Bürgerverein Luisenstadt e.V.

Teil 4 - An den Kasernen


Auf dem unbebauten Gelände Köpenicker Straße 11-15 (14) befanden sich die Kasernen der Gardeschützen, des Garde-Pionier-Bataillons und das Montierungsmagazin. Dieses gab der Querstraße Zeughofstraße den Namen. Dahinter richtete General von Pfuel 1817 die erste Berliner Schwimmschule ein (1931 geschlossen). Alle Gebäude wurden im Krieg zerstört.

Köpenicker Straße 186-188 (15):

Hier war ehemals der Itzigsche Garten. Nach 1761 ließ Bankier Itzig hier den schönsten Barockgarten Berlins ausbauen. 1870 erwarb der Militärfiskus das Gelände, holzte den Baumbestand ab und ließ eine Kasernenanlage errichten. Das Hauptgebäude der Kasernen in der Wrangelstraße ist als Teil eines Oberstufenzentrums erhalten.

In der Köpenicker Straße 2-3 (16) wurde ein Abenteuerspielplatz auf dem Gelände einer im Krieg zerstörten Schule zwischen Köpenicker Straße und Gröbenufer errichtet. Interessant die Gestaltung der Brandwände der umliegenden Häuser.

Unter dem Thema "Weltenlandschaft" werden verschiedene Ansichten gezeigt, verbunden durch harlekineske Gestalten und umrahmt mit breitem Goldstreifen. Die Gestaltung wurde nicht vollendet.

U-Bahnhof Schlesisches Tor

Der U-Bahnhof Schlesisches Tor (17) wurde 1899-1901 im Stil der deutschen Renaissance von H. Griesebach und A. Dinklage errichtet. Der durch Natursteinornamente, Erker, Arkaden und einen Zwiebelturm gegliederte Bahnhof hebt sich deutlich ab von den Stahlskelettkonstruktionen der anderen Hochbahnhöfe. Am 18. Februar 1902 fuhr die erste Bahn vom Stralauer Tor bis zum Potsdamer Platz.