte und GRÜN FÜR LUISE des Bürgervereins Luisenstadt e.V.. Gestärkt mit Bratwurst, einem kühlen Getränk oder Kaffee und Kuchen ließen Organisatoren und Gäste den Nachmittag entspannt und fröhlich mit der wunderbaren Akkordeonmusik von Mikail Yakut ausklingen.
Walther Rathenaus koloniale Ansichten nach Reisen in Ost- und Südwestafrika
Mine in Tsumeb (heute Namibia), © Koloniales Bildarchiv der Goethe Universität FrankfurtVortrag von Dr. Yann LeGall
Mittwoch, 11. September 2024 um 19:30 Uhr
Ort : Stadtteilladen Dialog 101,Köpenicker Str. 101, 10179 Berlin
In Kreuzberg und Wedding erinnern eine Gedenktafel und ein Denkmal an Walter Rathenau (1867-1922), ehemaliger Außenminister der Weimarer Republik und Opfer rechtsextremer Gewalt. Tatsächlich war das Andenken an diesen prominenten jüdischen Unternehmer und Politiker unter dem NS-Regime der bewussten Verachtung ausgesetzt. 1945 wurde er rehabilitiert. Seine Rolle als Begleiter des Direktors des Reichskolonialamtes bei Reisen nach Ost- und Südwestafrika 1907-1908 ist aber bis heute wenig bekannt. Der Vortrag setzt sich mit der Ambivalenz Rathenaus Position und Empfehlungen für die deutsche Kolonialpolitik auseinander.
Maria Gräfin Maltzan
Maria von Maltzan, Foto Privatbesitzeine ungewöhnliche Berliner Tierärztin mit Zivilcourage
Vortrag von Jürgen Karwelat
Donnerstag, 16. Mai 19.00 Uhr
Ort : Stadtteilladen Dialog 101,
Köpenicker Str. 101, 10179 Berlin
Maria Gräfin von Maltzan (1909-1997) wurde als jüngstes von sieben Geschwistern in Militsch/Schlesien geboren. Nach Studium in München und Auslandsaufenthalten kam sie 1937 nach Berlin und arbeitet dort im Zweiten Weltkrieg als Tierärztin. Sie stand in Kontakt mit Widerstandskreisen in München und Berlin, u.a. mit der schwedischen Gemeinde in Berlin, die zahlreiche untergetauchte Juden außer Landes brachte. Ihren späteren Mann, Hans Hirschel, versteckte sie von 1942 bis Kriegsende in ihrer Wohnung Detmolder Straße 11, Berlin-Wilmersdorf.
Fahrradtour
Die Lorelei an der Annenstraße, © Petra Falkenbergentlang von Denkmalen, Skulpturen, Gedenkorten und Brunnen in der Luisenstadt
Samstag, 8. Juni 2024 10.30 Uhr
Ort : Märkisches Museum, Wallstraße
Während der ca. 2-stündigen Tour erzählen Mitglieder des Bürgervereins Geschichten über die Entstehung, die Anlässe, die Schöpfer sowie die geehrten bzw. handelnden Personen an den jeweiligen Orten.
In der Gestaltung des öffentlichen Raums spiegeln sich seit jeher die politischen Verhältnisse und Themensetzungen. Oft wird das einmal Vorhandene hingenommen und prägt unhinterfragt das Bewusstsein. In den letzten Jahren ist das Verständnis gewachsen, dass Rassisten und Sklavenhändler nicht denkmalwürdig sind.
Das Denkmal für Heinrich Heine der Berliner Bildhauerin Carin Kreuzberg
Heinrich Heine, Büste von Carin Kreuzberg, Vorarbeit zum Denkmal, Betonguß 1983, Copyright: G. Ivan, INSELGALERIE Berlin
Vortrag von Dr. Gabi Ivan
Donnerstag, 20. Juni 19.30 Uhr
Ort: Stadtteilladen Dialog 101,
Köpenicker Str. 101, 10179 Berlin
Das Heinrich-Heine-Denkmal an der Ecke Köpenicker-Straße/ Heinrich-Heine-Straße ist im Moment unsichtbar. Heine schaut also nicht nachdenklich in die Welt und lädt Passanten zum Verweilen ein. Gestaltet von Carin Kreuzberg, zeigt das gegenwärtig mit einer Holzeinfassung gegen Bauarbeiten geschützte Steinmonument den Dichter im langen Mantel, aus dem nur die Hände herausschauen, umgeben von Betonstelen, in die gebrannte Terrakottatafeln eingelassen sind.
Gustav Landauer - eine prägende Persönlichkeit der frühen Moderne in der Luisenstadt
Vortrag von Erik Natter M.A.
Gustav Landauer,© Peter W. Schmidt
(Privatbesitz)
Donnerstag, 18. April 2024 19.30 Uhr
Ort : Ort: Stadtteilladen Dialog 101,
Köpenicker Str. 101, 10179 Berlin
Die 2014 erschienene Biografie hat die Bedeutung Gustav Landauers (1870-1919) für die beginnende Moderne eindrucksvoll belegt. In vielen Feldern hat er mit Reden und Schriften Impulse für eine Gesellschaft gegeben, die auf Selbstbestimmung und Freiheit beruht und als kultureller Anarchismus bezeichnet werden kann: für freie Kunst und Kultur, für eine auf Motivation beruhende Pädagogik, für Konsumgenossenschaften, selbstbestimmtes Wohnen und umfassende Mitwirkung.
Besuch der Fontane-Apotheke in Bethanien
mit Erklärungen von Herrn Leetz, Kreuzberg-Museum

Fontane-Apotheke im Bethanien
Mittwoch, 21. Februar 2024 17.00 Uhr
Ort : Mariannenplatz 2, 10997 Berlin
Treffpunkt: Vorraum Bethanien
Die Fontane-Apotheke im Kunstquartier Bethanien ist der authentische Ort, an dem der Schriftsteller Theodor Fontane im Jahr 1848 eine Anstellung als Apotheker erhielt. Er hatte die Aufgabe in dem damaligen Diakonissen-Krankenhaus zwei Krankenschwestern auszubilden.
In seinen Erinnerungen schreibt er: „Ich war also in Bethanien eingerückt“. Es war aber eine gefährliche Ankunft in der Zeit gewaltsamer Auseinandersetzungen nach der Märzrevolution.
Anna Louisa Karsch – erste freischaffende Autorin Deutschlands
Annett Gröschner liest aus ihrem Buch "Die Spazier-Gaenge von Berlin"
Annett Gröschner, Foto Susanne Schleyer.
Donerstag, 1. Februar 2024 18.30 Uhr
Ort : Stadtteilladen dialog 101, Köpenicker Str. 101, 10179 Berlin, U-Bahnhof Heinrich-Heine-Straße
Anna Louisa Karsch (1722-1791) war eine der faszinierendsten Autorinnen des 18. Jahrhunderts und die erste in Deutschland, die von ihrer Dichtung lebte. Annett Gröschner folgt ihren Spuren und erzählt von ihren literarischen Erfolgen und Misserfolgen sowie ihrer Suche nach Heimat. Ein Haus in Berlin bekam sie nach vielen Umzügen und Wohnungssuchen erst kurz vor ihrem Tod. Ihre Zusammenarbeit mit Johann Wilhelm Ludwig Gleim, mit dem Karsch seit 1761 eine lebenslange Verbindung unterhielt, spielt ebenso eine Rolle wie ihre - teils schwierige - Beziehung zu ihrer Tochter, Karoline Louise von Klencke.
Weltbürger in einer bewegten Stadt: Das Berlin des W.E.B. Du Bois
Vortrag von Anthony Obst
Gedenktafel William Edward Burghardt Du Bois
Donnerstag, 16. November 18.30 Uhr
Ort : Stadtteilladen dialog 101, Köpenicker Str. 101, 10179 Berlin,
U-Bahnhof Heinrich-Heine-Straße
Als Historiker, Soziologe, Philosoph, Romanautor und Aktivist war W.E.B Du Bois einer der bedeutendsten Intellektuellen des 20. Jahrhunderts. Einen Teil seiner Studienzeit verbrachte der in Massachusetts geborene Afroamerikaner zwischen 1892 und 1894 in Berlin, wo er unter anderem in der Oranienstraße wohnte.
Rundgang über den Alten Luisenstädtischen Friedhof
mit Monika Müller
Samstag, 25. November 11.00 Uhr
Ort : Südstern 8-10, 10961 Berlin, Treffpunkt: Eingang gegenüber der Einmündung Bergmannstraße
Bei einem Spaziergang über den Friedhof gehen wir den Lebensgeschichten der hier ruhenden Toten nach. Der wohl Berühmteste, der hier begraben liegt, ist der ehemalige Reichskanzler und Friedensnobelpreisträger Gustav Stresemann. Auch Dr. Duntze und Uli Fluß, ehemalige Aktive des Bürgervereins Luisenstadt ruhen hier.
Gustav Stresemann in der Erinnerung seiner Familie
Donnerstag, 12. Oktober 2023 19.30 Uhr
Ort : Stadtteilladen dialog 101
Köpenicker Str. 101, 10179 Berlin
U-Bahnhof Heinrich-Heine-Straße
Gustav Stresemann auf ParkbankAls Enkelin berichtet Dr. Christina Stresemann über ihren Großvater Gustav Stresemann, den Politiker und Staatsmann der Weimarer Republik, in der Erinnerung ihrer Familie.
Gustav Stresemann wurde 1878 in der Köpenicker Straße, also in der Luisenstadt, geboren und 1929 auf dem Alten Luisenstädtischen Friedhof beerdigt.
Zu Beginn seiner politischen Laufbahn wurde er Mitglied der nationalliberalen Partei Deutschlands und auch Mitglied im Deutschen Reichstag. Nach dem 1. Weltkrieg war er Mitbegründer der Deutschen Volkspartei.
Friedrich Nicolai und das aufgeklärte Berlin
Vortrag und Lesung von Michael Bienert
Christoph Friedrich Nikolai
Donnerstag, 21. September 2023 19.30 Uhr
Ort : Stadtteilladen dialog 101Köpenicker Str. 101, 10179 Berlin
U-Bahnhof Heinrich-Heine-Straße
An den Verleger und Schriftsteller Friedrich Nicolai erinnert seit 2002 eine Plakette im Luisenstädtischen Kirchpark, wo er – in der Gruft der Luisenstadt-Kirche – im Jahr 1811 beigesetzt wurde. Der 1733 gebürtige Berliner machte den vom Vater ererbten Verlag zu einem der bedeutendsten in Deutschland und Europa. Er schrieb mit seinen Freunden Lessing und Mendelssohn Literaturgeschichte und publizierte mit seiner „Beschreibung der Königlichen Residenzstädte Berlin und Potsdam“ einen Klassiker der Berlin-Literatur.
