Carl Großmann (Polizeifoto) – Quelle: Wikipedia
Vortrag von Dr. Andreas Splanemann
Donnerstag, 13. November 2025 um 18:00 Uhr
Treffpunkt: Stadtteilladen dialog 101, Köpenicker Str, 101, 10179 BerlinIst die Luisenstadt ein gefährlicher Ort? Immer wieder gibt es hier Verbrechen, nicht selten auch mit tödlichen Folgen. Dort, wo viele Menschen auf engem Raum zusammenleben, ist es nicht verwunderlich, dass hier mehr Verbrechen geschehen als in weniger besiedelten Gebieten. In der Luisenstadt hat es in den vergangenen 160 Jahren einige spektakuläre Fälle gegeben, die auch Eingang in die Kriminalliteratur gefunden haben. Einige sind sogar verfilmt worden.
Gänsehaut ist garantiert, wenn Andreas Splanemann von den Serienmorden des Carl Großmann berichtet, der so gerne seine Opfer – oder zumindest Teile davon – am und im Luisenstädtischen Kanal ablegte.
Ulrich Schmücker (Mordopfer)
Manche Opfer, aber auch so mancher Täter sind namenlos geblieben, einige sind für immer verschwunden, andere tauchten nach Jahren wieder auf. In einem Fall wurde viele Jahre vor Gericht verhandelt, aber die genauen Umstände der Mordtat konnten nie ermittelt werden. Aber vielleicht auch deswegen, weil hier Geheimdienste ihre Hände im Spiel hatten. Im ersten der insgesamt sechs ausgewählten Fälle aus 160 Jahren luisenstädtischer Kriminalgeschichte konnte die Täterschaft nach Ansicht des Gerichts eindeutig geklärt werden. Ausreden halfen nichts. Der Henker beendete schließlich das Leben des Mörders mit seinem Beil. Schlecht endete auch die Karriere einer jugendlichen Gangsterbande, die direkt nach dem Krieg Katz und Maus mit der Polizei zwischen dem Ost- und den Westsektoren der Stadt spielte. Hier war es aber auch der Scharfrichter, der nicht nur sein blutiges Handwerk verrichtete, sondern auch auf besondere Art in den Fall verwickelt war. 
Sechs spannende und aufregende Fälle aus 160 Jahren – Andreas Splanemann schildert Taten und Tatorte und beleuchtet die Kriminalgeschichte der Luisenstadt aus einer besonderen Perspektive. Spannung garantiert. Der Besuch des Vortrags ist zwar kostenlos, aber keinesfalls umsonst!
Dr. Andreas Splanemann ist Historiker und arbeitet zu Themen der Geschichte Berlins. Er ist Beamtinnen- und Beamtensekretär im Bundesvorstand der Gewerkschaft ver.di.
