Eisfabrik 1917
geführt von Dr. Andreas Splanemann
Sonnabend, 27. September 2025 10:30 Uhr bis 12:30 Uhr
Treffpunkt: Ehemalige Eisfabrik, Köpenicker Str, 41, 10179 BerlinDie Luisenstadt war bis zum Ende des 2. Weltkrieges außerordentlich dicht besiedelt. In den Hinterhöfen gab es zahllose Fabriken und Werkstätten.
Der Krieg, der Mauerbau, die Sanierungen der Nachkriegszeit und die zahlreichen Neubauten nach der Wende haben die Luisenstadt geprägt und stark verändert. Auf der rund 2-stündigen Tour werden wir den Spuren der Industrie und des Handwerks in der Luisenstadt nachspüren.
Die Tour beginnt an der Eisfabrik und führt vorbei an Fabriken für Telegrafen- und Rundfunktechnik, an der ersten Flugzeugfabrik der Welt zum ehemaligen Luisenstädtischen Kanal, wo die ersten Berliner Gewerkschaftshäuser standen. An der Thomaskirche kann man sich gut der Verlauf der Berliner Mauer vorstellen, die hier bis 1989 die Stadt teilte. Von hier geht es durch die Waldemarstraße zur Markthalle IX. Am Weg liegen noch weitere Fabriken wie z.B. die Deutschen Telefonwerke und eine Radiofabrik in einem typischen Kreuzberger Gewerbehof. Zurück geht es vorbei an ehemaligen Kasernen, die schon längst nicht mehr stehen, einer ehemaligen Baumschule, der Heeresbäckerei und weiteren Gewerbehöfen zurück zum Ausgangspunkt.

Interessant unterwegs sind die vielen Details, die sich auf den ersten Blick nicht erschließen. Viele Gebäude und Fabriken sind verschwunden. Gemeinsam wollen wir bei der Rundtour die spannende und vergessene Geschichte der Luisenstadt wieder lebendig werden lassen.
Dr. Andreas Splanemann ist Historiker und arbeitet zu Themen der Geschichte Berlins. Er ist Beamtinnen- und Beamtensekretär im Bundesvorstand der Gewerkschaft ver.di.


