Bürgerverein Luisenstadt e.V.

Einladung zum Kiezfest in der Luisenstadt


Auch Bierkeller eingestürzt

Der Einsturz zweier neuangelegter Keller für Lagerbier in dem Ausflugsrestaurant "Spandauer Bock" zwischen Charlottenburg und Spandau am 17. November goß weiteres Öl ins Feuer. Daher wurde an manchen Stellen beim Auftreten von Rissen im Mauerwerk - sicherlich nicht in jedem Falle unberechtigt - geradezu hysterisch reagiert:

Noch in den Monaten November und Dezember 1865 wurde je ein Haus in der Teltower Straße (heute: Obentrautstraße), in der Brandenburgstraße (heute: Lobeckstraße) und in der Rüdersdorfer Straße polizeilich geräumt, weil die Einwohner Risse anzeigten, und im März 1866 schloß die Polizei das Wohnhaus Dresdener Str. 100, weil beim Abriß des Nachbarhauses Nr. 101 in der Giebelwand spaltbreite Risse aufgetaucht waren.

Besorgt berichtete die Presse, daß das sich ausbreitende Mißtrauen bezüglich der Güte von Wohnhausneubauten sich bereits im Sinken der Kreditrate auf zur Sicherheit angebotene Hypotheken bemerkbar mache - und solche Tendenz rüttelte ja schon an den Grundfesten des Geldmarktes, dessen wichtigster Platz in Deutschland zu werden sich Berlin eben anschickte.

So wurde dann behördlicherseits auch ziemlich schnell reagiert.

Schon Anfang November wurde im Einvernehmen zwischen dem Magistrat und der Regierung des Regierungsbezirks Potsdam (zu dem Berlin seit 1822 gehörte) das Polizeipräsidium um drei fachlich versierte Regierungsbeamte verstärkt, damit die dort bereits vorhandenen drei Beamten im Baudepartement sich ganz der Kontrolle der vom Magistrat berufenen Ratsmaurer- und Ratszimmermeister widmen und auch selbständige Überprüfungen der Bonität von Baumaterial und -ausführung vornehmen konnten.

Seit Anfang Dezember 1865 stand den üblichen städtischen Baukommissionen jeweils ein sie "dirigierender" Regierungsbauinspektor vor.

Das minderte in der Zukunft ein derart gehäuftes Vorkommen von folgenschwerem "Pfusch am Bau" wie im Herbst 1865. Aber gänzlich ausschließen konnte es ihn natürlich dennoch nicht.

  • Es wird grün in der Luisenstadt. Sehr schnell sogar.

    PXL 20240408 0849380852Die Grundwasservorräte sind z.Z. ausreichend für das Stadtgrün. Ab Juli wird das erfahrungsgemäß anders aussehen und die Straßenbäume sind auf unsere Hilfe angewiesen, damit sie uns Schatten und Sauerstoff spenden können. Unsere Umgebung kann für uns alle nur lebenswert bleiben, wenn das Stadtgrün seine Lebenskraft nicht verliert. Die AG GRÜN FÜR LUISE wird wieder für Zapfstellen und Gerät sorgen und lädt wieder Anwohner und Nachbarn zu unseren Gießaktionen ein.

    Gemeinsam schaffen wir mehr! Machen auch Sie mit und notieren sich schon jetzt die Termine:
    Auf dem Heinrich-Heine-Platz: immer sonntags jeweils um 17 Uhr 16. Juni, 07. Juli, 28. Juli, 18. August, 08. September
    Auf dem Michaelkirchplatz: immer mittwochs jeweils um 17 Uhr am 26. Juni, 17. Juli, 07. August, 28. August, 18.
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ecke jun juli"ecke köpenicker" ist eine Zeitung, erscheint achtmal im Jahr kostenlos und wird herausgegeben vom Bezirksamt Mitte, Stadtentwicklungsamt, Fachbereich Stadtplanung.